Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Leukämie (Blutkrebs)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (25. November 2013)

Leukämie (Blutkrebs) ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks. Sie tritt im Vergleich zu anderen Krebsarten wie Brustkrebs, Prostatakrebs oder Darmkrebs relativ selten auf. Dank moderner Therapieverfahren lässt sich eine Leukämie in vielen Fällen heilen.

Bei einer Leukämie treten Symptome auf wie:

Bei Blutkrebs vermehren sich im Knochenmark die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) überschießend. Sie sind unreif und nicht funktionstüchtig. Dies stört die normale Blutbildung und führt zu einem Mangel an reifen und gesunden Leukozyten, roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten).

Die Diagnose "Leukämie" stellt der Arzt durch eine Blutuntersuchung; zur genaueren Einordung, welche Leukämie-Variante vorliegt, ist meist die Entnahme einer Knochenmarkprobe (Knochenmarkbiopsie) notwendig.

Bei der Leukämie (Blutkrebs) gibt es vier Formen:

  • akute lymphatische Leukämie (ALL): Sie tritt vor allem bei Kindern auf. Die ALL befällt im Verlauf oft auch das Gehirn und die Hirnhäute, deshalb können neurologische Symptome wie Lähmungen vorkommen. Als Therapie ist eine Chemotherapie geeignet – in manchen Fällen kombiniert mit einer Bestrahlung. In circa 80 Prozent der ALL-Fälle im Kindesalter erzielen die behandelnden Ärzte eine Heilung.
  • akute myeloische Leukämie (AML): Die AML geht aus unreifen Stammzellen der weißen Blutkörperchen hervor, sogenannten myeloischen Zellen. Die AML kann aber auch aus entarteten roten Blutkörperchen (Erythrozyten) entstehen (Erythroleukämie). Die AML tritt vor allem bei Erwachsenen auf.
  • chronisch myeloische Leukämie (CML): Bei der CML vermehren sich zunächst noch funktionsfähige Granulozyten sehr stark. Granulozyten sind eine Unterform der weißen Blutkörperchen. Geht die CML in ein akutes Stadium über, kommt es zur sogenannten Blastenkrise. Dabei werden viele nun unreife und nicht funktionsfähige Granulozyten-Vorstufen (Blasten) ins Blut geschwemmt. Weil sich die entarteten Zellen auch in Leber oder Milz ansiedeln, sind diese Organe bei der CML oft geschwollen. Typisches Merkmal der CML ist das sogenannte Philadelphia-Chromosom – eine genetische Veränderung, die bei über 90 Prozent der CML-Patienten nachweisbar ist.
  • chronisch lymphatische Leukämie (CLL): Mediziner rechnen die CLL zu den sogenannten Non-Hodgkin-Lymphomen. Sie tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Im Blut und im Knochenmark, in den Lymphknoten, Leber und Milz häufen sich sogenannte B-Lymphozyten an. Im gesunden Zustand bilden diese weißen Blutkörperchen Antikörper und sind somit ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Bei der CLL sind die angehäuften B-Lymphozyten aber nicht intakt und damit funktionslos. Deshalb ist das Abwehrsystem der Betroffenen besonders geschwächt.

Leukämie, im Volksmund auch Blutkrebs genannt, wird vor allem mittels Chemotherapie und Knochenmarktransplantation behandelt. Nach der Therapie ist eine regelmäßige Nachsorge wichtig.






Anzeige