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Stand: 23. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine schwere Form einer Lungenentzündung. Verantwortlich hierfür sind Bakterien der Gattung Legionella.
Die Legionellen kommen, wenn auch in sehr geringer Konzentration mit wenigen Keimen pro Liter, in Süßwasser vor. Sie vermehren sich besonders stark bei Temperaturen zwischen etwa 30 und 45 Grad Celsius. Bei Temperaturen über 60 Grad sterben sie allmählich und über 70 Grad sehr schnell ab.
Die Legionellose tritt beim Menschen weltweit sporadisch oder im Rahmen von Ausbrüchen vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Die Erkrankung wird auch heute immer noch nicht direkt erkannt und entsprechend spät behandelt.
Zu Beginn treten bei einer Infektion mit Legionellen allgemeine Symptome wie Unwohlsein, Glieder- und Kopfschmerzen und Reizhusten auf. In ungefähr 10 Prozent der Fälle kann es zur Legionella-Pneumonie kommen – der eigentlichen Legionärskrankheit. Die Symptome sind Brustschmerzen, Schüttelfrost und hohes Fieber.
Eine andere durch Legionellen verursachte Infektionskrankheit ist das sogenannte Pontiac-Fieber. Diese Art der Legionellen-Erkrankung ist mit einer Grippe vergleichbar und führt zu keiner Lungenentzündung. Die Erkrankung verläuft wesentlich milder als die Legionellose.
Die erste Diagnose ergibt sich aus den vorhandenen Symptomen und Zusatzinformationen – zum Beispiel ob der Patient zuvor verreist war und in Hotels übernachtet hat. Eine endgültige Sicherheit lässt sich aber erst durch den direkten Nachweis des Erregers erhalten.
Bei rechtzeitiger Diagnose kann die Legionärskrankheit gut behandelt werden und nimmt so meisten einen guten Verlauf. Nur ohne richtige Behandlung endet die Krankheit vor allem bei älteren und immungeschwächten Menschen in bis zu 20 Prozent der Fälle tödlich.
Um der Legionärskrankheit vorzubeugen sollten Warmwassersysteme regelmäßig gewartet und mit Wasser mit einer Temperatur von über 70 Grad gespült werden. Besonders längere Zeit unbenutzte Anlagen und Duschen sind gefährdet.
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