Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Legionärskrankheit (Legionellose)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (25. März 2013)

Die Legionärskrankheit (Legionellose) ist eine schwere Form einer Lungenentzündung. Verantwortlich hierfür sind Bakterien der Gattung Legionella.

Die Legionellen kommen, wenn auch in sehr geringer Konzentration mit wenigen Keimen pro Liter, in Süßwasser vor. Sie vermehren sich bei Temperaturen zwischen etwa 20 und 55 Grad Celsius. Bei Temperaturen über 60 Grad sterben sie relativ schnell ab.

Die Legionellose tritt beim Menschen weltweit sporadisch oder im Rahmen von Ausbrüchen vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Die Erkrankung wird auch heute immer noch nicht direkt erkannt und entsprechend spät behandelt.

Zu Beginn treten bei einer Infektion mit Legionellen allgemeine Symptome wie Unwohlsein, Glieder- und Kopfschmerzen und Reizhusten auf. In ungefähr 10 Prozent der Fälle kann es zur Legionellen-Pneumonie kommen – der eigentlichen Legionärskrankheit. Die Symptome sind Brustschmerzen, Schüttelfrost und hohes Fieber.

Die milder verlaufende Form der Legionellose, bei der keine Lungenentzündung (Pneumonie) auftritt, ist das sogenannte Pontiac-Fieber. Diese Art der Legionellen-Erkrankung ist mit einer Grippe vergleichbar.

Bei Verdacht auf die Legionärskrankheit ergibt sich die erste Diagnose aus den vorhandenen Symptomen und Zusatzinformationen – zum Beispiel ob der Patient zuvor verreist war und in Hotels übernachtet hat. Eine endgültige Sicherheit lässt sich aber erst durch den direkten Nachweis des Erregers erhalten.

Bei rechtzeitiger Diagnose kann die Legionärskrankheit gut mit Antibiotika (vor allem dem Wirkstoff Levofloxacin) behandelt werden und nimmt so meistens einen guten Verlauf. Das Pontiac-Fieber als mildere Form der Legionellose hat eine sehr gute Prognose – Todesfälle sind nicht bekannt. Bei einer Legionellen-Pneumonie hängt der Verlauf vom Allgemeinzustand des Erkrankten ab: Bei zuvor gesunden Betroffenen überleben 9 von 10. Bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem, Herz- oder Lungenerkrankungen ist die Prognose ungünstiger.

Um der Legionärskrankheit vorzubeugen, sollten Warmwassersysteme regelmäßig gewartet und mit Wasser mit einer Temperatur von über 70 Grad gespült werden. Besonders längere Zeit unbenutzte Anlagen und Duschen sind gefährdet.






Anzeige