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Leberzirrhose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Juli 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Leberzirrhose ist das Endstadium verschiedener Lebererkrankungen, in deren Verlauf die Leberstruktur zunehmend zerstört ist. Wegen der stetigen Schädigung des Lebergewebes verhärtet die Leber zunehmend, vernarbt und schrumpft. Diesen Zustand bezeichnet man auch als "Schrumpfleber".

Eine Leberzirrhose kann verschiedene Ursachen haben. In Deutschland entstehen die meisten Leberzirrhosen infolge einer Fettlebererkrankung oder einer durch Viren bedingten Leberentzündung (Virushepatitis): Meistens (in mehr als der Hälfte aller Fälle) entsteht eine Fettleber mit Leberzirrhose als Endstadium durch übermäßigen Konsum von Alkohol.

Daneben führen oft auch starkes Übergewicht (Adipositas) und Diabetes mellitus zu einer Fettlebererkrankung. Ebenfalls häufig hat die Leberzirrhose ihre Ursachen in einer Hepatitis B oder C.

Seltener tritt die Leberzirrhose zum Beispiel im Rahmen von erblichen Stoffwechselerkrankungen auf – wie bei:

Vereinzelt können auch Schädigungen der Leber durch Medikamente oder Chemikalien eine Leberzirrhose verursachen.

Die mit einer Leberzirrhose verbundenen Symptome können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. In manchen Fällen macht sich die Zirrhose auch lange gar nicht bemerkbar. Als für eine Leberzirrhose typische Anzeichen gelten zum Beispiel folgende Allgemeinsymptome:

Oft verursacht eine Leberzirrhose zudem ein Druck- oder Völlegefühl im Bereich oberhalb des Bauchnabels. Zusätzlich können die sogenannten Leberhautzeichen auftreten. Dies sind unter anderem:

  • punktförmige, rote Gefäßknötchen (Gefäßspinnen),
  • rot gefärbte Daumen- und Kleinfingerballen (Palmarerythem) und
  • knallrote, glänzende Lippen und Zunge (sog. Lacklippen und Lackzunge).

Eine gelbliche Verfärbung des Augenweiß und der Haut (Gelbsucht bzw. Ikterus) zählt hingegen nicht zu den klassischen Hautzeichen der Leberzirrhose und tritt in der Regel erst auf, wenn die Leber nicht mehr ausreichend funktioniert.

Zur Diagnose einer Leberzirrhose sind eine körperliche Untersuchung, Labortests und eine Ultraschalluntersuchung hilfreich. Zudem sind für den Arzt Informationen zu Beruf, Lebensgewohnheiten und eingenommenen Medikamenten wichtig, da sich hieraus mögliche Risikofaktoren für eine Lebererkrankung ergeben können. Um die genaue Ursache der Leberzirrhose zu ermitteln, kommen mitunter spezielle Diagnoseverfahren zum Einsatz.

Video: Leberzirrhose

Der Schweregrad der Leberzirrhose bemisst sich nach dem sogenannten Child-Pugh-Score: Mit der Child-Pugh-Klassifikation können Ärzte die Leberfunktion bewerten und eine Prognose zur Leberzirrhose erstellen. Das Ergebnis Child C hat die schlechteste Prognose, Child A die beste.

Die gegen eine Leberzirrhose eingesetzte Therapie umfasst Allgemeinmaßnahmen wie den Verzicht auf leberschädigende Substanzen (Alkohol, bestimmte Medikamente) und richtet sich darüber hinaus nach der genauen Ursache der Erkrankung.

Wird die Leberzirrhose rechtzeitig und konsequent behandelt, lässt sich die Erkrankung häufig gut beherrschen.



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