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Lebermetastasen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (09. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Unter Lebermetastasen versteht man Lebertumoren, die als Absiedlungen (Metastasen, Tochtergeschwulste) von anderen bösartigen Tumoren wie dem Darmkrebs entstanden sind. Die Krebszellen sind über die Blut- oder Lymphgefäße in die Leber gelangt, wo sie sich in Form einer Lebermetastase weiter vermehren.

Bei Krebserkrankungen der Leber handelt es sich nicht grundsätzlich um "echten" (primären) Leberkrebs. Häufig entstehen Lebermetastasen dadurch, dass sich Tumorzellen von bösartigen Tumoren in anderen Organen ablösen und schließlich in der Leber ansiedeln. Mediziner bezeichnen diesen Krebsbefall der Leber als "sekundären" Leberkrebs.

Neben Darmkrebs können auch andere Tumoren des Magen-Darm-Trakts Tochtergeschwulste in der Leber bilden.

Aber auch andere Krebserkrankungen können zu Lebermetastasen führen, wie zum Beispiel

Wenn ein Tumor Metastasen gebildet hat, ist das ein Kriterium dafür, dass die Erkrankung ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.

Lebermetastasen führen in der Regel erst spät zu Beschwerden. Durch die Größenzunahme der Leber kann es allerdings zu Schmerzen (sog. Kapselschmerz) kommen. Allgemeine Symptome wie Gewichtsverlust sind typisch für Krebs und es lässt sich oft nicht eindeutig abgrenzen, ob die Lebermetastasen oder die Grunderkrankung dahinter stecken.

Die Diagnose erfolgt mittels bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Computer- oder Kernspintomographie. In manchen Fällen entdeckt der behandelnde Arzt die Lebermetastasen früher als den zugrundeliegenden Krebs – zum Beispiel im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung des Oberbauchs. Dann gilt es, den Ursprungstumor rasch zu finden und die weitere Diagnostik und Therapie genau darauf abzustimmen. Manchmal gelingt es nicht, herauszufinden, welcher Krebs die Lebermetastasen hervorgerufen hat (sog. CUP-Syndrom: cancer of unknown primary; zu Deutsch: Krebs mit unbekanntem Primärtumor)

Die Behandlung und die Prognose von Lebermetastasen hängen

  • von der Anzahl und Größe der Tochtergeschwulste,
  • von der Art und Ausbreitung des Ursprungstumors
  • sowie vom allgemeinen gesundheitlichen Zustand des Patienten ab.

Bei der Behandlung der Lebermetastasen kommen zum Beispiel eine Operation oder eine Chemotherapie infrage.

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