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Krampfadern (Varizen)Krampfadern (Varizen)ForumVenenprobleme
Forenexpertin: Dr. Ive Schaaf
Forum Venenprobleme
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren (Stand: 28. April 2009) Krampfadern (Varizen) betreffen fast jeden: Bei etwa 90 Prozent aller Deutschen verändern sich im Laufe ihres Lebens manche Venen – sie erweitern sich leicht oder können knotenförmig sein. Die bläulich schimmernden Krampfadern entstehen vor allem in den Beinen. In den meisten Fällen sind sie harmlos: Die Betroffenen haben keine oder nur leichte gesundheitliche Beschwerden. Nur jeder Sechste benötigt eine medizinische Behandlung. Die Ursachen für Krampfadern liegen in einer angeborenen Schwäche des Bindegewebes, die zu einer Funktionsstörung der Venenklappen führt (sog. primäres Krampfaderleiden). Venenklappen arbeiten in den Venen ähnlich wie Ventile: Wenn sie sich öffnen, kann Blut hindurchfließen – geschlossen verhindern sie dessen Rückfluss. Ist ihre Funktion gestört, behindert dies den Rücktransport des Bluts zum Herzen. Gerade nach längerem Stehen oder Sitzen, zum Beispiel im Büro, kann sich Blut vor allem in den Beinen stauen. Die Folge: Im Laufe der Zeit entwickeln sich die Venen zu Krampfadern. Zudem begünstigen Bewegungsmangel, Schwangerschaft, Übergewicht und "Stehberufe" die Entwicklung von Varizen. Einen weiteren Grund für Krampfadern stellen Abflussbehinderungen des Bluts von oberflächlichen in tiefer gelegene Venen dar (sog. sekundäres Krampfaderleiden). Der Abfluss des Bluts kann zum Beispiel durch ein Blutgerinnsel (Thrombose) oder einen Tumor gestört werden. Krampfadern können die großen Venen betreffen – dann sprechen Mediziner von Stammkrampfadern (Stammvarizen). Entwickeln sich kleinere Venen zu Krampfadern sprechen sie von Seitenast- und Besenreiservarizen. Erste Krampfadern erscheinen häufig als kleine, bläulich verformte Venen unter der Haut (sog. Besenreiser). Da solche Besenreiser erste Hinweise auf eine Venenschwäche sein können, sollte man sie ärztlich abklären lassen. Ein fortgeschrittenes Krampfaderleiden bezeichnen Mediziner als Varikose. Es äußert sich bei den Betroffenen durch verschiedene Symptome: Ihre Beine fühlen sich schwer an, sind oftmals geschwollen und der nächtliche Schlaf wird durch Wadenkrämpfe gestört. Auch die Haut kann sich zunehmend verfärben. Zur Therapie der Krampfadern setzt man Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände ein. Sie drücken die Venen zusammen und fördern dadurch den Abfluss des Bluts. Verschiedene Venenmittel können dabei helfen, die Gefäßwände zu stabilisieren, die Durchblutung zu verbessern und Entzündungen zu lindern. Aber auch die Betroffenen selbst können etwas tun: Wer sich regelmäßig bewegt und Übergewicht vermeidet, fördert den Abfluss in den Venen und verhindert ein weiteres Fortschreiten der Varizen. Außerdem beugt er damit neuen Krampfadern vor. Ebenfalls sehr hilfreich sind kalte Wassergüsse. Sie beschleunigen den Blutfluss in den Venen und regen den ganzen Kreislauf an. Sind Krampfadern weit fortgeschritten, kann der Arzt Sie veröden oder durch eine Operation entfernen. Damit verhindert er mögliche Komplikationen, zum Beispiel dass eine Thrombose entsteht oder die Venen sich entzünden. Weiterlesen: Krampfadern (Varizen): Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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