Krampfadern (Varizen)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. April 2017)

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Krampfadern (Varizen) betreffen fast jeden: Bei etwa 90 Prozent der Deutschen verändern sich im Laufe des Lebens manche Venen und können sich zu einem Venenleiden entwickeln. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer. Die bläulich schimmernden Krampfadern entstehen hauptsächlich an beziehungsweise in den Beinen.

In der Regel sind Krampfadern jedoch überwiegend ungefährliche Veränderungen. Die meisten Betroffene haben höchstens gelegentlich leichte Beschwerden. Nur bei jedem Sechsten ist es nötig, die Krampfadern ärztlich zu behandeln.

Was sind Krampfadern?
Krampfadern sind stellenweise knotenförmig erweiterte und oft geschlängelte Venen. Bilden sich viele Krampfadern, bezeichnen Mediziner dies als

  • Krampfaderleiden,
  • Venenleiden bzw.
  • Varikose.

Krampfadern: Mögliche Ursachen

Für Krampfadern (Varizen) kommen verschiedene Ursachen infrage. Dabei unterscheidet man, ob eine Krampfader primär (d.h. die ursprüngliche Erkrankung) ist oder sekundär (d.h. infolge einer anderen Erkrankung) entsteht:

Primäre Krampfadern

Meistens (zu etwa 95 %) entstehen Krampfadern (Varizen) aus nicht völlig geklärten Ursachen (d.h. idiopathisch) – dann bezeichnet man sie als primäre Krampfadern. Sie können sich aus folgenden Venen bilden:

  • aus Venen unter der Haut, auch oberflächliche Venen genannt
  • aus Venen, welche die oberflächlichen und tiefer liegenden Venen verbinden (sog. Verbindungsvenen). Über Verbindungsvenen fließt Blut aus den oberflächlichen in die tiefen Venen ab.

Primäre Krampfadern haben ihre Ursachen in einer Bindegewebsschwäche, die angeboren sein kann oder sich erst mit der Zeit entwickelt. Als Folge dieser Bindegewebsschwäche schließen die in den Venen liegenden Klappen nicht mehr angemessen.

Illustration: Bildung von Krampfadern

Erkrankte Verbindungsvene zwischen oberflächlichen und tiefen Venen

Venenklappen üben beim Rücktransport des Bluts zum Herzen eine wichtige Funktion aus. Während das Herz das Blut mit hohem Druck durch die Arterien pumpt, strömt das Blut in den Venen unter niedrigem Druck gegen die Schwerkraft zum Herzen zurück. Die Venenklappen sorgen als eine Art Ventil dafür, dass das Blut in den Venen trotz des niedrigen Blutdrucks in die richtige Richtung fließt. Sie funktionieren wie Segel: Strömt das Blut in Richtung Herz, liegen sie eng an der Wand der Vene an. Steht das Blut still oder droht es zurückzufließen, blähen sich die Klappen auf und legen sich aneinander, sodass die Vene verschlossen ist. Die Venenklappen verhindern so, dass das Blut aufgrund der Schwerkraft wieder zurückfließt. Darum sind sie für primäre Krampfadern als Ursachen von zentraler Bedeutung.

Bei einer gestörten Venenklappenfunktion (z.B. infolge einer Schwäche des Gewebes der Venen oder der Klappen) kehrt sich die Strömungsrichtung um. Als Folge staut sich Blut in den Blutgefäßen und die Venen dehnen sich aus. Diese Venenerweiterung führt zu einem Dominoeffekt, der letztendlich für primäre Krampfadern verantwortlich ist:

  • Weitere Klappen verlieren ihre volle Funktionstüchtigkeit und sind undicht.
  • Die in den erweiterten Venen erhöhte Blutmenge sorgt dafür, dass der Druck in den Venen weiter ansteigt.
  • Der erhöhte Druck presst Flüssigkeit aus den Venen ins umliegende Gewebe (sog. Gewebewasser) – auf diese Weise entstehen Ödeme (griech. oideo = schwellen). Die Betroffenen haben geschwollene Füße und später auch geschwollene Unterschenkel.

Langfristig führt der Rückstau des Bluts in den oberflächlichen Venen dazu, dass sich die Venenwand zunehmend ausdehnt – es entstehen primäre Krampfadern. Als Ursachen spielen zudem bestimmte Verhaltensweisen und Lebensumstände eine Rolle, welche die Entstehung von Varizen begünstigen – zum Beispiel:

  • Bewegungsmangel: Nur wer sich bewegt, aktiviert die Muskelpumpe.
  • Ständiges Stehen bzw. Herunterhängen der Beine: Dies wirkt aufgrund der Schwerkraft dem Blutfluss in Richtung Herz entgegen; oft besteht dieses Problem beispielsweise im Berufsalltag.
  • Eng anliegende Kleidung: Sind die Beine (z.B. durch einen engen Sockenbund) abschnürt, ist der venöse Blutstrom behindert.
  • Schwangerschaft: Schwangere haben – vermutlich durch hormonelle Umstellungen des Organismus – ein erhöhtes Risiko für Krampfadern.

Sekundäre Krampfadern

Seltener (in etwa 5 % der Fälle) haben Krampfadern (Varizen) ihre Ursachen in einer erworbenen Erkrankung – man bezeichnet sie dann als sekundäre Krampfadern. In diesem Fall sind die betroffenen Venen meist deswegen knotenförmig erweitert, weil das Blut nicht richtig von oberflächlichen in tiefere Venen (sog. tiefes Venensystem) abfließen kann.

Als Ursache für sekundäre Krampfadern kommt beispielsweise ein Blutgerinnsel (Thrombose) infrage, das die tiefe Hauptvene des Beins verschließt, oder ein Tumor, der Venen im Bauchbereich einengt. Als Ausgleich leitet der Körper das Blut über andere Venen zum Herzen zurück. Der Blutfluss in diesen Venen erhöht sich und die Venen dehnen sich aus. Die Venenklappen können nicht mehr vollständig schließen, das Blut staut sich – und es entstehen sekundäre Varizen.

Video: Krampfadern

Formen von Krampfadern

In den meisten Fällen entwickeln sich die Hautvenen der Beine zu Varizen. Je nachdem, welche Beinvenen krankhaft erweitert sind, unterscheidet man bei Krampfadern in den Beinen verschiedene Formen – die drei wichtigsten sind:

Wissenswertes
Krampfadern können aber nicht nur in den Beinen, sondern auch in anderen Körperregionen entstehen – beispielsweise im Zusammenhang mit einem fortgeschrittenen Leberversagen: Hierbei erweitern sich die Venen unter der Speiseröhrenschleimhaut, sodass Varizen in der Speiseröhre entstehen (sog. Ösophagusvarizen).

Stammvarizen

Stammvarizen liegen an der Oberfläche der Beine. Dort verlaufen zwei Hauptvenen, auch Stammvenen genannt:

  • die große Rosenvene (Vena saphena magna)
  • die kleine Rosenvene (Vena saphena parva)

Die Stammvenen gehören zum oberflächlichen Venensystem. Sind beide zu Krampfadern erweitert, bezeichnet man dies als Stammvarikose. Bei einem Venenleiden kann aber auch nur eine Vene betroffen sein. Die Stammvarizen bilden sich an der Innenseite der Ober- bzw. Unterschenkel und stellen mit etwa 85 Prozent die häufigste Form von Krampfadern dar.

Meist entstehen Stammvarizen durch eine Funktionsstörung der letzten Venenklappen, die die oberflächlichen Venen mit den tiefer liegenden Venen verbinden. Diese Venenklappen liegen im Bereich der Leistenbeuge und der Kniekehle.

Seitenastvarizen

Eine weitere Form von Krampfadern in den Beinen, die sogenannten Seitenastvarizen, entwickelt sich aus kleineren Venen, die von den Stammvenen astförmig abgehen (sog. Seitenäste). Erweitern sich diese Seitenäste krankhaft, spricht man von einer Seitenastvarikose. Vor allem aus den Seitenästen der großen Rosenvene entstehen häufig Varizen. In vielen Fällen treten Seitenastvarizen zusammen mit Stammvarizen auf. Seitenastvarizen liegen ebenfalls an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel.

Besenreiser und retikuläre Varizen

Zu den häufigen Krampfadern in den Beinen gehören außerdem Besenreiser und retikuläre Varizen. Diese Formen betreffen kleine Venen in der Haut, die einen Durchmesser von weniger als einen Millimeter haben.

Retikuläre Varizen sind netzförmig angeordnet (lat. reticularis = netzförmig). Die als Besenreiser bezeichneten Krampfadern sind häufig verästelt und blau-rötlich. Besenreiser und retikuläre Varizen bilden sich vor allem an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel und an der Innenseite des Knies.

Krampfadern: Haut mit Besenreisern. © Jupiterimages/iStockphoto

Treten häufig auf: Besenreiser in den Beinen.

Krampfadern: Typische Symptome

Die für Krampfadern (Varizen) typischen Symptome sind bläuliche, knotig verdickte Venen, die durch die Haut zu sehen sind. Als erstes Anzeichen für sich entwickelnde Krampfadern erscheinen häufig kleine, bläulich gefärbte Besenreiser unter der Haut. Oft entwickeln sich diese ersten Anzeichen für Krampfadern bereits in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter.

Für viele Betroffene stellen Krampfadern wegen der äußerlich sichtbaren Symptome ein kosmetisches Problem dar. Gesundheitlich sind die Varizen jedoch überwiegend ungefährlich und verursachen meist nur gelegentlich leichte Beschwerden. Dennoch ist es ratsam, frühzeitig zum Arzt zu gehen und die Krampfadern gegebenenfalls zu behandeln: Wer sie ignoriert, riskiert später mögliche Komplikationen wie eine Thrombose oder entzündete Venen.

Man sieht ein Bein mit Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium (Varikose). © Jupiterimages/iStockphoto

Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium (Varikose)

Bilden sich viele Krampfadern (sog. Krampfaderleiden bzw. Varikose) und schreitet die Venenerkrankung fort, kommen weitere Symptome hinzu:

  • Dann tritt in der Regel ein Schweregefühl in den Beinen ein, das die Betroffenen sowohl im Stehen als auch im Sitzen spüren.
  • Während des Tages können die Beine vor allem im Knöchelbereich anschwellen.
  • In manchem Fällen entsteht im Bereich über den Varizen ein Juckreiz und ein Druckgefühl.
  • Außerdem können nächtliche Wadenkrämpfe den Schlaf stören. (Der Zusammenhang zwischen Krampfadern und nächtlichen Wadenkrämpfen ist allerdings bis heute nicht abschließend geklärt.)

Unter bestimmten Umständen können sich die mit den Krampfadern verbundenen Symptome verschlimmern. So wirkt sich typischerweise langes Stehen oder Sitzen verstärkend auf das Venenleiden aus. Die Symptome nehmen auch zum Abend hin sowie unter Hitzeeinwirkung zu, weshalb Varizen vor allem in den Sommermonaten sehr stören können. Bei Frauen mit Krampfadern können die Beschwerden außerdem vor der Monatsblutung zunehmen.

Krampfadern: Diagnose

Bei Krampfadern (Varizen) erfolgt zur Diagnose zunächst eine körperliche Untersuchung, um die oberflächlich verlaufenden Venen zu begutachten. Außerdem fragt der Arzt nach, wie stark die Beschwerden sind und ob weitere Familienmitglieder Krampfadern haben. Die anschließenden diagnostischen Maßnahmen zielen darauf ab, das gesamte Ausmaß der Venenveränderungen zu erkennen. Nur so ist es möglich, eine geeignete Therapie einzuleiten.

Bildgebende Verfahren

Bei Verdacht auf Krampfadern sind für die Diagnose vor allem bildgebende Verfahren wichtig. Standardmäßig kommt bei Varizen die Duplexuntersuchung zum Einsatz – eine Kombination aus Ultraschall (Sonographie) und sogenannter Doppler-Untersuchung. Mithilfe der Duplexuntersuchung kann man die krankhaften Venen farblich darstellen. Eine zusätzliche Sonde liefert Informationen über die Fließgeschwindigkeit des Bluts durch die Venen.

In bestimmten Fällen ist die sogenannte Phlebographie eine hilfreiche Methode, um Krampfadern zu diagnostizieren: Dieses bildgebende Verfahren ist eine Röntgenuntersuchung der Beinvenen, bei der man ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Vene gespritzt bekommt. Das Kontrastmittel dient dazu, die Venen und eventuelle krankhafte Veränderungen auf dem Röntgenbild sichtbar zu machen.

Weitere Verfahren

Neben der bildgebenden Diagnostik stehen bei Krampfadern zur Diagnose weitere Verfahren zur Verfügung. Zu ihnen gehören der Trendelenburg-Test, der Pratt-Test und der Perthes-Test: Diese diagnostischen Tests können Hinweise dazu liefern, ob die Funktion der Venenklappen gestört ist und ob tiefer gelegene Varizen vorliegen. Sie kommen heutzutage allerdings nur noch selten zum Einsatz – die bildgebenden Verfahren haben sie ersetzt.

Trendelenburg-Test

Bei Krampfadern kann der Arzt mit dem Trendelenburg-Test die Funktion bestimmter Venenklappen überprüfen. Dabei liegt man mit nackten Beinen auf dem Rücken und streckt das zu untersuchende Bein senkrecht nach oben. Der Arzt streicht das Blut aus und legt anschließend einen schmalen Druckverband um den Oberschenkel.

Danach steht man auf. Der Arzt beobachtet nun, wie schnell sich die oberflächlichen Venen mit Blut füllen. Anhand seiner Beobachtungen kann er ableiten, ob die Funktion der Venenklappen in den oberflächlichen oder den Verbindungsvenen gestört ist. Verbindungsvenen (sog. Perforansvenen) sind eine Art Brücke zwischen den oberflächlichen und den tiefer liegenden Venen.

Pratt-Test

Um bei Krampfadern herauszufinden, ob die Funktion der Venenklappen in den Verbindungsvenen gestört ist, eignet sich der Pratt-Test. Auch bei diesem Test liegt man zunächst auf dem Rücken und hält das betroffene Bein hoch, damit das Blut in den Venen abfließen kann. Der Arzt streicht das Blut aus und legt anschließend einen dehnbaren Verband vom Fuß bis zur Leiste an.

Nach kurzer Zeit steht man auf. Der Arzt wickelt nun den Verband von der Leiste an ab. Gleichzeitig legt er eine zweite Bandage von der Leiste beginnend an, sodass zwischen den beiden Binden ständig ein Streifen Haut von fünf bis zehn Zentimetern Breite frei bleibt. Er beobachtet anschließend die Venenfüllung an jeweils genau dieser freien Stelle.

Perthes-Test

Ob bei Krampfadern eine Störung des Blutabflusses im tiefen Venensystem besteht, kann der Perthes-Test zeigen: Hierbei bekommt man einen schmalen Verband um den Oberschenkel gewickelt. Während man umhergeht, beobachtet der Arzt die Füllung der oberflächlichen Venen.

Krampfadern: Behandlung – Krampfadern entfernen & Co.

Bei Krampfadern (Varizen) kann eine möglichst frühzeitige Behandlung eventuelle spätere Schäden vermeiden. Wenn größere Blutmengen die Venen jahrelang belasten, kann dies zu Komplikationen führen – zum Beispiel zu einer Venenentzündung.

Gegen Varizen stehen verschiedenen Therapie-Maßnahmen zur Verfügung. Zum einen besteht die Möglichkeit, die mit den Krampfadern einhergehende Symptome zu behandeln. Hierbei können

  • Sie selbst durch allgemeine Maßnahmen Ihre Beschwerden lindern, aber auch Krampfadern vorbeugen.
  • medizinische Maßnahmen wie Venenmittel oder Kompressionsstrümpfe gegen Ihre Krampfadern helfen.

Zum anderen kann die Therapie darin bestehen, dass Sie Ihre Krampfadern entfernen lassen:

  • Kleine Krampfadern (z.B. Besenreiser) können Sie veröden lassen.
  • Größere Krampfadern können Sie operieren lassen (durch Stripping oder Crossektomie).
  • Oder Sie lassen die Krampfadern durch Lasern oder mithilfe von elektromagnetischen Wellen von innen versiegeln (sog. endovenöse Verfahren).

Was Sie selbst tun können

Bei Krampfadern hilft neben der ärztlichen Therapie vieles, was Sie selbst tun können. Zwar können Sie durch allgemeine Maßnahmen nicht erreichen, dass bereits bestehende Varizen verschwinden. Die Eigenmaßnahmen tragen aber dazu bei, die mit den Krampfadern verbundenen Beschwerden (wie z.B. schwere Beine) deutlich zu lindern.

Eine wichtige Maßnahme gegen Krampfadern lautet: für ausreichend körperliche Bewegung sorgen! Wenn Sie sich regelmäßig bewegen, unterstützen Sie den Abfluss des Bluts in den Venen, die direkt unter der Haut liegen (sog. oberflächliche Venen). Vor allem Sportarten wie Joggen, Radfahren und Schwimmen eignen sich bei Varizen, da sie die sogenannte Muskelpumpe besonders gut anregen. Denn mit dem Wechsel zwischen An- und Entspannung besonders der Wadenmuskulatur pumpen Sie das Blut in Ihren Venen zurück zu ihrem Herzen.

Immer wieder mal die Füße hochlegen ist nicht nur gut zur Entspannung: Das regelmäßige Hochlagern der Beine entstaut auch Ihre Venen und sorgt für einen guten Abfluss Ihres Bluts. Durch Wassergüsse können Sie Ihre Durchblutung steigern und ebenfalls die Venen entstauen. Bei leichten Krampfadern sind vor allem kalte Knie- oder Schenkelgüsse zu empfehlen: Das kostet nur wenige Sekunden, sodass Sie sie leicht in die Körperhygiene eingliedern können (z.B. beim morgendlichen Duschen), und regt sowohl die Durchblutung im Bein als auch den Kreislauf allgemein an.

Venenmittel

Bei Krampfadern (Varizen) stehen zur Therapie verschiedene Venenmittel in Kapsel- oder Tablettenform auf pflanzlicher Basis zur Verfügung. Diese Mittel helfen gegen geschwollene und schwere Beine, die infolge von Krampfadern entstehen.

Venenmittel steigern die Durchblutung und sorgen dafür, dass die Gefäßwände weniger durchlässig sind. Ein Beispiel hierfür ist der aus dem japanischen Schnurbaum gewonnene Wirkstoff Troxerutin. Venenmittel mit Rosskastanienextrakten (Aescin), Rutosiden oder rotem Weinlaub (Flavonoid) erzielen eine ähnliche Wirkung.

Nehmen Sie diese Medikamente aber möglichst über einen längeren Zeitraum (mindestens mehrere Monate) ein, um die mit den Krampfadern verbundenen Beschwerden erfolgreich zu behandeln. Denn wird die Behandlung zu früh beendet, können die Beschwerden schnell zurückkehren.

Venensalben erhalten Sie in Ihrer Apotheke in unterschiedlichen Ausführungen. Diese Venenmittel enthalten meist Wirkstoffe wie Aescin, Tannin oder Heparin. Auch ätherische Öle, die man zum Beispiel aus Rosmarin, Latschenkiefer, Salbei oder Arnikablüten gewinnt, sind in Kombinationspräparaten zur Behandlung von Krampfadern erhältlich.

Venenmittel alleine reichen zur Therapie von Varizen aber nicht aus, da sie nur die Beschwerden lindern. Zusätzlich ist daher gegen Krampfadern eine Behandlung ratsam, die darauf abzielt, den venösen Blutfluss aus den erweiterten oberflächlichen Blutgefäßen in die tiefen Gefäße umzuleiten: Dies gelingt, indem Sie die Krampfadern entfernen lassen oder (z.B. mit Kompressionsstrümpfen) zusammendrücken

Verödung (Sklerosierung)

Wenn Sie Krampfadern (Varizen) entfernen lassen möchten, bietet sich zur Therapie eine Verödung (Sklerosierung) der betroffenen Venen an: Meistens kann man so vor allem retikuläre und Seitenastvarizen sowie Besenreiser erfolgreich entfernen. Weniger empfehlenswert ist es, größere Krampfadern (sog. Stammkrampfadern) zu veröden: Sie kehren nach der Verödung häufig wieder. Bei großen Krampfadern ist eine OP zur Behandlung besser geeignet.

Um Ihre Krampfadern zu veröden, spritzt der Arzt eine spezielle Flüssigkeit oder einen Schaum in die entsprechende Vene: Beides schädigt die Innenwand der Krampfadern – sie verkleben und entwickeln sich im Laufe der Zeit zu einem bindegewebsartigen Strang. Nach der Verödung der Krampfadern ist es wichtig, dass Sie sich viel bewegen, um den Blutstrom in den verbliebenen Venen anzuregen.

Operation

Bei Krampfadern (Varizen) der großen Venen (sog. Stammvenen) kann die Therapie aus einer Operation bestehen. Es stehen zwei OP-Methoden zur Verfügung, um große Krampfadern zu entfernen:

  • das Stripping
  • und die Crossektomie.

Stripping

Zum einen können Sie die Krampfadern ziehen lassen. Beim sogenannten Stripping (eng. to strip = abstreifen) zieht der Operateur mit einer Sonde die Varizen aus dem Bein heraus. Nach dem Ziehen einer großen Krampfader kann er zusätzlich kleinere Seitenäste veröden. Im Anschluss an die Operation ist es ratsam, eine Zeit lang Kompressionsstrümpfe (bzw. Stützstrümpfe) zu tragen.

Crossektomie

Zum anderen können Sie Ihre Krampfadern durch Crossektomie operieren lassen: Hierbei durchtrennt der Operateur eine Stammkrampfader (Vena saphena magna) an der sogenannten Crosse, also der Stelle, an der sie in die tiefe Beinvene (Vena femoralis) mündet. Dies verhindert den Rückstrom des Bluts. Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt. Daher eignet sich die Crossektomie auch für ältere Menschen mit großen Krampfadern, bei denen das Risiko einer Vollnarkose zu hoch ist. Nach dieser Operation ist es ebenfalls ratsam, eine Zeit lang Kompressionsstrümpfe zu tragen.

Endovenöse Verfahren

Seit einiger Zeit stehen gegen Krampfadern zur Therapie auch zwei sogenannte endovenöse Verfahren zur Verfügung. Die Behandlung beruht in beiden Fällen darauf, die Krampfadern durch Hitze von innen zu versiegeln – entweder mithilfe von Laserstrahlen (endovenöse Lasertherapie) oder durch elektromagnetische Wellen (Radiofrequenzablation):

  • Endovenöse Lasertherapie: Um die Krampfadern zu lasern, führt der Arzt zunächst einen dünnen Venenkatheter in die zu behandelnde Vene ein. Meist ist dafür nur ein kleiner Hautschnitt nötig. Der Katheter dient als Leitschiene für den circa zwei bis drei Millimeter starken Venenlaser, der anschließend in die Vene eingeführt wird. Die Laserbestrahlung erhitzt die Innenwand der Vene so stark (bis zu 700 Grad), dass sie verklebt und sich letztlich verschließt.
  • Radiofrequenzablation: Auch hier schiebt der Arzt einen Katheter in die zu behandelnde Vene vor. Der Katheter dient als Leitschiene für die elektromagnetischen Wellen, die die Vene von innen erhitzen. Die eingeführten Radiowellen erzeugen Temperaturen von bis zu 90 Grad – dadurch verklebt die Vene und verschließt sich.

Eine chirurgische Entfernung der Krampfadern ist bei dieser Behandlung nicht nötig. Im Gegensatz zu den klassischen Operationsmethoden können die endovenösen Verfahren ambulant und ohne Narkose erfolgen.

Beide endovenöse Verfahren erzielen Ergebnisse, die mit denen einer Operation von Krampfadern vergleichbar sind. Als Nebenwirkungen der Behandlung durch endovenöse Lasertherapie oder Radiofrequenzablation können Schmerzen und blaue Flecken auftreten.

Kompressionstherapie

Bei Krampfadern (Varizen) kann zur Therapie auch die Kompression (= Zusammenpressung) beitragen. Mit der Kompressionstherapie kann man die Krampfadern allerdings nicht entfernen. Die Behandlung besteht darin, die Venen mit einem Verband oder Kompressionstrumpf zusammenzudrücken – das Blut kann so schneller abfließen.

Die Kompressionstherapie erfolgt bei ausgeprägten Krampfadern als Basistherapie, wenn andere Verfahren (z.B. Verödung von Krampfadern oder OP) aus bestimmten Gründen nicht zur Behandlung der Varizen anwendbar sind.

Kompressionsstrümpfe

Bei ausgeprägten Krampfadern (Varizen) oder starken Ödemen kommen zur Therapie individuell nach Maß angefertigte Kompressionsstrümpfe (auch Stützstrümpfe genannt) zum Einsatz. Der Druck, den die eng anliegenden Kompressionsstrümpfe auf das Bein ausüben,

  • verringert die Breite der Blutgefäße und
  • beschleunigt den Abtransport des Bluts in den Venen, die an der Oberfläche liegen.

Die Kompressionsstrümpfe reichen in der Regel über das Kniegelenk bis auf die Oberschenkel. Somit besteht keine Gefahr, dass sie bei körperlicher Bewegung herunterrutschen und einzelne Gefäße (z.B. unter der Kniekehle) abschnüren.

Im Gegenteil: Die Strümpfe verstärken den Effekt der Pumpwirkung der Waden- und Fußmuskeln. Wenn Sie wegen bereits bestehender Krampfadern also Kompressionsstrümpfe tragen, tragen Sie sie am besten auch während des Spaziergangs oder beim Sport. Andernfalls können sich die Krampfadern unter Umständen sogar verschlimmern.

Krampfadern: Verlauf

Prognose

Krampfadern (Varizen) nehmen meistens einen harmlosen Verlauf. Wer frühzeitig etwas gegen die ersten bläulich schimmernden Adern unternimmt, kann mit einer guten Prognose rechnen und oft ein Krampfaderleiden vermeiden. Unbehandelt neigen Krampfadern im Lauf der Zeit dazu, weiter fortzuschreiten und ab einem gewissen Stadium deutliche Beschwerden auszulösen – etwa schwere Beine.

Aber selbst dann ist die Prognose noch günstig, wenn man die für die Beschwerden verantwortlichen Krampfadern behandelt und beseitigt:

  • Wer große, oberflächliche Krampfadern (sog. Stammkrampfadern) operativ entfernen lässt, kann mit guten Erfolgen rechnen: Etwa 95 Prozent der Menschen, die ihre Krampfadern operieren lassen, bleiben in den ersten 5 Jahre nach der Operation beschwerdefrei; nach 10 Jahren sind es immer noch etwa 90 Prozent.
  • Auch die bei kleineren Krampfadern geeignete Verödungstherapie hat eine gute Prognose: Nach 5 Jahren sind etwa 90 Prozent der Behandelten weiterhin frei von Varizen, nach 10 Jahren noch 80 Prozent.

Komplikationen

Unbehandelt können Krampfadern (Varizen) im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein:

  • In einem späteren Stadium neigen Krampfadern dazu, sich stark auszudehnen. Aufgrund Ihrer dünnen Wand besteht das Risiko, dass sie platzen und es zu stärkeren Blutungen kommt.
  • Das Blut in den Krampfadern kann im Lauf der Zeit gerinnen und verklumpen. Es bilden sich Blutgerinnsel (Thromben), die die oberflächlichen Venen verstopfen (Thrombose).
  • Der Rückstau des Bluts erhöht den Druck in den Krampfadern. Dies kann besonders die Haut an den Unterschenkeln schädigen. Mögliche Folgen sind: dunkle Verfärbungen der Haut, Entzündungen und entzündungsartige Hautveränderungen mit starkem Juckreiz. Außerdem kann sich Gewebswasser in den Beinen ansammeln (sog. Ödeme). Ödeme treten als starke Schwellungen in Erscheinung.
  • Verläuft das Venenleiden schwer, kann Gewebe absterben und es können sich Geschwüre bilden. Der Grund: Das in Krampfadern angestaute Blut verhindert, dass das Gewebe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist. Dies führt – in Verbindung mit dem hohen Druck – in schweren Fällen dazu, dass Gewebe abstirbt und Beingeschwüre (Ulcera cruris) entstehen, die man auch als offene Beine bezeichnet.
  • Krampfadern können Entzündungen in den Venen (Varikophlebitis) auslösen. Breitet sich eine Venenentzündung in tiefer gelegenen Venen aus, können Blutgerinnsel die tiefen Venen verschließen (sog. tiefe Beinvenen-Thrombose). Reißt der Blutstrom diese Gerinnsel mit, können sie in die Lunge gelangen und dort kleinere und größere Blutgefäße verstopfen (sog. Lungenembolie).
  • Bei Krampfadern der tiefer liegenden Venen kann das größere Blutvolumen die Wand der Venen dauerhaft belasten. Im weiteren Verlauf verhärtet sich die Venenwand (sog. Phlebosklerose). Die Folge: Die Venen verlieren die Fähigkeit, kleinere Blutgerinnsel aufzulösen, wodurch das Risiko für eine Thrombose in den tieferen Beinvenen steigt. Auch die Venenklappen können verhärten: Sie vernarben, verkleinern sich und verlieren ihre Funktionsfähigkeit – Ödeme und Beingeschwüre können sich entwickeln.

Krampfadern: Vorbeugen

Krampfadern (Varizen) können Sie vorbeugen! Auch wenn die Ursache meist in einer angeborenen Schwäche des Bindegewebes liegt, müssen Krampfadern nicht zu einem Krampfaderleiden (Varikose) führen. Um zu verhindern, dass Krampfadern entstehen oder sich bestehende Krampfadern verschlimmern, sind viele verschiedene Maßnahmen geeignet:

Was Sie im Beruf und Alltag tun können

Möchten Sie Krampfadern frühzeitig vorbeugen, gibt es einiges, was Sie im Beruf und Alltag tun können. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich regelmäßig bewegen und Übergewicht vermeiden: So sorgen Sie dafür, dass das Blut aus den Venen gut abfließt. Dies gilt besonders, wenn Sie aus beruflichen Gründen viel sitzen oder stehen: Achten Sie dann in Ihrer Freizeit auf ausreichend Bewegung. Denn Varizen entstehen häufig, wenn körperliche Aktivität zu kurz kommt. Allgemein gilt der Grundsatz: Viel laufen und gehen, wenig sitzen und stehen. Also zum Beispiel lieber die Treppe steigen als den Aufzug benutzen!

Legen Sie ruhig zwischendurch auch mal Ihre Beine hoch oder verwöhnen Sie sich mit einem kalten Fußbad: Auch damit unterstützen Sie Ihr Venensystem und stärken gleichzeitig Ihren Kreislauf. Krampfadern vorbeugen bedeutet außerdem: lockere Kleidung tragen. Denn einschnürende Kleidungsstücke können Venen an einzelnen Stellen (Kniekehlen, Knöchel) abdrücken. Dadurch behindern sie den Blutfluss und erhöhen das Risiko für Varizen.

Krampfadern: Ein Geschäftsmann steigt eine Treppe hinauf. © Jupiterimages/Comstock Images

Benutzen Sie lieber die Treppe anstatt den Aufzug!

Treiben Sie Sport

Wenn Sie Krampfadern (Varizen) vorbeugen möchten, gilt vor allem: Treiben Sie Sport! Denn wer regelmäßig in die Pedalen seines Fahrrads tritt oder Joggen geht, beugt Venenerweiterungen vor, verhindert ihr Fortschreiten und lindert bereits bestehende Beschwerden.

Vor allem die richtige Art der körperlichen Aktivität kann Krampfadern vorbeugen. Besonders geeignet sind Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Inlineskaten. Auch durch lange Spaziergänge, Wandern, Tanzen, Aerobic oder Jazzdance fördern Sie ihre Durchblutung und unternehmen etwas gegen Varizen. Der Grund: Bei diesen Bewegungen aktivieren Sie Ihre Waden- und Fußmuskeln und unterstützen so den Abfluss des Bluts in den Beinvenen durch die sogenannte Muskelpumpe.

Fordern Sie Ihre Muskeln möglichst über einen längeren Zeitraum hinweg. Wer Krampfadern vorbeugen will, muss beim Sport keine Höchstleistungen vollbringen – entscheidend ist Regelmäßigkeit: Sie müssen die Muskelpumpen immer wieder neu aktivieren, um ihre Wirkung zu entfalten. Regelmäßige Bewegung führt darüber hinaus zu einem Trainingseffekt für die Muskulatur. Die Muskeln wachsen und erhöhen damit den Druck auf die Venendurchblutung. Kleinste Veränderungen wirken sich im Kampf gegen Varizen schon positiv aus.

Krampfadern: Frau fährt Inliner. © Jupiterimages/iStockphoto

Beliebt und gesund: Inlineskating

Beachten Sie aber bei einer bestehenden Venenerkrankung, dass sich nicht alle Sportarten günstig auf Krampfadern auswirken. Vor allem wenn Sie beim Sport kurze schnelle Bewegungen ausführen und dann wieder stehen müssen (wie z.B. bei Tennis oder Badminton), fördern Sie den Blutstrom in den Venen nicht dauerhaft: Die verstärkte Aktivität regt den Kreislauf und die Durchblutung an, sodass ein erhöhter Blutfluss entsteht. Bleibt die Pumpwirkung der Wadenmuskeln in den Stehpausen plötzlich aus, versackt das Blut in den vorgeschädigten Venen und dehnt diese weiter aus. Darüber hinaus erhöhen bestimmte Übungen beim Kraftsport den Druck im Bauchraum übermäßig (sog. Bauchpresse), was den Strom des Bluts in den Venen zum Herzen zeitweilig behindert.

Sprechen Sie deswegen vorher mit Ihrem Arzt, wenn Sie gerne Sportarten wie Tennis, Badminton oder Krafttraining ausüben möchten: Er kann Sie persönlich beraten und mit Ihnen abklären, welcher Sport für Sie sinnvoll ist – vor allem, wenn Sie schon vereinzelt Krampfadern haben.

günstige Sportarten ungünstige Sportarten
Radfahren Tennis
Joggen Badminton
Walken Kraftsport
Inlineskaten  
Schwimmen  
Spazierengehen  
Wandern  
Tanzen  
Aerobic  
Jazzdance

Venengymnastik

Eine weitere Methode, mit der Sie Krampfadern (Varizen) vorbeugen können, ist Venengymnastik. Verhindert schlechtes Wetter einen Spaziergang, zum Beispiel während der Mittagspause, können Sie mit gezielten Übungen ihren Blutfluss in den Venen in Gang bringen.

Die folgenden Übungen gegen Krampfadern können Sie problemlos lernen und auch zwischendurch neben Schreibtisch und Bürostuhl ausführen:

  • Auf-der-Stelle-Gehen
  • Abrollen der Füße von den Fersen in den Zehenstand und zurück
  • abwechselndes Gehen auf den Fersen und dem Fußballen
  • Greifen und Hochheben von leichten Gegenständen (z.B. Taschentuch, Stift) mit den Zehen
  • Kniebeugen (soweit die Kniegelenke es zulassen)

Auch in der Rückenlage, etwa abends vor dem Schlafen, können Sie mit Übungen Ihre Venen unterstützen, um Venenleiden wie Varizen zu verhindern, zum Beispiel:

  • Radfahrbewegungen mit einem Bein im Wechsel
  • wiederholte leichte Tretbewegungen gegen das Fußende des Betts
  • rhythmisches Beugen und Strecken der Zehen

Eine weitere vorbeugende Übung gegen Krampfadern besteht darin, die Zehen bei hoch gelagerten Beinen gegen das Fußende zu stemmen, das Gesäß anzuheben und mehrere Sekunden anzuspannen. Dabei ist es wichtig, in kleinen Zügen weiter zu atmen. Wiederholen Sie diese Übung nach einer kurzen Verschnaufpause noch zwei Mal.

Krampfadern: Das Bild zeigt nackte Frauenbeine. © Jupiterimages/iStockphoto

Gezielte Übungen halten die Venen fit!

Stützstrümpfe

Auch bei schon bestehenden Krampfadern (Varizen) ist Vorbeugen wichtig: Wenn Sie schon ausgeprägte Krampfadern oder starke Ödeme haben, können Sie durch regelmäßiges Tragen nach Maß angefertigter Stützstrümpfe (Kompressionsstrümpfe) verhindern, dass das Krampfaderleiden fortschreitet. Die Stützstrümpfe bekommen Sie vom Arzt verschrieben. Sie verstärken die Pumpwirkung der Waden- und Fußmuskeln. Daher ist es wichtig, dass Sie die Stützstrümpfe auch beim Spazierengehen und beim Sport tragen. Tun Sie dies nicht, riskieren Sie, dass sich Ihre Krampfadern eventuell verschlimmern.

Wassergüsse

Einem Krampfaderleiden können Sie bei schon bestehenden Krampfadern (Varizen) auch durch Wassergüsse vorbeugen: So steigern Sie Ihre Durchblutung und entstauen die Venen. Bei leichten Krampfadern sind vor allem kalte Knie- oder Schenkelgüsse empfehlenswert. Sie dauern nur wenige Sekunden, weshalb Sie sie leicht in Ihre Körperhygiene eingliedern können (z.B. beim morgendlichen Duschen), und regen sowohl die Durchblutung im Bein als auch Ihren Kreislauf allgemein an.

Auch mit dem Wassertreten nach Kneipp können Sie Krampfadern vorbeugen – diese Methode ist allerdings etwas zeitaufwendiger als Wassergüsse. Beim Wassertreten tritt man im Storchenschritt eine Minute lang durch ein Becken, das kniehoch mit 15 bis 20 Grad kaltem Wasser gefüllt ist.

Eine besondere Form des Wassertretens ist das Tautreten, bei dem man morgens barfuß durch taunasse Wiesen läuft.

Krampfadern: Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Krampfadern (Varizen)":

Onmeda-Lesetipps:

Arzneimittelinformationen zu Venenerkrankungen
Forum Venenprobleme (expertenbetreut)

Linktipps:

Deutsche Venen-Liga e.V.
Rat und Hilfe bei Krampfadern und eine gebührenfreie Venen-Hotline

Quellen:

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie: www.phlebology.de (Abrufdatum: 25.4.2017)

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Stand: 27. April 2017

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