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Krampfadern (Varizen)

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (19. August 2013)

Krampfadern (Varizen) betreffen fast jeden: Bei etwa 90 Prozent aller Deutschen verändern sich im Laufe des Lebens manche Venen – sie erweitern sich leicht oder können knotenförmig sein und sich zu einem Venenleiden entwickeln.

Meistens haben Krampfadern ihre Ursachen in einer angeborenen Schwäche des Bindegewebes, die zu einer Funktionsstörung der Venenklappen führt (sog. primäres Krampfaderleiden): Funktionieren die Venenklappen nicht richtig, kann sich gerade nach längerem Stehen oder Sitzen (z.B. im Büro) Blut vor allem in den Beinen stauen. Die Folge: Im Laufe der Zeit entwickeln sich die Venen zu Varizen. Begünstigend auf die Entwicklung von Krampfadern wirken sich die Schwangerschaft, Bewegungsmangel, Übergewicht und "Stehberufe" aus.

Seltener führen erworbene Abflussbehinderungen des Bluts in tiefere Venen zu Varizen (sog. sekundäres Krampfaderleiden). So kann zum Beispiel ein Blutgerinnsel (Thrombose) oder ein Tumor das Blut beim Abfließen behindern und Krampfadern verursachen.

Man sieht ein Bein mit Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium (Varikose).

Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium (Varikose)

Die bläulich schimmernden Krampfadern entstehen überwiegend in den Beinen. Als erstes Anzeichen für sich entwickelnde Varizen erscheinen häufig kleine, bläulich gefärbte Besenreiser unter der Haut. Da sie auf eine Venenschwäche hinweisen können, ist es ratsam, sie ärztlich abklären zu lassen.

Ein fortgeschrittenes Krampfaderleiden bezeichnet man als Varikose. In dem Stadium verursachen die Krampfadern verschiedene Symptome: Die Beine fühlen sich schwer an, sind oftmals geschwollen und können jucken; der nächtliche Schlaf kann durch Wadenkrämpfe gestört sein. Auch die Haut kann sich zunehmend verfärben.

Je nachdem, wie fortgeschritten die Krampfadern sind, bieten sich zur Behandlung verschiedene Maßnahmen an:

  • Um die mit den Krampfadern einhergehenden Beschwerden zu lindern, sind folgende Mittel geeignet:
    • Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände: Sie drücken die Venen zusammen und fördern den Abfluss des Bluts.
    • Venenmittel: Sie können dabei helfen, die Gefäßwände zu stabilisieren, die Durchblutung zu verbessern und Entzündungen zu lindern.
  • Um Thrombose, Venenentzündungen oder andere mögliche Komplikationen von Varizen zu verhindern, ist es ratsam, weit fortgeschrittene Krampfadern entfernen zu lassen:
    • Kleine Krampfadern (z.B. Besenreiser) kann man veröden lassen.
    • Größere Krampfadern kann der Arzt durch eine Operation entfernen (man kann z.B. Krampfadern ziehen lassen).

Jeder kann aber auch selbst etwas gegen Krampfadern tun: Wer sich regelmäßig bewegt und Übergewicht vermeidet, fördert den Abfluss in den Venen und verhindert, dass das Venenleiden weiter fortschreitet. Außerdem kann man so neuen Krampfadern vorbeugen. Ebenfalls sehr hilfreich gegen Varizen sind kalte Wassergüsse: Sie beschleunigen den Blutfluss in den Venen und regen den ganzen Kreislauf an.

Krampfadern: Video






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