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Krätze (Skabies)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Januar 2014)

Krätze (Skabies) ist eine durch Milben ausgelöste, ansteckende Hautkrankheit. Die Übertragung der Krätzmilben erfolgt durch engen Hautkontakt, insbesondere beim Geschlechtsverkehr. Daher gilt die Krätze als sexuell übertragbare Krankheit. Aber auch durch engen Kontakt wie er etwa in der Familie oder in Altersheimen vorkommt, kann Krätze weitergegeben werden.

Die für die Krätze verantwortliche Milbe Sarcoptes scabiei zählt zu den Parasiten. Die Skabies-Symptome sind überwiegend auf die weiblichen Krätzmilben zurückzuführen: Die Weibchen bevorzugen Körperstellen mit dünner Hornschicht, in die sie jeden Tag millimeterlange Gänge bohren. In diesen Milbengängen legen sie ihre Eier ab, aus denen nach drei bis fünf Tagen die Larven schlüpfen und sich innerhalb von drei Wochen zu geschlechtsreifen Krätzmilben umwandeln. Die kleinere männliche Krätzmilbe lebt nur auf der Oberfläche der Haut und hat eine kürzere Lebensdauer.

Bei Krätze zeigen sich typischerweise Symptome wie Knötchen beziehungsweise Papeln auf einer von Kratzspuren überzogenen, schuppig-krustigen Haut. Außerdem ist die Hautkrankheit mit einem ausgesprochen starken, vor allem nachts auftretenden Juckreiz verbunden.

Das Bild zeigt die Krätze an einem Finger.

Die für Krätze typischen Symptome treten hauptsächlich an Körperstellen mit dünner Hornschicht auf. © Neufried/OKAPIA

Die für Skabies typischen Hautveränderungen finden sich vor allem an den Handgelenken, den Fingerzwischenräumen, in der Nabelregion, im Brust- und Achselbereich und in der Genitalregion. An Gesicht, Handflächen und Fußsohlen führt die Krätze nur bei kleinen Kindern zu Hautveränderungen.

Bei Krätze lässt sich die Diagnose anhand des Erscheinungsbilds der Haut und über einen mikroskopischen Nachweis der Krätzmilben sicherstellen. Es stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, mit denen man die Krätzmilben wirksam abtöten kann. Die Behandlung kann dabei sowohl durch auf die Haut aufzutragende Mittel als auch über eine Einnahme von Medikamenten erfolgen.

Um bei Krätze eine erneute Ansteckung zu verhindern, ist es wichtig, immer auch das enge Umfeld (Familie, Wohngemeinschaft, Lebenspartner) gegen den Parasiten zu behandeln – dies gilt auch für Menschen, die zum Zeitpunkt der Therapie noch keine Anzeichen für einen Milbenbefall zeigen.






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