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Krätze (Scabies)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Februar 2015)

Krätze (Scabies) ist eine durch Milben ausgelöste, ansteckende Hautkrankheit. Die Übertragung der Krätzmilben erfolgt durch engen Hautkontakt, insbesondere beim Geschlechtsverkehr. Daher gilt die Krätze als sexuell übertragbare Krankheit. Aber auch durch engen Kontakt, wie er etwa in der Familie oder in Pflegeheimen vorkommt, kann Krätze weitergegeben werden.

Die für die Krätze verantwortliche Milbe Sarcoptes scabiei zählt zu den Parasiten. Die Scabies-Symptome sind überwiegend auf die weiblichen Krätzmilben zurückzuführen: Die Weibchen bevorzugen Körperstellen mit dünner Hornschicht, in die sie jeden Tag millimeterlange Gänge bohren. In diesen Milbengängen legen sie ihre Eier ab, aus denen nach zwei bis vier Tagen die Larven schlüpfen und sich innerhalb von zwei bis drei Wochen zu geschlechtsreifen Krätzmilben umwandeln. Die kleinere, männliche Krätzmilbe lebt nur auf der Oberfläche der Haut und hat eine kürzere Lebensdauer.

Bei Krätze zeigen sich typischerweise Symptome wie Knötchen beziehungsweise Papeln auf einer von Kratzspuren überzogenen, schuppig-krustigen Haut. Manchmal sind auch die häufig nur wenige Millimeter langen Milbengänge unter der Haut sichtbar. Außerdem ist die Hautkrankheit mit einem ausgesprochen starken, vor allem nachts auftretenden Juckreiz verbunden.
Das Bild zeigt die Krätze an einem Finger.

Die für Krätze typischen Symptome treten hauptsächlich an Körperstellen mit dünner Hornschicht auf. © Neufried/OKAPIA

Die für Scabies typischen Hautveränderungen finden sich vor allem:

  • an den Handgelenken,
  • in den Finger- und Zehenzwischenräumen,
  • in der Nabelregion,
  • im Brust- und Achselbereich und
  • in der Genitalregion.

An Gesicht, Handflächen und Fußsohlen führt die Krätze meist nur bei kleinen Kindern zu Hautveränderungen.

Bei Krätze lässt sich die Diagnose anhand des Erscheinungsbilds der Haut und über einen mikroskopischen Nachweis der Krätzmilben aus einer Hautprobe sicherstellen. Es stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, mit denen man die Krätzmilben wirksam abtöten kann. Die Behandlung kann dabei sowohl durch Mittel erfolgen, die man auf die Haut aufträgt (lokale Behandlung) als auch über eine Einnahme von Medikamenten (systemische Behandlung).

Um bei Krätze eine erneute Ansteckung zu verhindern, ist es wichtig, immer auch das enge Umfeld (Familie, Wohngemeinschaft, Lebenspartner, etc.) gegen den Parasiten zu behandeln. Das gilt auch für Menschen, die zum Zeitpunkt der Therapie noch keine Anzeichen für einen Milbenbefall zeigen.



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