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Klaustrophobie

Stand: 21. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn Enge Angst macht: Menschen mit einer Klaustrophobie können den Aufenthalt in engen, geschlossenen oder überfüllten Räumen nicht oder nur schwer ertragen. Ob Fahrstuhl, Sonnenbank, ein voller Kinosaal oder die U-Bahn – es gibt viele Situationen, die bei Klaustrophobie zum Albtraum werden können. Die gute Nachricht: Eine Klaustrophobie kann man mit professioneller Hilfe gut in den Griff bekommen!

16 Stockwerke sind zu bewältigen – und das mit zwei schweren Einkaufstüten: Ein Fahrstuhl ist für die meisten Menschen in dieser Situation eine große Hilfe. Schließlich ersparen sie sich jede Menge Treppenstufen und die Einkäufe trägt der Lift gleich mit. Ein Fahrstuhl ist bequem.

Ganz anders denkt ein Mensch, der an Klaustrophobie leidet. Im Hinblick auf eine bevorstehende Fahrt mit dem Fahrstuhl verspürt er große Angst. In seinem Kopf kreisen Gedanken wie:

  • "Ich werde ersticken oder ohnmächtig werden."
  • "Der Fahrstuhl wird steckenbleiben und keiner wird mir helfen."
  • "Ich kann im Notfall nicht flüchten und bin ausgeliefert."
Ein Mann im Fahrstuhl schlägt vor Angst die Hände über dem Kopf zusammen.
Ob Fahrstuhl …

Die Angst im Rahmen einer Klaustrophobie kann mit diversen körperlichen Symptomen verbunden sein, so zum Beispiel mit Schweißausbrüchen, Zittern oder Herzrasen. Ist die Angst zu groß, wird der Klaustrophobiker beispielsweise das Treppenhaus vorziehen und den Fahrstuhl meiden.

Die Angst vor dem Fahrstuhl ist nur ein Beispiel für eine typische Situation, die einem Klaustrophobiker Angst macht. Geschlossene, enge Räume sind das Problem – und manchmal auch größere Räume, die sehr überfüllt sind, sodass man sich eingeengt fühlt. Manche Menschen mit Klaustrophobie haben nur Angst vor ganz bestimmten Situationen wie zum Beispiel Fahrstuhlfahren, andere fürchten sich vor sämtlichen engen Räumlichkeiten.

Eine Sonnenbank.
… oder Sonnenbank: Menschen mit Klaustrophobie haben Angst vor engen Räumen.

Nicht jeder, der an Klaustrophobie leidet, muss unbedingt in Behandlung. Einige Menschen mit Klaustrophobie sind jedoch so sehr in ihrem Alltag eingeschränkt, dass eine Therapie notwendig ist. Insbesondere die Verhaltenstherapie hat sich bei der Behandlung von Klaustrophobie bewährt: Dabei lernt der Betroffene gezielt, sich der Situation auszusetzen und die Angst auszuhalten – so lange, bis die Angst nachlässt.

Vorbeugen kann man einer Klaustrophobie nicht – jedoch sollten Sie sich nicht scheuen, bei ersten möglichen Anzeichen professionelle Hilfe aufzusuchen.

Je früher eine Klaustrophobie behandelt wird, desto höher ist die Chance, diese schnell wieder loszuwerden.

Weiterlesen: Klaustrophobie: Definition

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