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Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion)Stand: 27. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Wenn die Nebenschilddrüse (Parathyroidea) das Nebenschilddrüsenhormon Parathormon in zu geringer Menge oder gar nicht mehr herstellt, liegt ein Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenunterfunktion) vor. Die Folgen sind gesenkte Kalziumwerte (Hypokalzämie) und erhöhte Phosphatwerte (Hyperphosphatämie) im Blut. Die häufigste Ursache der Nebenschilddrüsenunterfunktion ist eine Schilddrüsenoperation. Ein solcher postoperativer Hypoparathyreoidismus ist wegen der räumlichen Nähe zwischen Schilddrüse und Nebenschilddrüse so häufig: Eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse kann schon durch eine geringe Störung ihrer Gefäßversorgung entstehen. Seltenerer Auslöser eines Hypoparathyreoidismus ist beispielsweise eine Bestrahlung des Halses oder ein erblich bedingtes Fehlen (bzw. eine Unterentwicklung) der Nebenschilddrüse. Für die beim Hypoparathyreoidismus typischen Symptome ist der durch den Parathormonmangel bedingte Kalziummangel verantwortlich: Es treten Krämpfe (Tetanie) auf – vorwiegend an der Muskulatur von Gesicht, Armen und Beinen. Je nachdem, welche Muskeln krampfen, können typische Hand- und Fußstellungen (sog. Pfötchenstellung und Spitzfußstellung), Durchfall, vermehrter Harndrang oder Atemnot die Folgen sein. Bei einer länger bestehenden Nebenschilddrüsenunterfunktion können sich zusätzlich zum Beispiel epileptische Anfälle und ein grauer Star entwickeln. All diese Auswirkungen eines Hypoparathyreoidismus kann eine sorgfältige Therapie jedoch erfolgreich beheben. Die Behandlung besteht vor allem darin, Vitamin D und Kalzium in einer sorgfältig eingestellten Menge einzunehmen, um den Kalziummangel auszugleichen und gleichzeitig den erhöhten Phosphatspiegel auf normale Werte zu senken. Wer diese Medikamente regelmäßig einnimmt, kann mit einer günstigen Prognose rechnen: Komplikationen infolge einer Nebenschilddrüsenunterfunktion sind praktisch immer auf eine nicht optimale Behandlung zurückzuführen. Dabei ist es allerdings auch wichtig, eine Überdosierung der Medikamente zu vermeiden: Wenn dadurch der Kalziumspiegel zu sehr steigt, erhöht sich das Risiko für ein sogenanntes Hyperkalzämie-Syndrom bis hin zu einem hyperkalzämischen Koma. Deswegen erhalten Menschen mit einer Unterfunktion der Nebenschilddrüse immer einen Notfallausweis. Weiterlesen: Hypoparathyreoidismus (Nebenschilddrüsen-unterfunktion) : Definition Das könnte Sie auch interessieren
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