Hyperlipidämie Typ III: Fettstoffwechselstörung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. April 2015)

Bei einer Fettstoffwechselstörung ist die Konzentration eines oder mehrerer Blutfettbestandteile verändert. Das bedeutet, dass eine Hyperlipidämie ein Symptom einer Fettstoffwechselstörung ist. Im täglichen Sprachgebrauch werden die beiden Begriffe aber häufig gleichgesetzt.

Es können entweder die Triglyceride, das Cholesterin oder beide Blutfette erhöht sein:

  • Hypertriglyceridämie: Triglyceride > 150 mg/dl
  • Hypercholesterinämie: Cholesterin > 200 mg/dl
  • kombinierte Hyperlipidämie: sowohl Triglyceride als auch Cholesterin sind erhöht

In den westlichen Industrienationen haben mehr als die Hälfte der Menschen über 40 Jahre eine Fettstoffwechselstörung. Das liegt wesentlich an der Ernährung und dem Lebensstil mit wenig Bewegung.

Es gibt hinsichtlich ihrer Entstehung (Ätiologie) drei Gruppen und zudem Mischformen von Fettstoffwechselstörungen:

  1. Fettstoffwechselstörung infolge einer Stoffwechselüberlastung: z.B. nach hohem Alkoholkonsum oder bei ungesunder Ernährung (viele Kalorien, viel Zucker)
  2. Fettstoffwechselstörung infolge einer erblichen Veranlagung (primäre, hereditäre, familiäre Fettstoffwechselstörung): z.B. Hyperlipidämie Typ III (bzw. Hyperlipoproteinämie Typ III)
  3. Fettstoffwechselstörung infolge anderer Grunderkrankungen: z.B. bei Diabetes mellitus, chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen
  4. Mischformen aus 1, 2 und 3.

Manchmal tritt eine Fettstoffwechselstörung auch während einer Schwangerschaft auf oder wenn man bestimmte Medikamente einnimmt. Zu den Medikamenten, die eine Fettstoffwechselstörung begünstigen können, zählen unter anderem:

Eine Fettstoffwechselstörung tritt häufig in Verbindung mit anderen Stoffwechselerkrankungen auf. Das metabolische Syndrom ist zum Beispiel gekennzeichnet durch

  • eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Triglyceride erhöht und das "gute" HDL-Cholesterin vermindert sind,
  • starkes Übergewicht (Adipositas), Fettverteilung vor allem am Bauch,
  • einen gestörten Zuckerstoffwechsel (Insulinresistenz) und
  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie).

Warum ist eine Fettstoffwechselstörung problematisch? Wenn das Blut zu viele Fettbestandteile enthält, steigt das Risiko für Arteriosklerose ("Arterienverkalkung") und die damit verbundenen Folgeerkrankungen wie:

Deshalb ist es wichtig, eine Fettstoffwechselstörung möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.


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