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Hyperhidrose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Dezember 2015)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Hyperhidrose ist der medizinische Fachbegriff für übermäßiges Schwitzen. Die vermehrte Schweißproduktion bei einer Hyperhidrose kann entweder bestimmte Körperteile oder auch den gesamten Körper betreffen.

Schwitzen ist eine wichtige Körperfunktion, denn es beugt einer Überhitzung des Organismus vor. Je nach körperlicher Belastung ist die Schweißmenge pro Tag unterschiedlich – und auch von Person zu Person variiert sie. Unter schwerer körperlicher Arbeit produziert der menschliche Körper mehrere Liter Schweiß. Bei einer Hyperhidrose ist die Schweißproduktion über die normale Wärmeregulation hinaus gesteigert – die Folge ist starkes, übermäßiges Schwitzen.

Mediziner teilen die Hyperhidrose nach verschiedenen Gesichtspunkten ein:

Ist der gesamte Körper betroffen, dann spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose. Sind nur bestimmte Bereiche des Körpers betroffen – zum Beispiel die Haut unter den Achselhöhlen oder an den Händen und Füßen – dann liegt eine lokale Hyperhidrose vor.

Eine andere Einteilung bezieht die Ursachen der Hyperhidrose mit ein. Ist übermäßiges Schwitzen auf Grunderkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion) zurückzuführen, liegt eine sogenannte sekundäre Hyperhidrose vor. Sind keine zugrundeliegenden Erkrankungen oder Störungen vorhanden, bezeichnet man die Hyperhidrose als primär oder essentiell. Die essentielle Hyperhidrose betrifft vor allem die Hände, Füße und Achseln. Oft tritt die Hyperhidrose auf, wenn die Betroffenen Angst haben oder Schmerzen oder psychischem Stress ausgesetzt sind.

Häufig nehmen Betroffene starkes, übermäßiges Schwitzen nicht als Krankheit wahr und finden sich mit der Hyperhidrose ab – obwohl sie darunter leiden und sich im sozialen Leben eingeschränkt fühlen.

Es gibt verschiedene Methoden, um eine Hyperhidrose zu behandeln. Sie reichen von Injektionen mit Botulinumtoxin über äußerlich angewendete Wirkstoffe (Antitranspirantien) und Medikamente zum Einnehmen bis hin zu chirurgischen Eingriffen. Besonders bei der sekundären Hyperhidrose ist die Behandlung der Grunderkrankung wichtig, die für das übermäßige Schwitzen verantwortlich ist.



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