Hornhautgeschwür

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. Februar 2016)

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Ein Hornhautgeschwür (Ulcus corneae) verursacht meist deutliche Symptome: Typisch ist ein rotes, tränendes Auge, das weh tut, empfindlich auf Licht reagiert, nicht mehr so gut sieht und sich anfühlt, als sei ein Fremdkörper eingedrungen. Bei diesen Anzeichen gilt: ab zum Augenarzt oder in eine Augenklinik!

Bei einem Hornhautgeschwür ist die Hornhaut (Cornea) am Auge geschädigt. Da das Geschwür Unregelmäßigkeiten in der Hornhautoberfläche verursacht und die Hornhaut als Teil des optischen Systems eine wichtige Rolle für das Sehen spielt, ist das Sehvermögen dabei massiv gestört.

Als Ursache für ein Hornhautgeschwür kommen verschiedene Krankheitserreger infrage. Die meisten Hornhautgeschwüre entstehen durch Bakterien; daneben können auch Pilze, Viren oder bestimmte Einzeller (Akanthamöben) zu einem Ulcus corneae führen.

Damit ein Erreger die Hornhaut infizieren kann und nachfolgend ein Hornhautgeschwür entsteht, müssen jedoch einige begünstigende Faktoren hinzukommen, zum Beispiel:

Ein Hornhautgeschwür ist eine grundsätzlich ernst zu nehmende Augenerkrankung: Je nachdem, wodurch es entstanden ist, kann sich der Zustand des Auges schnell deutlich verschlechtern – beim rasch fortschreitenden Hornhautulkus (bzw. Ulcus serpens corneae) manchmal innerhalb von Stunden.

Im schlimmsten Fall hat das Hornhautgeschwür Löcher in der Hornhaut und eine Eröffnung des Augapfels zur Folge; das betroffene Auge kann erblinden. Darum ist eine schnelle Behandlung wichtig: Entsprechend seinem häufigsten Auslöser kommen gegen ein Ulcus corneae meist Antibiotika zum Einsatz.

Außerdem ist es wichtig, die Faktoren auszuschalten, die das Hornhautgeschwür begünstigt haben. Dies ist auch die wirksamste Maßnahme, um die Geschwürbildung zu verhindern: So ist es beispielsweise ratsam, Keimansammlungen im Auge zu vermeiden, die durch verstopfte Tränenwege oder durch weiche Kontaktlinsen entstehen können.

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Gerade Kontaktlinsenträger, die ihre Linsen nicht ausreichend pflegen und zu lange tragen, haben ein hohes Risiko, ein Hornhautgeschwür zu entwickeln.


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