Anzeige

Anzeige

Hohlfuß: Das Gegenteil vom Plattfuß

Veröffentlicht von: Till von Bracht (09. Februar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Hohlfuß bildet vom äußeren Erscheinungsbild her gewissermaßen das Gegenstück zum Plattfuß: Das Längsgewölbe des Fußes ist beim Hohlfuß stark überhöht. Diese Fußfehlstellung kann schon bei neugeborenen Kindern vorliegen oder erst im Lauf des Lebens entstehen.

Der Hohlfuß wird fachsprachlich auch als Pes cavus oder Pes excavatus bezeichnet. Er tritt in zwei Formen auf:

  • Beim häufigen Ballenhohlfuß liegt die Körperlast infolge der Fußfehlbildung stärker auf dem Ballen,
  • beim selteneren Hackenhohlfuß auf der Ferse.

Die meisten durch einen Hohlfuß ausgelösten Beschwerden gehen vom Vorfuß aus: Das überhöhte Längsgewölbe belastet typischerweise den Fußballen sehr stark, wodurch häufig Druckstellen mit Schmerzen entstehen. Oft sind beim Hohlfuß auch Krallen- oder Klauenstellungen der Zehen zu beobachten; außerdem können sich Hühneraugen ausbilden.

Für einen Hohlfuß kommen verschiedene Ursachen infrage. Meist entsteht er dadurch, dass die kleine Fußmuskulatur geschwächt oder gelähmt ist. Ausgeprägtere Hohlfüße, die sich erst im Erwachsenenalter entwickeln und deren Formänderung (Deformation) fortschreitend zunimmt, stehen oft mit einer die Nerven betreffenden Grunderkrankung (z.B. die amyotrophe Lateralsklerose oder die Friedreich-Ataxie) in Zusammenhang. Ist der Auslöser der Fußformänderung unklar, liegt ein sogenannter idiopathischer Hohlfuß vor (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).

Häufig ist ein Hohlfuß schon vor der körperlichen Untersuchung mit bloßem Auge zu erkennen; mit größerer Sicherheit kann der Arzt die Fehlstellung am Fußabdruck diagnostizieren. Wie stark der Hohlfuß ausgeprägt ist, zeigt sich auf Röntgenaufnahmen des Fußes von der Seite und von oben.

Die gegen den Hohlfuß eingesetzte Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Fußdeformation. Die konservative (d.h. nicht-operative) Hohlfuß-Behandlung besteht aus orthopädischen Einlagen (Stufeneinlagen) und Nachtschienen. Außerdem ist bei einem Hohlfuß Gymnastik geeignet: Entsprechende Übungen können die orthopädische Behandlung unterstützen. Erfolgen diese Maßnahmen rechtzeitig, beeinflussen sie den Verlauf oft positiv. Wenn die konservativen Maßnahmen nicht ausreichen, die Fußdeformation stark ausgeprägt ist oder starke Schmerzen bereitet, besteht die Möglichkeit, den Hohlfuß in einer Operation zu korrigieren.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie auf fußgerechtes Schuhwerk achten! Tragen Sie möglichst selten Absätze und stärken Sie Ihre Fußmuskulatur durch häufiges Barfußlaufen.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige