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Hodenhochstand (Maldescensus testis)ForumMännergesundheit
Forenexperte: Dr. Thomas Kreutzig
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Hodenhochstand (Maldescensus testis)Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Der Hodenhochstand (Maldescensus testis) ist eine Entwicklungsstörung, bei welcher ein oder beide Hoden nach der Geburt nicht im Hodensack ertastet werden können. Etwa 1 bis 3 Prozent aller zum normalen Zeitpunkt geborenen Jungen haben einen ein- oder beidseitigen Hodenhochstand. Bei Frühgeburten liegt die Häufigkeit bei bis zu 30 Prozent. Am Ende des ersten Lebensjahrs sind die Hoden jedoch in 98 Prozent der Fälle vollständig herabgewandert. Daher ist nur bei 2 von 100 Jungen eine weitere Behandlung erforderlich. Ursachen für einen Hodenhochstand sind oft unterschiedlich. So kann diese Entwicklungsstörung beispielsweise durch anatomische Unregelmäßigkeiten entstehen, die den Weg zum Hodensack verlegen. Die Hoden können dann nicht herabwandern. Auch hormonelle Störungen können ein Grund für einen Maldescensus testis sein. Bei einer Frühgeburt ist die Entwicklung häufig nicht vollständig abgeschlossen, sodass es auch hier zum Hodenhochstand kommen kann. Der Hoden liegt dann entweder in der Bauchhöhle (Bauchhoden), in der Leiste (Leistenhoden) oder im Eingangsbereich des Hodensacks (Gleithoden). Beim Pendelhoden hingegen liegt dieser zwar im Hodensack (Skrotum), wird jedoch unter bestimmten Bedingungen (z.B. Kälte) nach oben gezogen. Innerhalb der ersten sechs Monate muss bei einem Maldescensus testis noch keine Therapie erfolgen, da sich der Hoden noch von selbst in den Hodensack absenken kann. Geschieht dies nicht, ist eine Behandlung notwendig. Wenn eine Hormontherapie durchgeführt wird, sollte diese spätestens mit Vollendung des ersten Lebensjahrs abgeschlossen sein. Nur so können Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit oder Hodenkrebs verhindert werden. Bleibt eine Hormontherapie erfolglos, muss der Arzt meist operieren. Bei einem Hodenhochstand erhöht sich das Risiko für einen Leistenbruch. Dieser ist häufig, ebenso wie der Hodenhochstand, bereits bei der Geburt vorhanden. Weiterlesen: Hodenhochstand (Maldescensus testis): Definition Das könnte Sie auch interessieren
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