Hodenentzündung (Orchitis): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. April 2015)

Die Hodenentzündung, auch Orchitis oder Didymitis genannt, ist eine akute oder chronische Entzündung der Hoden. In der Mehrzahl der Fälle sind Viren, seltener auch Bakterien Auslöser der Hodenentzündung. Bei einer Orchitis kann sich die Entzündung auch auf umliegendes Gewebe ausweiten: Meistens entwickelt sich eine Orchitis zusammen mit einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis) als sogenannte Epididymoorchitis.

Wissenswertes
Das Wort Hoden stammt vom indogermanischen skeu (= bedecken, einhüllen) ab. Der Hoden ist demnach "das Bedeckte". Der Begriff Didymitis als Synonym für die Hodenentzündung leitet sich vom griechischen didymos (= zweifach) ab.

Häufigkeit

Die Hodenentzündung (Orchitis) tritt im Kindesalter eher selten auf. Hauptsächlich sind junge und erwachsene Männer betroffen: Etwa zwischen 15 und 30 Prozent aller Männer, die nach der Pubertät an Mumps erkranken, entwickeln auch eine Hodenentzündung. Dabei betrifft die Entzündung bei etwa jedem dritten Mann beide Hoden.


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