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Herpes genitalis (Genitalherpes)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. März 2016)

© Jupiterimages/Pixland

Herpes genitalis (Genitalherpes) ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Ursache ist eine Infektion mit bestimmten Herpesviren. Die Viren bleiben lebenslang im Körper – sodass die Erkrankung immer wieder ausbrechen kann.

Die Erreger des Genitalherpes gehören zu den Herpes-simplex-Viren (HSV), die in acht verschiedenen Typen auftreten. Herpes genitalis entsteht in den meisten Fällen durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2).

Das Herpes-simplex-Virus Typ 2 wird hauptsächlich über sexuelle Kontakte übertragen. Häufig stecken sich die Betroffenen daher in der Zeit an mit Herpes genitalis an, in der sie erstmals sexuell aktiv werden.

Selten kann auch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) die Ursache von Herpes genitalis sein. Es gelangt in den meisten Fällen bereits im Kindesalter in den menschlichen Körper – Ursache ist dann eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion, etwa bei engem Kontakt zu den Eltern, Geschwistern oder Spielkameraden.

Sowohl Typ 1 als auch Typ 2 des Virus können außerdem Lippenherpes verursachen.

Video: Herpes

Beim ersten Kontakt mit dem Virus kann der Herpes genitalis ganz ohne Symptome verlaufen – die Betroffenen bemerken womöglich gar nicht, dass sie sich angesteckt haben.

Die Infektion kann sich aber auch durch typische Symptome bemerkbar machen. Die Anzeichen von Genitalherpes ähneln denen des Lippenherpes: Es entstehen kleine, schmerzhaft juckende Bläschen an den Geschlechtsorganen, die mit der Zeit wieder abheilen.

Die Herpesviren verbleiben lebenslang im Körper – das heißt, Herpes genitalis kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftreten.

Bei ansonsten gesunden Menschen nimmt Herpes genitalis in der Regel einen günstigen Verlauf und der Genitalherpes heilt von selbst. Insbesondere bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann die Erkrankung aber auch schwerer verlaufen.

Ist beim Herpes genitalis eine Behandlung nötig, können dafür sogenannte Virostatika (z.B. Aciclovir) eingesetzt werden. Diese Mittel verhindern, dass sich die Herpesviren vermehren und beschleunigen die Heilung.



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