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Helicobacter-pylori-Infektion

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (30. September 2013)

Eine Helicobacter-pylori-Infektion ist ein bakterieller Befall der Magenschleimhaut, der bei den Betroffenen häufig gar keine Beschwerden hervorruft, allerdings die Entstehung von Folgeerkrankungen wie dem Magengeschwür begünstigen kann.

Der namensgebende Erreger Helicobacter pylori (kurz HP) ist ein stäbchenförmiges Bakterium, das trotz des extrem sauren pH-Werts im Magen überleben und eine Infektion verursachen kann. Helicobacter pylori lebt auf und innerhalb der Schleimschicht des Magens. Das Bakterium ist weltweit verbreitet. Wie es zur Übertragung von HP kommt, ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich steckt man sich meist oral (über den Mund) an.

Helicobacter pylori ist maßgeblich an der Entstehung von Magenschleimhautschäden (wie Magenschleimhautentzündung) und Geschwüren im oberen Magen-Darm-Trakt beteiligt. Außerdem ist eine Helicobacter-pylori-Infektion mit einem erhöhten Risiko verbunden, an Magenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs im Magen (sog. MALT-Lymphom) zu erkranken.

Eine Helicobacter-pylori-Infektion verläuft oft ohne Symptome.

Sie kann sich aber auch durch Beschwerden im Oberbauch äußern. Die Betroffenen klagen dann zum Beispiel über:

Eine Frau hält sich die Hände auf den Bauch.

Helicobacter pylori kann zu Magenbeschwerden führen.

Bei Verdacht auf eine Helicobacter-pylori-Infektion bieten besondere Testverfahren wie der Harnstoff-Atemtest die Möglichkeit, die Diagnose zu festigen. Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) erlaubt dem untersuchenden Arzt außerdem, eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) zu entnehmen. Im Labor zeigt sich dann, ob das Bakterium Helicobacter pylori die Magenschleimhaut befallen hat oder nicht.

Therapeutisch setzen Ärzte spezielle Antibiotika zusammen mit Wirkstoffen ein, welche die Säureproduktion im Magen hemmen (sog. Protonenpumpenhemmer). Geläufig ist dabei die Dreifach-Kombination, auch Triple-Therapie genannt. Sie besteht aus zwei antibiotischen Substanzen und einem Protonenpumpenhemmer. Auch eine Vierfach-Kombination ist möglich. Nach der medikamentösen Behandlung, die Mediziner auch als "Eradikation" bezeichnen, ist die Magenschleimhaut in der Regel vom bakteriellen Befall befreit.






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