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Helicobacter pylori

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (23. September 2014)

Helicobacter pylori ist eine Bakterienart, die die Magenschleimhaut besiedeln kann – häufig ohne Beschwerden zu verursachen. Dennoch kann Helicobacter pylori die Entstehung von Folgeerkrankungen wie einem Magengeschwür begünstigen.

Helicobacter pylori lebt auf und innerhalb der Magenschleimhaut. Die stäbchenförmigen Bakterien überleben trotz des extrem sauren pH-Werts im Magen und können diesen so besiedeln.

Die Bakterienart Helicobacter pylori ist maßgeblich an der Entstehung von Magenschleimhautschäden (wie Magenschleimhautentzündung) und Magengeschwüren beteiligt. Außerdem ist ein Helicobacter-pylori-Befall mit einem erhöhten Risiko verbunden, an Magenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs im Magen (sog. MALT-Lymphom) zu erkranken.

Ein Befall mit Helicobacter pylori verläuft oft ohne Symptome.

Eine Besiedelung mit den Bakterien kann sich aber auch durch Beschwerden im Oberbauch äußern. Die Betroffenen klagen dann zum Beispiel über:

Eine Frau hält sich die Hände auf den Bauch.

Helicobacter pylori kann zu Magenbeschwerden führen.

Bei Verdacht auf Helicobacter pylori bieten Testverfahren wie der Harnstoff-Atemtest die Möglichkeit, die Diagnose zu festigen. Eine Magenspiegelung (Gastroskopie) erlaubt dem Arzt außerdem, eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) zu entnehmen. Im Labor zeigt sich dann, ob das Bakterium die Magenschleimhaut befallen hat oder nicht.

Zur Behandlung setzen Ärzte gegen Helicobacter pylori spezielle Antibiotika zusammen mit Wirkstoffen ein, welche die Säureproduktion im Magen hemmen (sog. Protonenpumpenhemmer). Geläufig ist dabei die Dreifach-Kombination, auch Triple-Therapie genannt. Sie besteht aus zwei antibiotischen Substanzen und einem Protonenpumpenhemmer. Auch eine Vierfach-Kombination ist möglich. Nach der Behandlung ist die Magenschleimhaut in der Regel vom bakteriellen Befall befreit. Mediziner nennen das "Eradikation".






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