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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 14. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Harnröhrenkrebs (Harnröhrenkarzinom, Urethrakarzinom) ist eine äußerst seltene Krebsart: Nur etwa 0,3 Prozent aller Krebserkrankungen gehen von der Harnröhre (Urethra) aus. Die meisten Betroffenen sind älter als 50 Jahre.
Warum Harnröhrenkrebs entsteht, ist bisher ungeklärt. Mögliche Risikofaktoren sind:
Häufig zeigt sich als erstes Anzeichen für Harnröhrenkrebs Blut im Urin (Hämaturie). Im weiteren Verlauf kann das Harnröhrenkarzinom unter anderem folgende Symptome verursachen:
Bildet der Harnröhrenkrebs Tochtergeschwulste (Metastasen), können weitere Symptome auftreten: Sind zum Beispiel die nahe gelegenen Lymphknoten (Leisten- und Beckenlymphknoten) betroffen, kann ein Lymphödem mit Schwellung vom Oberschenkel bis zu den Füßen entstehen.
Zur Diagnose von Harnröhrenkrebs erfolgen eine körperliche Untersuchung und eine Harnröhrenspiegelung. Um zu bestimmen, wie weit sich das Harnröhrenkarzinom ausgebreitet hat, können weitere Untersuchungen (Ultraschalluntersuchung, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) notwendig sein.
Zur Therapie von Harnröhrenkrebs kommt eine Operation zum Einsatz: Bei einem kleinen Harnröhrentumor, der nicht in die Umgebung eingewachsen ist, kann es ausreichen, die Harnröhre teils oder ganz zu entfernen. Bei Männern ist es womöglich notwendig, einen Teil des Penis zu entfernen. Das entfernte Penisgewebe lässt sich jedoch anschließend wiederherstellen. Gleiches gilt für die Harnblase, die man bei einem fortgeschrittenen Harnröhrenkarzinom unter Umständen entfernen muss.
Neben der operativen Behandlung kann eine Strahlentherapie und/oder eine Chemotherapie gegen den Harnröhrenkrebs hilfreich sein. Welche Heilungschancen bei einem Harnröhrenkarzinom bestehen, hängt von der Lage des Tumors in der Harnröhre sowie von seiner Ausbreitung ab.
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