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Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Stand: 25. März 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine sehr verbreitete Infektionskrankheit der Haut, die vor allem Kinder unter zehn Jahren betrifft. Auslöser sind Viren. Der Name Hand-Fuß-Mund-Krankheit leitet sich von den Symptomen ab: Es entstehen Bläschen auf den Handflächen sowie an den Fußsohlen und es bilden sich Entzündungen (Aphthen) im Mund. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verläuft in aller Regel harmlos und heilt innerhalb von sieben bis etwa zehn Tagen folgenlos ab!

Etwa ein bis zwei Wochen, nachdem man sich mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit angesteckt hat, treten erste Symptome auf. Allerdings kann dieser Zeitraum deutlich kürzer (wenige Tage) oder länger (mehrere Wochen) ausfallen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit oft ganz ohne Beschwerden oder in schwach ausgeprägter Form.

Im Falle einer Infektion kommt es anfangs zu allgemeinen Beschwerden wie etwa

Nach ein paar Tagen treten die typischen Hautveränderungen auf:

  • kleine rote Flecken im Mund, die sich zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen und kleinen, schmerzhaften Geschwüren (sog. Aphthen) weiterentwickeln können
  • nicht-juckender Hautausschlag: ebene oder erhöhte rötliche Flecken (aus denen sich manchmal Blasen bilden) an Handflächen und Fußsohlen sowie gelegentlich auch am Gesäß, an den Genitalien, Knien oder Ellenbogen

Eine wirksame Therapie gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit steht nicht zur Verfügung, bisher auch keine Impfung.

Bei Bedarf können Medikamente den Juckreiz lindern und das Fieber senken. Bei Schmerzen im Mund aufgrund der Aphthen helfen schmerzlindernde und entzündungshemmende Tinkturen.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit verbreitet sich meist direkt von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Stuhl (sog. fäkal-oraler Übertragungsweg):

  • Nasen- und Rachensekret
  • Speichel
  • Bläscheninhalt
  • geringe Mengen Kot, die nach dem Toilettengang an den Händen verbleiben
  • indirekt über Gegenstände, Nahrungsmittel oder Wasser

Menschen infizieren sich vor allem über Hände (Schmierinfektion) mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit.

Bereits zwei bis drei Tage, bevor die Hand-Fuß-Mund-Krankheit beginnt, ist der Betroffene für andere ansteckend. Solange die Symptome anhalten, bleibt die Person infektiös. Erkrankte Personen und infizierte Menschen, die keine Symptome haben ("Keimträger"), scheiden die Viren mit dem Stuhl aus, in manchen Fällen über mehrere Wochen.

Die Viren, die die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen, gehören zu den sogenannten Enteroviren. Häufig handelt es sich um sogenannte Coxsackieviren der Gruppen A (vor allem A16) und B sowie um das Enterovirus 71. Enteroviren sind weltweit verbreitet. Sie besiedeln den Darm des Menschen und sind sehr ansteckend – Infektionen mit ihnen treten vor allem in den Sommermonaten auf.

In aller Regel ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit eine harmlose, selbstständig abheilende Erkrankung.

Weiterlesen: Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Definition

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