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Hämangiom (Blutschwämmchen)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. April 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Das Hämangiom (Blutschwämmchen) ist ein häufiger gutartiger Tumor. Meistens entwickelt sich ein Blutschwämmchen beim Baby in den ersten vier Lebenswochen und bildet sich noch im Kleinkindalter von selbst zurück. Nur selten bekommen ältere Kinder erneut einen Blutschwamm; auch Erwachsene sind selten betroffen.

Ein Hämangiom entsteht, wenn Blutgefäße wuchern und sich neu bilden. Je nach Größe dieser Blutgefäße unterscheidet man zwei Formen von Blutschwämmchen:

  1. Kapilläres Hämangiom: besteht aus kleinsten Blutgefäßen; ist meist angeboren
  2. Kavernöses Hämangiom oder Kavernom: besteht aus weiten Gefäßräumen; entwickelt sich meist erst in den ersten Lebenstagen

Grundsätzlich können überall dort, wo Blutgefäße vorkommen, auch Blutschwämmchen entstehen: So ist zum Beispiel ein Hämangiom in der Leber, im Gehirn oder anderen inneren Organen ebenso möglich wie in der Haut und im Knochen. Mehr als jeder zweite Blutschwamm bildet sich im Kopf- und Halsbereich. Treten mehrere Hämangiome gleichzeitig auf, bezeichnet man dies als Hämangiomatose.

Ein typisches sichtbares Anzeichen für ein oberflächlich gelegenes Blutschwämmchen ist eine flache oder erhabene, hellrote bis bläuliche Verfärbung auf der Haut. Abgesehen davon macht sich ein Hämangiom in der Regel aber nicht bemerkbar und verschwindet von selbst wieder, ohne dass etwas zurückbleibt. Je nach Lage und Wachstum kann ein Blutschwamm allerdings (z.B. im Gesicht) seelisch belastend oder (z.B. in der Achselhöhle) druckempfindlich sein, schmerzen und bluten.

Da die meisten Hämangiome von selbst verschwinden, kann man bei einem kleinen Hämangiom oft auf eine Therapie verzichten. Vor allem bei wachsenden Blutschwämmchen ist jedoch eine frühzeitige Behandlung ratsam – das trifft besonders auf einen Blutschwamm im Gesicht, im Genitalbereich, an Händen und Füßen sowie an der Streckseite großer Gelenke zu. Ziel ist es, das Wachstum zu stoppen beziehungsweise das Blutschwämmchen zu entfernen – zum Beispiel durch:



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