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Hämangiom (Blutschwamm)

Stand: 23. November 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Kein anderer gutartiger Tumor ist im Säuglings- oder Kleinkindalter so häufig wie das Hämangiom (Blutschwamm): Etwa jedes zehnte Kind ist davon betroffen (ca. 30 Prozent schon bei der Geburt, bei den übrigen entwickelt es sich in den ersten vier Lebenswochen).

Ein Hämangiom entsteht, wenn Blutgefäße wuchern und sich neu bilden. Es gibt verschiedene Blutschwamm-Formen: das aus kleinsten Blutgefäßen bestehende kapilläre und das aus weiten Gefäßräumen bestehende kavernöse Hämangiom. Bei der sogenannten Hämangiomatose treten mehrere Hämangiome gleichzeitig auf.

Ein Blutschwamm kann überall dort auftreten, wo Blutgefäße vorhanden sind. An der Haut oder Schleimhaut erscheint eine solche Gefäßanomalie meist als bläuliche oder rötliche Verfärbung. Da ein Hämangiom der inneren Organe nicht sichtbar ist, erfolgt seine Entdeckung meistens zufällig.

Im Allgemeinen verursacht ein Hämangiom keine Beschwerden. Es kann aber mit kosmetischen Beeinträchtigungen verbunden sein. Eine Therapie ist bei einem Blutschwamm in den meisten Fällen nicht erforderlich, da es sich oft spontan zurückbildet. Schnell wachsende Hämangiome behandelt man jedoch als Notfall.

Weiterlesen: Hämangiom (Blutschwamm): Definition

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