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Haarausfall

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (18. August 2014)

Haarausfall ist weit verbreitet – unter Männern wie Frauen. Meist steckt eine genetische Veranlagung hinter dem übermäßigen Verlust von Kopfhaaren. Diese erbliche Form betrifft etwa vier von fünf Männern und bis zu jede zweite Frau. Haarausfall hängt nur selten mit einer Krankheit zusammen, es handelt sich daher meist um ein kosmetisches, weniger um ein gesundheitliches Problem.

Bei Haarausfall fallen laut Definition über 100 Haare pro Tag aus. Dünnen die Haare sichtbar aus oder finden sich kahle Stellen, sprechen Mediziner von einer Alopezie. In den meisten Fällen besteht eine erbliche Veranlagung, die die Haarfollikel empfindlicher gegenüber männlichen Geschlechtshormonen reagieren lässt, es gibt aber auch andere Formen von Haarausfall, etwa kreisrunden oder diffusen Haarausfall. Die Symptome der verschiedenen Haarausfalltypen unterscheiden sich.

  • Die erbliche Form, die sogenannte androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall, anlagebedingter Haarausfall), reicht bei Männern von Geheimratsecken bis zur ausgeprägten Glatze.
  • Bei Frauen zeigt sich die erblich bedingte Form des Haarausfalls vor allem im Bereich des Scheitels: Die Haare werden dünner und weniger. Das für Männer typische Muster des Haarverlusts findet sich bei Frauen nur in wenigen Fällen.

Deutlich seltener als die erbliche Form ist kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata, Pelade) die Ursache für den Verlust von Haaren. Er äußert sich durch kahle Areale an umschriebenen Bereichen des Kopfs oder Körpers. Auslöser ist wahrscheinlich eine Autoimmunreaktion. In vielen Fällen wachsen die Haare ohne Therapie nach einer gewissen Zeit wieder nach, Rückfälle sind allerdings häufig.

Ebenfalls selten kommt diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie, symptomatische Alopezie) vor. Ursächlich für diese Form des Haarausfalls sind zumeist Krankheiten wie

Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, eine Chemotherapie, hormonelle Umstellungen, Stress oder eine sehr ungesunde Ernährung, die zu einem Mangelzustand führt (etwa Eisenmangel), können mit diffusem Haarausfall einhergehen.

Auch wenn Haarausfall in den meisten Fällen keinen unmittelbaren Krankheitswert hat, belastet er Betroffene mitunter schwer. Personen mit vollen, glänzenden Haaren wirken auf andere vital, jugendlich und gesund. Den Verlust von Haaren hingegen verbinden viele Menschen mit Krankheit und Alter. Haarausfall und Alopezie können daher sehr bedrückend sein und weitreichende Folgen haben: Das Selbstbewusstsein schwindet, Betroffene finden sich nicht mehr "schön" und attraktiv, unter Leuten fühlen sie sich unwohl und beobachtet. All dies beeinträchtigt die Lebensqualität.

Bevor der Arzt Haarausfall wirksam behandeln kann, muss er eine klare Diagnose stellen. Hierzu fragt er den Betroffenen zum Beispiel nach dem Verlauf des Haarausfalls und seiner Krankengeschichte (Anamnese).

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache des Haarverlusts. Die unzähligen zum Verkauf angebotenen Mittel gegen Haarausfall spiegeln den hohen Leidensdruck vieler Betroffener wider. Allerdings halten nur sehr wenige Wirkstoffe das, was die Werbung verspricht: den Haarausfall zu stoppen und im besten Fall die Haardichte sichtbar zu erhöhen.

Der Großteil der Präparate wird diesem Anspruch nicht gerecht. Beispiele für gut wirksame Medikamente sind beim erblich bedingten Haarausfall des Mannes die beiden Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid, bei Frauen Minoxidil. Die Therapie des kreisrunden Haarausfalls ist deutlich schwieriger.






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