Gutartige Knochentumoren: Einteilung gutartiger Knochentumoren

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

Die Einteilung gutartiger Knochentumoren erfolgt nach der Art des Muttergewebes, also des Gewebes, aus dem sich der Knochentumor gebildet hat. Dementsprechend teilen Mediziner die Tumoren danach ein, ob sie vom

  • Knochen,
  • Knochenmark
  • oder vom Knorpel

ausgehen. Weichteiltumoren hingegen leiten sich ab von:

Da sie häufig in unmittelbarer Nähe zum Knochen wachsen, fassen Mediziner beide Tumorerkrankungen unter dem Begriff "Knochen- und Weichteiltumoren" zusammen.

MuttergewebeBenigne Tumoren
Knochen (osteogen) Osteom multiple Osteome (Gardner-Syndrom), Osteoid-Osteom Osteoblastom (auch: benignes Osteoblastom, Riesenosteoid-Osteom, Zementoblastom), Ossifizierendes Fibrom
Blutgefäße (vasogen) Hämangiom (Angiom), Lymphangiom Glomustumor (Glomangiom)
Knorpel (chondrogen) Chondrom Osteochondrom Chondrom (Enchondrom), Chondroblastom (Codman-Tumor), Chondromyxoidfibrom
anderer Ursprung Lipom, benignes fibröses Histiozytom, nicht-ossifizierendes Osteofibrom, fibröser Kortikalisdefekt, fibröse und osteofibröse Dysplasie, Neurofibrom Neurilemmom (Schwannom)
tumorähnliche Knochenverletzungen juvenile, solitäre und aneurysmatische Knochenzyste, intraossäres Ganglion, eosinophiles Granulom (Langerhanszell-Histiocytose), pigmentierte villonoduläre Synovitis
semimaligne (halbbösartige) Knochentumoren Desmoid Riesenzelltumor

Bei den Osteochondromen und Chondromen lassen sich solitäre von multiplen Tumoren abgrenzen: Die solitären Formen beschränken sich auf einen einzelnen Knochen, während die multiplen Formen an vielen verschiedenen Stellen auftreten können.


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