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Gürtelrose (Herpes zoster)

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Keine Gürtelrose (Herpes zoster) ohne Windpocken: Eine Gürtelrose können nur diejenigen entwickeln, die in der Vergangenheit eine – manchmal unbemerkte – Windpocken-Infektion durchlebt haben.

Herpes zoster hat dieselbe Ursache wie Windpocken: das Varicella-Zoster-Virus. Die Varicella-Zoster-Viren (auch Varizellen genannt) lösen in der Kindheit normalerweise Windpocken aus. Wenn diese sogenannte Kinderkrankheit ausgeheilt ist, bleiben die Viren allerdings im Körper und "schlummern" in Nervenknoten nahe dem Rückenmark weiter. Führen bestimmte Umstände zu ihrer Reaktivierung, lösen sie eine Gürtelrose aus. Dies geschieht in den meisten Fällen jenseits des 40. Lebensjahrs.

Typisches Anzeichen für die Gürtelrose ist ein Hautausschlag. Im Gegensatz zu den Windpocken, die sich über den ganzen Körper ausbreiten, zeigen sich die Symptome der Gürtelrose jedoch in der Regel nur auf einer Seite und nur auf einem begrenzten Gebiet des Körpers – und zwar entlang der Nervenbahnen, in denen sich die Viren bis dahin als "Schläfer" eingenistet haben. Doch der Hautausschlag ist häufig nicht das erste Symptom einer Gürtelrose.

  • Eine Gürtelrose macht sich zu Beginn oft durch ein allgemeines Krankheitsgefühl bemerkbar.
  • Betroffene fühlen sich müde und haben leichtes Fieber.
  • Etwa zwei bis drei Tage später treten teils heftige, brennende Schmerzen und Empfindungsstörungen auf.

Die Schmerzen beim Herpes zoster betreffen den Körperbereich, den der infizierte Nerv versorgt. Sie können vor dem Hautausschlag auftreten. In der Regel sind Brust- und Bauchhaut von einer Gürtelrose betroffen: Meist beginnt der Hautausschlag an der Wirbelsäule und breitet sich dann gürtelförmig um den Körper aus:

  • Die Haut schwillt dabei an,
  • färbt sich rötlich
  • und auf der Oberfläche entstehen kleine Blasen (daher auch die Bezeichnung "Gürtelrose").
Das Bild zeigt den Hautausschlag bei einer Gürtelrose.
Eine Gürtelrose entsteht in der Regel nur in einer begrenzten Körperregion. © Lineair-Siegfried Kramer/Imagebroker/OKAPIA

Von Menschen mit Herpes zoster geht nur eine geringe Ansteckungsgefahr aus: Anders als Windpocken ist Gürtelrose nur über den Bläscheninhalt (also durch Schmierinfektion) ansteckend – und nur für diejenigen, die noch keine Windpocken hatten. Eine solche erste Ansteckung mit Varizellen führt dann nicht zu einem Herpes zoster, sondern zu Windpocken. Diese sind – anders als eine Gürtelrose – in der Schwangerschaft ein Risiko für das Ungeborene.

Deshalb ist es ratsam, dass Menschen mit Herpes zoster engen Kontakt zu Schwangeren vermeiden, wenn diese noch keine Windpocken hatten und auch nicht dagegen geimpft sind.

Normalerweise nimmt die Gürtelrose einen leichten Verlauf und heilt spätestens nach vier Wochen wieder aus.

Vor allem bei älteren Menschen und bei solchen mit geschwächter Immunabwehr können jedoch Komplikationen auftreten.

Allgemein gilt: Wer mögliche Anzeichen einer Gürtelrose bei sich entdeckt, geht am besten so schnell wie möglich zum Arzt, denn: Je früher eine geeignete Behandlung der Gürtelrose beginnt, umso schneller entwickeln sich die Symptome in der Regel wieder zurück.

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