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Grippe (Influenza): bloß nicht unterschätzen!

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. August 2016)

© Jupiterimages/Stockbyte

Die Grippe (Influenza) ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung (daher auch "saisonale Grippe" genannt). Die Infektion mit den ursächlichen Grippeviren kann sehr unterschiedlich ablaufen: Milde, erkältungsähnliche Grippesymptome sind ebenso möglich wie eine schwere Erkrankung.

Gerade anfangs kann man die Grippe leicht mit einer Erkältung verwechseln, für die ebenfalls mehrheitlich Viren verantwortlich sind. Der Unterschied zwischen Influenza und Erkältung zeigt sich im Verlauf und in der Schwere der Erkrankung.

Die Inkubationszeit von Grippe – das ist die Zeit zwischen der Ansteckung mit dem Grippevirus und dem Ausbruch der Erkrankung – beträgt nur wenige Stunden bis drei Tage. Die Infizierten fühlen sich dann jäh deutlich krank. Dieser heftige und plötzliche Beginn ist typisch für die echte Influenza. 

Zudem macht sich eine ausbrechende Influenza durch mehrere Symptome gleichzeitig und intensiver bemerkbar als eine beginnende Erkältung. Typische Symptome für Grippe sind:

Das bei einer echten Influenza hohe Fieber von mehr als 39 Grad Celsius kann über Tage anhalten. Darüber hinaus verursacht die Grippe oft folgende Symptome:

Die Betroffenen sind durch die Grippe stark geschwächt, sodass Bakterien ein leichtes Spiel haben. Daher entstehen bei einer Virusgrippe oft mehr oder weniger gleichzeitig bakterielle Infektionen (sog. Zweitinfektionen oder Superinfektionen), wodurch sich die Beschwerden zusätzlich verstärken. So kann es bei einer Influenza zum Beispiel zu Entzündungen des Nervensystems und Lungenentzündungen kommen.

Wie lange ist eine Grippe ansteckend?
Die Grippe ist schon während der Inkubationszeit (also bevor die ersten Symptome auftreten) ansteckend. Nach dem Ausbruch der Influenza besteht die Ansteckungsgefahr dann noch etwa drei bis fünf Tage weiter (bei Kindern bis zu sieben Tage).

Wie lange dauert eine Grippe?
Im Allgemeinen ist eine unkomplizierte Grippe nach einer Dauer von ein bis zwei Wochen ausgestanden. Der Anteil der tödlich verlaufenden Influenza-Fälle ist im Vergleich zur Gesamtzahl eher gering.

Doch eine Grippe kann auch schwerer verlaufen und eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machen. In Deutschland können während einer einzelnen Grippewelle mehrere Tausend Menschen mehr als sonst sterben. Daher ist eine Influenza nie als harmlos anzusehen.

Ein erhöhtes Risiko für eine schwer verlaufende Grippe besteht besonders in der Schwangerschaftbei Kleinkindern, bei älteren Menschen sowie bei Vorliegen einer Grunderkrankung (z.B. chronische Lungenerkrankung, chronische Herzerkrankungen, Immunschwäche).

Um eine Grippe zu behandeln, stehen Medikamente zur Verfügung, die gezielt gegen das Influenza-Virus wirken: sogenannte Virostatika (z.B. Neuraminidasehemmer). Ob der Einsatz dieser Mittel sinnvoll ist, entscheiden Ärzte je nach Einzelfall.

In jedem Fall sind bei Grippe verschiedene Hausmittel und Maßnahmen hilfreich, welche die Beschwerden lindern – zum Beispiel schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente, Bettruhe, viel heißer Tee, Gurgeln und Inhalieren. Antibiotika hingegen sind bei virusbedingten Erkrankungen wirkungslos. Daher sind sie bei der Influenza zur Behandlung nicht oder nur bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen geeignet.

Einer Grippe vorbeugen kann man durch eine Grippeimpfung. Zum langfristigen Schutz ist es ratsam, sich jedes Jahr erneut impfen zu lassen.

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