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Grippe (Influenza)

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (25. September 2013)

Die Grippe (Influenza) ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung (daher auch "saisonale Grippe" genannt). Die Infektion mit den ursächlichen Grippeviren kann sehr unterschiedlich ablaufen: Ein milder, erkältungsähnlicher Verlauf ist ebenso möglich wie eine schwere Grippe.

Daher kann man gerade anfangs die Grippe leicht mit einer Erkältung verwechseln, für die ebenfalls mehrheitlich Viren verantwortlich sind. Der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung zeigt sich im Verlauf und in der Schwere der Erkrankung.

Typisch für die echte Grippe ist ein heftiger und plötzlicher Beginn. Nach der Übertragung der Grippeviren dauert es nicht lange, bis sich die Infizierten jäh deutlich krank fühlen: Die Inkubationszeit von Grippe beträgt nur wenige Stunden bis drei Tage. Schon während dieser Zeit (also nach der Ansteckung mit dem Grippevirus, aber bevor die ersten Grippe-Symptome auftreten) sind die Betroffenen ansteckend. Nach dem Ausbruch der Grippe besteht die Ansteckungsgefahr dann noch etwa drei bis fünf Tage weiter (bei Kindern bis zu sieben Tage).

Der Ausbruch der Influenza ist dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Symptome gleichzeitig und intensiver auftreten als bei einer Erkältung. Typische Symptome für Grippe sind:

Das bei einer echten Grippe hohe Fieber von mehr als 39 Grad Celsius kann über Tage anhalten. Darüber hinaus verursacht die Influenza oft folgende Symptome:

Der Zustand der Betroffenen ist durch die Grippe stark geschwächt, sodass Bakterien ein leichtes Spiel haben. Daher entstehen bei einer Virusgrippe oft mehr oder weniger gleichzeitig bakterielle Infektionen (sog. Zweitinfektionen oder Superinfektionen), wodurch sich die Beschwerden zusätzlich verstärken. So kann es bei einer Influenza zum Beispiel zu Entzündungen des Nervensystems und Lungenentzündungen kommen.

Im Allgemeinen ist eine unkomplizierte Grippe nach einer Dauer von ein bis zwei Wochen ausgestanden. Der Anteil der tödlich verlaufenden Influenza-Fälle ist im Vergleich zur Gesamtzahl eher gering.

Doch vor allem bei Kleinkindern, älteren Menschen und hochschwangeren Frauen sowie bei Vorliegen einer Grunderkrankung (z.B. chronische Lungenerkrankung, chronische Herzerkrankungen, Immunschwäche) kann eine Grippe schwerer verlaufen und eine Behandlung im Krankenhaus notwendig machen. In Deutschland können während einer einzelnen Grippewelle mehrere Tausend Menschen mehr als erwartet sterben. Daher ist eine Influenza nie als harmlos anzusehen.

Zur gezielten Grippe-Therapie stehen Mittel zur Verfügung, die gegen das Influenza-Virus wirken: sogenannte Virostatika (z.B. Neuraminidasehemmer). Manche Experten bezweifeln allerdings den Nutzen und die Wirksamkeit dieser Medikamente.

Außerdem können bei Grippe verschiedene Maßnahmen und Hausmittel die Beschwerden lindern – zum Beispiel schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente, Bettruhe, viel heißer Tee, Gurgeln und Inhalieren. Antibiotika hingegen sind bei virusbedingten Erkrankungen wirkungslos. Daher sind sie bei der Influenza zur Behandlung nicht oder nur bei zusätzlichen bakteriellen Infektionen geeignet.

Einer Grippe vorbeugen kann man durch eine Grippeschutzimpfung. Zum langfristigen Schutz ist es ratsam, sich jedes Jahr erneut impfen zu lassen.






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