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Grauer Star (Katarakt)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (08. Juli 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Grauer Star (Katarakt) ist eine Augenkrankheit, bei der sich die Augenlinse – meist infolge des Alterungsprozesses – trübt. Oft macht sich dies erst nach längerer Zeit bemerkbar: Das Sehvermögen lässt langsam nach, Betroffene sehen zunehmend unscharf und verschwommen, Kontraste werden schwächer. Als erste Symptome können Blendungserscheinungen (bei Sonne oder nachts beim Autofahren) oder ein Schleier vor den Augen auftreten, der langsam dichter wird.

Meistens ist grauer Star altersbedingt: In 90 Prozent der Fälle handelt es sich um die sogenannte Alterskatarakt. Daneben kann ein grauer Star durch eine Augenverletzung oder Strahleneinwirkung, Medikamente oder Diabetes mellitus hervorgerufen werden. Selten besteht die Katarakt schon bei der Geburt – mögliche Gründe hierfür sind zum Beispiel eine Infektion im Mutterleib (z.B. Röteln) oder erbliche Faktoren.

Im fortgeschrittenen Stadium führt ein grauer Star dazu, dass die Betroffenen wie durch ein Milchglas sehen. Unbehandelt kann ein grauer Star zur Erblindung führen. Eine Operation kann dies aber verhindern: Die Staroperation besteht darin, die trübe Linse zu entfernen. Die Funktion der entfernten Linse kann man anschließend durch eine sogenannte Starbrille, eine Kontaktlinse oder eine ins Auge gepflanzte Kunstlinse (sog. intraokulare Linse) ersetzen.

Grauer Star ist in Deutschland einer der häufigsten Gründe für einen operativen Eingriff: Jedes Jahr unterziehen sich hierzulande etwa 800.000 Menschen einer Katarakt-Operation. Der Eingriff gehört zu den sichersten der gesamten Medizin; seine Risiken sind sehr gering.

Das Bild zeigt eine getrübte Linse beim Grauen Star. © Okapia

Liegt ein grauer Star vor, kann die Pupille weiß erscheinen. © Biophoto Associates/Science Source/OKAPIA

Wenn neben der Katarakt keine weiteren Augenerkrankungen bestehen, sind die Erfolgsaussichten der Behandlung sehr gut: Meist gelingt es durch die Augenoperation, die volle Sehschärfe wiederherzustellen. Allerdings erfordert ein grauer Star nach der Operation eine gewissenhafte Nachbehandlung. Das bedeutet

  • zum einen, die verordneten Augenmedikamente anzuwenden und zu den Kontrolluntersuchungen zu gehen, und
  • zum anderen, bestimmte Verhaltensmaßnahmen zu beachten – zum Beispiel:
    • keinen Druck aufs Auge ausüben oder reiben,
    • keine körperliche Schwerstarbeit auszuüben,
    • keinen Leistungssport zu treiben,
    • auf Saunagänge zu verzichten und
    • nicht zu schwimmen oder zu baden.

Erfahren Sie in unserem Video mehr zum grauen Star!

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