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Glaukom (grüner Star)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (26. Juni 2013)

Der Begriff Glaukom (grüner Star) fasst Augenerkrankungen zusammen, bei denen der Druck im Inneren des Auges erhöht ist. Bei unzureichender Behandlung können sie den Sehnerv schädigen. Im fortgeschrittenen Stadium führt ein grüner Star zu Sehstörungen mit eingeschränktem Gesichtsfeld (sog. Gesichtsfeldausfall) und Erblindung.

Etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind von einem Glaukom betroffen. Das Erkrankungsrisiko steigt dabei mit zunehmendem Lebensalter.

Ein grüner Star entsteht durch ein gestörtes Verhältnis zwischen Augeninnendruck und der Durchblutung der Sehnerven. Bei einem niedrigen Blutdruck kann schon ein niedriger Augeninnendruck das Glaukom verschlimmern – besonders ungünstig ist die Kombination von niedrigem Blutdruck und hohem Augeninnendruck. Es gibt verschiedene Glaukom-Formen, wie zum Beispiel:

  • Primäres Offenwinkelglaukom: Das primäre Offenwinkelglaukom ist die häufigste Form. Hier schädigt die Erkrankung langsam und dauerhaft den Sehnerv, wobei die Betroffenen lange Zeit keine Beschwerden verspüren. Wird der grüne Star früh erkannt, lässt er sich mit Augentropfen gut behandeln. Reicht das nicht aus, kann man das Glaukom mit einem Laser oder operativ behandeln.
  • Glaukomanfall: Der Glaukomanfall (sog. akute Glaukom) ist ein augenärztlicher Notfall und erfordert eine sofortige Behandlung. Das betroffene Auge ist steinhart und gerötet – die Betroffenen klagen über Augenschmerzen und Sehstörungen. Eine sofortige Behandlung verspricht in der Regel gute Heilungschancen. Unbehandelt kann ein Glaukomanfall zur Erblindung führen.

Weitere Formen sind das angeborene (kongenitale) Glaukom und das Sekundärglaukom. Bei letzterem entsteht ein grüner Star als Folge anderer Augenerkrankungen oder Allgemeinerkrankungen.

Eine regelmäßige Glaukom-Früherkennung empfehlen Ärzte erst ab dem 40. Lebensjahr, da ältere Menschen in der Regel einen höheren Augeninnendruck als jüngere haben. Die Kosten für die Untersuchung müssen die Betroffenen in der Regel selbst tragen (IGeL-Leistung), sofern kein Verdacht auf Glaukom vorliegt.






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