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Glaukom (grüner Star)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. März 2016)

© Jupiterimages/Comstock Images

Unter dem Begriff Glaukom (grüner Star) versteht man verschiedene Augenerkrankungen, bei denen meist der Augeninnendruck  erhöht ist. Im fortgeschrittenen Stadium führt ein grüner Star zu Sehstörungen mit eingeschränktem Gesichtsfeld (sog. Gesichtsfeldausfall) und Erblindung.

Ein Glaukom entsteht durch ein gestörtes Verhältnis zwischen Augeninnendruck und Durchblutung des Sehnervs, wodurch der Sehnerv Schaden nehmen kann. Besonders ungünstig ist die Kombination aus schlechter Blutversorgung und hohem Augeninnendruck. In manchen Fällen entsteht ein Glaukom jedoch auch bei niedrigem Augeninnendruck.

Man unterscheidet verschiedene Glaukom-Formen, von besonderer Bedeutung sind dabei:

  • das primäre Offenwinkelglaukom: Das primäre Offenwinkelglaukom (Weitwinkelglaukom) ist die häufigste Form. Die Erkrankung schädigt langsam fortschreitend den Sehnerv, wobei die Betroffenen lange Zeit keine Beschwerden verspüren. Wird der grüne Star früh erkannt, lässt er sich mit Augentropfen gut behandeln. Reicht das nicht aus, kann man das Glaukom mit einem Laser oder operativ behandeln.
  • der Glaukomanfall: Der Glaukomanfall (sog. akute Glaukom, akutes Winkelbolckglaukom) ist ein augenärztlicher Notfall und erfordert eine sofortige Behandlung. Das betroffene Auge ist steinhart und gerötet – die Betroffenen klagen über Augenschmerzen und Sehstörungen. Eine sofortige Behandlung verspricht in der Regel gute Heilungschancen. Unbehandelt kann ein Glaukomanfall zur Erblindung führen.
  • das Normaldruck-Glaukom: Der Sehnerv nimmt trotz normaler Augeninnendruck-Werte Schaden.
  • das angeborene (kongenitale) Glaukom: Das Glaukom ist von Geburt an vorhanden oder entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten.
  • das sekundäre Glaukom: Ein sekundäres Glaukom ist die Folge einer anderen Erkrankung, von Medikamenten, eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs.

Eine regelmäßige Glaukom-Früherkennung empfehlen Ärzte ab dem 40. Lebensjahr, da ältere Menschen in der Regel einen höheren Augeninnendruck als jüngere Menschen haben. Die Kosten für die Untersuchung müssen die Betroffenen in der Regel selbst tragen (IGeL-Leistung), sofern kein Verdacht auf Glaukom vorliegt. Der Augeninnendruck allein reicht jedoch nicht aus, um ein Glaukom sicher zu erkennen – entscheidend ist auch, wie der Sehnerv aussieht. Verließe man sich ausschließlich auf den Augeninnendruck, würde etwa jedes zweite Glaukom übersehen.

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