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Giardien-Infektion (Lamblien-Infektion)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Giardien-Infektion (Lamblien-Infektion) ist ein Befall mit Parasiten, der sich vor allem durch Durchfall bemerkbar machen kann. Neben dem Menschen können sich auch viele Tiere mit Giardien infizieren.

Giardien (früher Lamblien genannt) sind weltweit vorkommende einzellige Parasiten, deren Vertreter namens Giardia lamblia (oder Giardia intestinalis) beim Menschen eine als Giardiasis (bzw. Lambliasis) bezeichnete Erkrankung hervorrufen kann. Derselbe Erreger kann auch manche Tiere (z.B. Hund, Katze, Rind) krank machen, weshalb die Infektionskrankheit als Zoonose gilt.

Die Giardien-Infektion verbreitet sich fäkal-oral – das heißt: Infizierte Menschen oder Tiere scheiden die Erreger mit dem Stuhl (= fäkal) aus. Daraufhin kann es auf unterschiedlichem Weg – durch über den Mund (= oral) aufgenommene Erreger – zu einer neuen Lamblien-Infektion kommen. Vorwiegend geschieht dies über verunreinigtes Trinkwasser oder verseuchte Lebensmittel.

Nicht jeder mit Giardien infizierte Mensch entwickelt Symptome einer Erkrankung: Die Infektion kann auch völlig unbemerkt verlaufen. Eine akute Lamblien-Infektion verursacht jedoch folgende Beschwerden:

In der Regel bleibt die Giardien-Infektion auf den Dünndarm beschränkt (weshalb man die Giardiasis auch Lamblienruhr nennt: Ruhr = Infektionskrankheit des Darms). Unter Umständen können die Erreger aber über den Gallengang, der in den ersten Dünndarmabschnitt (den Zwölffingerdarm) mündet, bis in die Gallenblase gelangen: Wenn sich dadurch die Gallenwege oder die Bauchspeicheldrüse entzünden, hat das krampfartige Beschwerden im Oberbauch zur Folge. Bei einer länger bestehenden Lamblien-Infektion können außerdem Zeichen einer Mangelernährung auftreten.

Um die Giardien-Infektion zu diagnostizieren, reicht meist eine Stuhluntersuchung aus; in manchen Fällen ist zum Nachweis des Parasitenbefalls Dünndarmsekret oder -schleimhaut nötig. Zur Behandlung der Lamblien-Infektion kommen Medikamente zum Einsatz, die gegen die Erreger wirken.

Die Prognose der Giardien-Infektion ist in der Regel günstig. Ein Risiko, dass die Lamblien eine heftigere Erkrankung verursachen, besteht vor allem bei Kindern, älteren Menschen und solchen mit einer Immunschwäche.

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