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Gelbfieber

Stand: 5. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, deren einzige Verbreitungsgebiete tropische Länder Afrikas, Mittel- und Südamerikas sind. Damit gehört Gelbfieber zu den Tropenkrankheiten. Die Übertragung der ursächlichen Viren erfolgt durch den Stich von Moskitos.

Das Gelbfiebervirus befällt nicht nur Menschen, sondern findet sich auch in Tieren, zum Beispiel Affen. Je nachdem, wie sich das Virus verbreitet, unterscheidet man zwei Formen von Gelbfieber:

  • Sylvatisches Gelbfieber (lat. silva = Wald): In der Natur wechselt das Gelbfiebervirus ständig zwischen Affen und Mücken im Regenwald hin und her. Wenn eine Überträgermücke einen Menschen im Dschungel oder an seinen Randgebieten sticht, gelangt das von einem infizierten Affen stammende Virus in seinen Körper und löst das sogenannte Dschungelfieber aus. Diese Gelbfieber-Form tritt nur vereinzelt auf.
  • Urbanes Gelbfieber (lat. urbs = Stadt): Wenn das Gelbfiebervirus in eine Mückenart gelangt, die in der Nähe menschlicher Behausungen brütet, ist nachfolgend eine reine Übertragung des Gelbfiebers zwischen Mücken und Menschen möglich. Dann können schnell große Gelbfieber-Ausbrüche (Epidemien) entstehen.

Nach der Ansteckung dauert es drei bis acht Tage, bis das Gelbfieber ausbricht. Die meisten Menschen (vor allem Kinder) entwickeln gar keine oder nur leichte Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind sie in der ersten Krankheitsphase uncharakteristisch. Möglich sind:

In etwa 15 Prozent der Fälle tritt anschließend die zweite Gelbfieber-Phase mit hohem Fieber sowie inneren und äußeren Blutungen ein (sog. hämorrhagisches Fieber). Weitere typische Anzeichen in dieser Phase sind eine Gelbsucht (Ikterus) und Bluterbrechen, weshalb man das Gelbfieber auch als schwarzes Erbrechen bezeichnet.

Derzeit ist es nicht möglich, das Virus durch Medikamente zu bekämpfen. Daher besteht die Therapie ausschließlich darin, die Symptome zu behandeln. Verläuft das Gelbfieber schwer, ist eine intensivmedizinische Betreuung notwendig.

Doch es muss gar nicht erst zu einer Infektion kommen, denn: Es steht ein Gelbfieber-Lebendimpfstoff zur Schutzimpfung gegen Gelbfieber zur Verfügung. Die Impfung gegen Gelbfieber ist vor Reisen in entsprechende Infektionsgebiete dringend zu empfehlen – es sei denn, die Betroffenen haben eine Immunschwäche, eine Allergie gegen Hühnereiweiß, sind schwanger oder stillen. In dem Fall ist es besser, sich nicht gegen Gelbfieber impfen zu lassen und auf die Reise zu verzichten.

Weiterlesen: Gelbfieber: Definition

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