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Gebärmutter­krebs (Endometrium­karzinom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Oktober 2014)

Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) entsteht meist aus Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Die Krebserkrankung tritt vorwiegend im fortgeschrittenen Alter auf. Die Heilungsaussichten bei Gebärmutterkrebs sind bei frühzeitiger Entfernung des Tumors sehr gut. Andere Bezeichnungen für Gebärmutterkrebs lauten Uteruskarzinom, Gebärmutterkörperkrebs oder Korpuskarzinom.

Bei Gebärmutterkrebs sind die genauen Ursachen bisher nicht komplett aufgedeckt. Der Einfluss des weiblichen Sexualhormons Östrogen auf die Gebärmutterschleimhaut spielt bei der Gebärmutterkrebs-Entstehung aber eine wichtige Rolle: Das Gebärmutterkrebs-Risiko ist erhöht, wenn Östrogen besonders lange oder in besonders hoher Konzentration im Körper vorkommen – zum Beispiel:

  • bei besonders früh einsetzender Regelblutung (Menstruation)
  • wenn es erst spät zur Menopause (Zeitpunkt der letzten Menstruationsblutung) kommt
  • bei langfristiger Einnahme von Präparaten, die ausschließlich Östrogen enthalten

Daneben gibt es noch weitere Risikofaktoren für ein Endometriumkarzinom (z.B. das sog. metabolische Syndrom).

War eine Frau mehrmals in ihrem Leben schwanger oder hat sie über einen langen Zeitraum die Antibabypille eingenommen, ist das Risiko für Gebärmutterkrebs allerdings gesenkt.

Der erste Hinweis auf einen Gebärmutterkrebs ist meist eine Blutung aus der Scheide, die nach den Wechseljahren auftritt – also dann, wenn Frauen bereits keine normale Monatsblutung mehr haben. Auch ungewöhnlich starke oder unregelmäßige Blutungen bei Frauen vor den Wechseljahren können ein Hinweis auf ein Endometriumkarzinom sein.

Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs: Video

Mit Ultraschall lässt sich der Krebsverdacht bestätigen. Um die Diagnose Gebärmutterhalskrebs zu sichern, nimmt der Gynäkologe eine sogenannte Ausschabung der Gebärmutter vor und lässt das dabei entnommene Gewebe untersuchen.

In den meisten Fällen von Gebärmutterkrebs ist es notwendig, die Gebärmutter in einer Operation (Hysterektomie) zu entfernen. Wenn nach der Operation noch Tumorreste im Körper zurückgeblieben sind, kann eine Strahlentherapie (Bestrahlung) das restliche Tumorgewebe zerstören. Im frühen Tumorstadium und dann, wenn ein chirurgischer Eingriff nicht möglich ist, bietet auch die alleinige Bestrahlung ohne Operation gute Chancen auf eine Heilung des Endometriumkarzinoms.






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