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Gastritis (Magenschleimhaut­entzündung)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (18. Mai 2013)

Eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ist eine sehr häufige entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut, die akut oder chronisch verlaufen kann. Dabei verursacht die chronische Magenschleimhautentzündung oft keine Symptome. In höherem Lebensalter treten Magenschleimhautentzündungen zunehmend auf.

Eine Gastritis kann vielfältige Ursachen haben: Für eine akute Gastritis können zum Beispiel zu häufig eingenommene Schmerzmedikamente (sog. NSAR, z.B. Acetylsalicylsäure), Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum oder Lebensmittelvergiftungen verantwortlich sein: Hierbei greifen bestimmte Gifte die Zellen des Magens an und schädigen sie. Aber auch Stress, Verletzungen und Schocksituationen können eine Magenschleimhautentzündung auslösen.

Die chronische Magenschleimhautentzündung unterteilt man je nach Ursache in drei Typen: Mit einem Anteil von etwa 5 Prozent ist die Typ-A-Gastritis am seltensten. Sie entsteht durch einen sogenannten Autoimmunprozess, bei dem sich ein Teil des menschlichen Abwehrsystems gegen körpereigenes Gewebe richtet. Bei der mit etwa 10 Prozent etwas häufigeren Typ-C-Gastritis ist die Magenschleimhaut durch bestimmte Schmerzmittel oder durch Gallensaft, der vom Zwölffingerdarm in den Magen zurückfließt, dauerhaft entzündet.

Die mit Abstand häufigste Ursache für eine chronische Gastritis ist jedoch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori: Diese chronische Magenschleimhautentzündung vom Typ B macht etwa 85 Prozent aller chronischen Magenschleimhautentzündungen aus.

Während die chronische Gastritis oft ohne Symptome verläuft, ist die plötzlich auftretende akute Magenschleimhautentzündung typischerweise mit Beschwerden verbunden – wie zum Beispiel:

Mögliche Komplikationen einer Gastritis sind schwere Schleimhautschäden wie:

Um eine Magenschleimhautentzündung sicher diagnostizieren zu können, ist eine Magenspiegelung notwendig. Dabei entnimmt der Arzt Gewebeproben aus der Magenschleimhaut und untersucht sie.

Die gegen eine Gastritis eingesetzte Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Entzündung. In jedem Fall ist es bei einer Magenschleimhautentzündung ratsam, die Ernährung anzupassen: Bei einer Gastritis ist es ratsam, nur Dinge zu essen oder zu trinken, die man gut verträgt und die den Magen nicht reizen. Daneben ist es wichtig, auslösende Faktoren zu meiden. Außerdem können gegen eine Gastritis Medikamente zum Einsatz kommen. Allgemein trägt eine magenfreundliche Lebensweise dazu bei, die Symptome einer Magenschleimhautentzündung zu lindern.

Eine akute Magenschleimhautentzündung heilt in der Regel recht schnell.






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