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Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Stand: 9. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ist eine sehr häufige entzündliche Erkrankung der Magenschleimhaut, die akut oder chronisch sowie mit oder ohne Symptome verlaufen kann. Magenschleimhautentzündungen treten in höherem Lebensalter zunehmend auf und können aus den unterschiedlichsten Gründen entstehen.

Eine Frau hält sich die Hände an den Bauch.
Eine Magenschleimhautentzündung führt oft zu Unwohlsein.

Für eine akute Gastritis können zum Beispiel zu häufig eingenommene Schmerzmedikamente (sog. NSAR, z.B. Acetylsalicylsäure), Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum oder Lebensmittelvergiftungen verantwortlich sein: Hierbei greifen bestimmte Gifte die Zellen des Magens an und schädigen sie. Aber auch Stress, Verletzungen und Schocksituationen können eine Magenschleimhautentzündung auslösen.

Die mit Abstand häufigste Ursache für eine chronische Gastritis ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (chronische Gastritis vom Typ B: ca. 85% aller chronischen Magenschleimhautentzündungen). Auch durch bestimmte Schmerzmittel und durch Gallensaft, der vom Zwölffingerdarm in den Magen zurückfließt, kann sich die Magenschleimhaut dauerhaft entzünden (chronische Gastritis vom Typ C: ca. 10%). Selten hat die chronische Magenschleimhautentzündung ihre Ursachen in einem sogenannten Autoimmunprozess, bei dem sich ein Teil des menschlichen Abwehrsystems gegen körpereigenes Gewebe richtet (chronische Gastritis vom Typ A: ca. 5%).

Eine akute Gastritis tritt plötzlich auf und kann zu Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen führen. Ein chronische Magenschleimhautentzündung verläuft oft ohne Symptome. Mögliche ernst zu nehmende Komplikationen einer Magenschleimhautentzündung sind schwere Schleimhautschäden wie das Magengeschwür (Ulkus), Magenblutungen und ein Magendurchbruch. Hier ist mitunter sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Um eine Magenschleimhautentzündung sicher diagnostizieren zu können, ist eine Magenspiegelung notwendig. Dabei entnimmt der Arzt Gewebeproben aus der Magenschleimhaut und untersucht sie.

Die gegen eine Gastritis eingesetzte Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Entzündung: Die geeigneten Maßnahmen reichen von angepasster Ernährung (d.h. bei Magenschleimhautentzündung nichts essen oder trinken, was den Magen reizt und nicht gut verträglich ist) über das Weglassen auslösender Faktoren bis hin zur Einnahme von Medikamenten. Akute Magenschleimhautentzündungen heilen in der Regel recht schnell. Allgemein trägt eine magenfreundliche Lebensweise dazu bei, die Beschwerden einer Magenschleimhautentzündung zu lindern.

Weiterlesen: Gastritis (Magenschleimhautentzündung): Definition

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