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Gallensteine

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Oktober 2014)

Gallensteine entstehen, wenn Bestandteile der Gallenflüssigkeit, zum Beispiel Cholesterin oder Eiweiß, in der Gallenblase oder im Gallengang verklumpen. Ein Gallensteinleiden (medizinisch: Cholelithiasis von griech. chole = Galle, lithos = Stein) ist die häufigste und bedeutendste Erkrankung der Gallenblase und der Gallengänge. Fast alle anderen Krankheiten der Gallenwege entstehen aufgrund von Gallensteinen.

In Deutschland leiden etwa 32 von 100 Frauen und circa 16 von 100 Männern über 40 Jahre unter einer Cholelithiasis, bei den über 70 jährigen sind rund zwei von drei Personen in der Bevölkerung betroffen. Frauen erkranken insgesamt rund dreimal so oft wie Männer. In Deutschland haben schätzungsweise rund 15 Millionen Menschen Gallensteine. Vorhandene Gallensteine führen nur bei etwa jedem vierten Betroffenen zu Beschwerden. Zu den Risikofaktoren für die Cholelithiasis gehören unter anderem Übergewicht beziehungsweise Adipositas, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin), höheres Lebensalter, weibliches Geschlecht sowie eine Schwangerschaft

Gallensteine: Video

Das typische Symptom des Gallensteinleidens (Cholelithiasis) ist ein heftiger Schmerz im rechten Oberbauch, die sogenannte Gallenkolik, die von Übelkeit begleitet sein kann. Die Diagnose der Gallensteine erfolgt in erster Linie anhand des Beschwerdebilds und durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Manchmal sind aber weitere Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Spiegelung der Gallenblase und Gallengänge (Endoskopie) nötig.

Wie die Cholelithiasis behandelt wird, hängt vor allem davon ab, ob die Gallensteine Beschwerden verursachen. Treten keine Symptome auf, ist eine Therapie in der Regel nicht notwendig. Kommt es zu Gallenkoliken oder anderen Beschwerden, entfernt der Arzt die Gallenblase (sog. Cholezystektomie). Zwar gibt es auch nicht-operative Möglichkeiten, Gallensteine zu entfernen, diese kommen aber nur selten zum Einsatz. Gallensteine lassen sich zum Beispiel durch Medikamente, die Gallensäuren enthalten, auflösen. Nach dieser Behandlung treten allerdings häufig wieder Gallensteine auf (sog. Rezidiv). Gegen Beschwerden wie eine Gallenkolik helfen Schmerzmittel.

Bei drei von vier Betroffenen treten keinerlei Beschwerden auf (sog. stumme Gallensteine). Verursachen Gallensteine Symptome, verschwinden diese, nachdem die Gallenblase entfernt wurde. Nach einer Cholezystektomie treten nur in Ausnahmefällen im verbliebenen Gallengangsystem erneut Gallensteine auf.






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