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Frontzahntrauma

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. April 2015)

© Jupiterimages/Hemera

Das Frontzahntrauma ist weit verbreitet: Jeder zweite Mensch zieht sich irgendwann in den ersten 50 Lebensjahren (z.B. durch einen Stoß, Schlag oder Fall) eine Verletzung an einem Frontzahn (d.h. Schneidezahn oder Eckzahn) zu. Am häufigsten kommen solche unfallbedingten Zahnschäden bei Kindern und Jugendlichen vor.

Schneidezähne und Eckzähne können durch ein Frontzahntrauma auf verschiedene Weise geschädigt sein: So kann ein Frontzahn zum Beispiel abgebrochen und dazu sein Knochenfach und das umliegende Zahnfleisch beschädigt sein. Der extremste Zahnschaden ist der vollständige Verlust eines oder mehrerer Frontzähne. Dabei sind die Frontzähne im Oberkiefer wegen ihrer Größe und Lage häufiger betroffen.

Ob und welche Beschwerden bei einem Frontzahntrauma auftreten, hängt unter anderen vom Ausmaß der Zahnschädigung ab: Wenn ein Zahn vollständig herausbricht, entsteht eine schmerzende und blutende Wunde im Ober- oder Unterkiefer. Unter Umständen kann auch der Kieferknochen geschädigt sein. Wenn hingegen ein Schneidezahn oder Eckzahn teilweise abgebrochen ist, bedeutet dies meist nur eine optische Beeinträchtigung.

Wie die zahnärztliche Behandlung bei einem Frontzahntrauma aussieht, richtet sich zunächst danach, ob Milchzähne oder bleibende Zähne betroffen sind. Bei einem Zahnschaden im Milchgebiss kann man den verletzten Zahn einfach ziehen. Bei einem Zahntrauma im bleibenden Gebiss zielt die Therapie darauf ab, geschädigte Frontzähne nach Möglichkeit zu erhalten.

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Meist gelingt es auch, bleibende Zähne nach einem Frontzahntrauma zu erhalten:

  • Sind die Zähne nur locker, kann man sie schienen, um ihre Regeneration zu unterstützen.
  • Auch ein abgebrochener Frontzahn im bleibenden Gebiss führt nicht unbedingt zum Zahnverlust: Ist ein Frontzahn abgebrochen, ist es (abhängig von der Lage der Bruchstelle) in der Regel möglich, ihn (z.B. durch eine Füllung) zu erhalten.
  • Vollständig ausgeschlagene Zähne lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen wieder einsetzen (bzw. reimplantieren).

Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Reimplantation ist, dass der ausgeschlagene Zahn unversehrt sein muss. Dazu ist es wichtig, ausgeschlagene Zähne oder Zahnstücke feucht zu lagern, damit sie nicht austrocknen und absterben: Am besten ist hierzu eine sogenannte Zahnrettungsbox geeignet, die in Apotheken erhältlich ist. Notfalls kann man sich kurzfristig auch mit Kochsalzlösung, Milch, Plastikfolie oder Speichel behelfen. Je schneller die Reimplantation nach dem Frontzahntrauma geschieht, desto besser stehen die Chancen, dass der wieder eingesetzte Zahn auch einwächst. Gelingt dies nicht, bietet sich ein Zahnersatz für die fehlenden Frontzähne an.

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