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Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (04. Februar 2011)

Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom) ist eine nicht-entzündliche Erkrankung, die durch eine verhärtete Muskulatur gekennzeichnet ist und als Sonderform des Weichteilrheumatismus gilt.

Fibromyalgie äußert sich durch Symptome wie anhaltende Schmerzen in der Muskulatur und in den Sehnenansätzen sowie durch eine erhöhte Druckempfindlichkeit an bestimmten Schmerzdruckpunkten, den sogenannten Tender Points. Hierbei handelt es sich um insgesamt 18 schmerzhafte Stellen, die sich an den Sehnenansätzen befinden. Am ganzen Körper besteht eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit.

Die Schmerzen im Rahmen einer Fibromyalgie können unterschiedlich beschaffen sein: dumpf, scharf oder ausstrahlend. Auch die Intensität der Schmerzen ist nicht immer gleich. Sie wechselt sowohl über den Tag als auch im Krankheitsverlauf. Emotionaler Stress und Kälte können die Schmerzen verstärken.

Als Begleiterscheinungen einer Fibromyalgie können unter anderem Schlafstörungen, Müdigkeit, Morgensteifigkeit und psychische Auffälligkeiten wie Depressionen auftreten.

Frauen sind häufiger von Fibromyalgie betroffen als Männer. Insgesamt sind etwa zwei bis drei Prozent der Gesamtbevölkerung vom Fibromyalgiesyndrom betroffen. Die Ursache für Fibromyalgie ist noch unbekannt. Es liegen jedoch keine organischen Störungen zugrunde und es kommt zu keiner krankhaften Veränderung in Muskeln und Sehnen. Mediziner diskutieren eine Störung bei der Verarbeitung von schmerzrelevanten Informationen im Gehirn als mögliche Ursache. Ebenso scheint emotionaler Stress eine Rolle zu spielen.

Die Diagnose der Fibromyalgie erfolgt anhand der Krankengeschichte und der Druckempfindlichkeit der Tender Points. Die Behandlung besteht aus einer Kombination von psychosomatischer Betreuung, physikalischer Therapie und Medikamenten. Die Erfolge sind umso besser, je früher Betroffene eine Therapie beginnen – es lassen sich Rückbildungen der Erkrankung beobachten, wenn sie in den ersten zwei Krankheitsjahren erkannt und behandelt wird. Besteht das Fibromyalgiesyndrom über einen längeren Zeitraum, neigt es dazu, chronisch zu werden.






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