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Feuermal (Naevus flammeus)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. März 2015)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Ein Feuermal (Naevus flammeus) ist eine Hautveränderung, die meist schon bei der Geburt vorhanden ist –  selten entwickelt sich ein Feuermal erst in den ersten Lebenstagen. Feuermale sind gutartig, sie können aber eine seelische Belastung bedeuten, etwa, wenn sie im Gesicht auftreten.

Bei der Geburt erscheint ein Feuermal meist als hell- bis dunkelroter Fleck. Mit zunehmendem Alter nimmt der Naevus flammeus an Farbintensität zu, vergrößert sich aber nur proportional zum Wachstum des Kindes. Typischerweise tritt das Feuermal seitlich der Körpermittellinie auf, hat also ein asymmetrisches Verteilungsmuster.

Unbehandelt bleibt ein Naevus flammeus lebenslang bestehen. Feuermale sind selten: Bis zu 2 von 100 der Neugeborenen sind betroffen.

DIe genauen Ursachen sind nicht geklärt; manchmal treten Feuermale jedoch in Verbindung mit anderen, erblich bedingten Krankheiten auf (z.B. beim Sturge-Weber-Syndrom).

Um ein Feuermal zu diagnostizieren, reicht meist eine einfache Untersuchung der Haut aus. Wichtig bei der Diagnose ist es, das Feuermal vom Blutschwämmchen (Hämangiom) abzugrenzen, da es anfangs Ähnlichkeiten mit einem Naevus flammeus aufweisen kann. Außerdem wird der Arzt prüfen, ob das Feuermal möglicherweise Symptom einer anderen Erkrankung ist. So wird er untersuchen, ob das Kind an weiteren Fehlbildungen der Gefäße leidet, z.B. im Bereich der Hirnhäute.

Vom Feuermal abzugrenzen ist der deutlich häufigere Naevus flammeus simplex, zu dem der sogenannte Storchenbiss gehört: Der Naevus flammeus simplex findet sich (meist gering ausgeprägt) bei bis zur Hälfte aller Kinder. Typischerweise liegt der Naevus flammeus simplex im Bereich der Körpermittellinie (symmetrischer Naevus flammeus), hat also ein symmetrisches Verteilungsmuster (z.B. der Storchenbiss im Nacken). Er verschwindet – anders als das Feuermal – in der Regel im Laufe der Zeit (meist in den ersten Lebensjahren) von selbst.

Ob ein Feuermal eine Behandlung erfordert, hängt vor allem von seiner Lage ab – und davon, wie sehr die Hautveränderung die betroffene Person belastet. Man kann einen Naevus flammeus zwar mit Make-up oder Camouflage abdecken, dies ist jedoch zeitaufwendig und verbessert das Erscheinungsbild oft nur bedingt.

Daher ist es in dem Fall ratsam, ein Feuermal frühzeitig behandeln zu lassen, am besten bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter.

Ein Feuermal können Sie durch Lasern entfernen lassen. Da die Laserbehandlung schmerzhaft ist, ist bei Babys und Kleinkindern eine Vollnarkose notwendig. Im günstigsten Fall (d.h. rechtzeitiger Behandlungsbeginn, kleinflächiges und nicht zu dunkles Feuermal) reichen 4 bis 6 Sitzungen aus, um die Farbe des Naevus flammeus deutlich (um 70-80%) aufzuhellen. Komplikationen durch die Lasertherapie kommen nur sehr selten vor.

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