Erkältung (grippaler Infekt): Alle Jahre wieder

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (11. September 2017)

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Die Erkältung (auch grippaler Infekt genannt) ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt: Im Mittel sind Erwachsene 2- bis 3-mal im Jahr erkältet, Kinder im Vorschulalter sogar 4- bis 8-mal.

Eine Erkältung geht mit eher leichten Beschwerden und teils mit Fieber einher. Oft tritt ein grippaler Infekt nach einer Kälteeinwirkung oder Stress auf, wenn der Körper geschwächt ist.

Was ist eine Erkältung?

Eine Erkältung ist eine akute Infektion der oberen Atemwege: Wer erkältet ist, hat eine akute Entzündung der Nasen- und Rachenschleimhaut, wobei sich vermehrt wässriges oder schleimiges Sekret absondert (sog. Katarrh).

In der Regel ist ein grippaler Infekt ein viraler Infekt – er entsteht also durch Viren. In wenigen Fällen kommt es bei einer Erkältung zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien.

Grippaler Infekt, Grippe & Sommergrippe: Begriffserklärung

Die Bezeichnung grippaler Infekt lässt viele Menschen an eine Grippe (Influenza) denken. Tatsächlich können manche Erkältungssymptome einer beginnenden leichten Grippe ähneln. Doch Erkältung und Grippe sind zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen:

  • Eine Erkältung kann durch viele unterschiedliche Erkältungsviren entstehen und ist deutlich harmloser als die echte Grippe. Sie kündigt sich meist durch Kratzen oder Schmerzen im Hals an und entwickelt sich dann langsam über mehrere Tage weiter, wobei nur die oberen Atemwege infiziert sind.
  • Eine echte Grippe hingegen entsteht durch Grippeviren. Sie beginnt typischerweise plötzlich und heftig und betrifft den ganzen Körper. Im Extremfall kann sie lebensbedrohlich verlaufen.

Hingegen ist die sogenannte Sommergrippe eigentlich ein grippaler Infekt: Dieser Begriff bezeichnet eine Erkältung, die im Frühling, Sommer oder Frühherbst auftritt und meist mit Fieber einhergeht. Auch sie verläuft in aller Regel milder als die echte Grippe.

Erkältung (grippaler Infekt): Symptome

Eine Erkältung (grippaler Infekt) verursacht viele Symptome, die von Fall zu Fall unterschiedlich schwer sein können. Klassische Erkältungssymptome sind:

Normalerweise beginnt eine Erkältung langsam, wobei die verschiedenen Symptome nach und nach auftreten und einander teils abwechseln.

Typisch Erkältung: Symptome in den oberen Atemwege

Wer erkältet ist, hat eine akute Entzündung der Schleimhäute (sog. Katarrh) von Nase und Rachen. Entsprechend ist die Erkältung durch Symptome im Nasen- und Rachenbereich gekennzeichnet. Meist kündigt sich ein grippaler Infekt durch eine Rachenentzündung (akute Pharyngitis) an. Typisch hierfür sind:

  • ein Kratzen und Trockenheitsgefühl im Hals sowie
  • Schmerzen beim Schlucken.

Durch die entzündete Nasenschleimhaut verursacht ein grippaler Infekt anfangs ein Kitzeln in der Nase und Niesreiz. Diese Symptome gehen rasch in Schnupfen (akute Rhinitis) über: Es entsteht ein wässriger bis schleimig-eitriger Ausfluss (Sekretion). Daher löst eine Erkältung folgende weitere Symptome aus:

  • eine behinderte Nasenatmung,
  • ein beeinträchtigtes Riechvermögen und
  • eine auffallend nasal klingende (durch die Nase gesprochene) Stimme.
Das Bild zeigt eine Frau, die Nase putzt. © Jupiterimages/iStockphoto

Typisch für eine Erkältung: Schnupfen.

Allgemeinsymptome

Außerdem treten zu Beginn oder im weiteren Verlauf einer Erkältung allgemeine Symptome auf, die oft auch bei anderen Erkrankungen vorkommen. Häufige Allgemeinsymptome beim grippalen Infekt sind zum Beispiel:

Vor allem bei Kindern verursacht ein grippaler Infekt gelegentlich auch Fieber. Wenn sich die Entzündung der oberen Atemwege auf- oder absteigend ausbreitet, können bei einer Erkältung weitere allgemeine und auch spezifischere Symptome hinzukommen.

Kehlkopfentzündung

Wenn die bei einer Erkältung typische Atemwegsentzündung auch die Kehlkopfschleimhaut betrifft (v.a. die Schleimhaut über den Stimmbändern), liegt eine Kehlkopfentzündung (akute Laryngitis) vor. Anzeichen hierfür sind:

Bei Kleinkindern treten im Rahmen einer Erkältung nicht selten Symptome einer bestimmten Form von Kehlkopfentzündung auf, die man als Pseudokrupp bezeichnet. Kennzeichnend für den Pseudokrupp sind ein bellender Husten und Atemnot mit pfeifenden Geräuschen beim Einatmen.

Luftröhren- und Bronchien-Entzündung

Bei einer Erkältung können auch Symptome einer Luftröhren- und Bronchien-Entzündung (akute Tracheitis und akute Bronchitis) auftreten. Typisch für eine entzündete Luftröhren- und Bronchialschleimhaut sind Husten mit schleimig-eitrigem Auswurf und oft auch Brustschmerzen. Doch nicht nur ein grippaler Infekt kann solche Symptome verursachen, sondern auch andere, ernsthafte Erkrankungen. Wenn nicht eindeutig ist, ob man wirklich "nur" erkältet ist, ist es daher wichtig, dies ärztlich abklären zu lassen.

Erkältung (grippaler Infekt): Ursachen

Eine Erkältung (grippaler Infekt) entsteht trotz der Bezeichnung nicht durch Kälte, sondern durch Krankheitserreger – in der Regel durch Viren. Allerdings erkältet man sich üblicherweise, wenn das Immunsystem des Körpers geschwächt ist (z.B. durch Stress oder Kälteeinwirkung).

Typische Erkältungsviren

Eine Erkältung kann durch über 200 verschiedene Virustypen entstehen. Manche Erkältungsviren verursachen jedoch häufiger einen grippalen Infekt als andere:

  • Rhinoviren sind mit etwa 40 Prozent die häufigsten Ursachen für eine Erkältung.
  • Respiratory-Syncytial-Viren (RS-Viren) stecken hinter 10 bis 15 Prozent aller Erkältungen.
  • Coronaviren sind für etwa 10 Prozent aller Erkältungskrankheiten verantwortlich.
  • Häufig sind auch Adenoviren, Myxoviren, Echoviren, Parainfluenzaviren und Influenzaviren an einer akuten Infektion der oberen Atemwege beteiligt.

Ansteckung

Andere mit seiner Erkältung anstecken kann nicht nur, wer offensichtlich erkältet ist. Auch scheinbar gesunde Menschen können einen grippalen Infekt verbreiten. Denn bereits in der Inkubationszeit ist eine Erkältung ansteckend – also wenn die Infektion schon stattgefunden hat, sich aber noch nicht bemerkbar macht. Die Erkältungsviren können wie folgt von Mensch zu Mensch gelangen:

  • durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Niesen oder Husten)
  • durch Schmierinfektion (z.B. über die Hände auf die Schleimhäute von Mund, Auge und Nase)

Wie entsteht eigentlich eine Erkältung und was verursacht die Beschwerden? Unser Erkältungs-Video verrät es Ihnen!

Bakterien: Häufige Ursache für Komplikationen 

Manchmal kommt es bei einer virusbedingten Erkältung zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien. Denn ein grippaler Infekt schwächt den Körper, sodass Bakterien leichter in den Körper eindringen und sich ausbreiten können. In dem Fall spricht man von einer Mischinfektion beziehungsweise Superinfektion. Häufigste Verursacher einer bakteriellen Superinfektion sind:

Wenn es bei einer Erkältung zu schweren Komplikationen kommt, stecken oft Bakterien dahinter.

Erkältung (grippaler Infekt): Diagnose

Bei einer Erkältung (grippaler Infekt) gelingt die Diagnose oft schon anhand der geschilderten Beschwerden (sog. Anamnese) und der körperlichen Untersuchung (sog. klinischer Befund). Bei der Untersuchung fallen in erster Linie die geröteten Nasen- und Rachenschleimhäute auf. Weißliche Beläge auf den Mandeln, auch Stippchen genannt, sind ein Hinweis auf eine bakterielle Mandelentzündung (Tonsillitis), die man mit Antibiotika behandeln kann.

Erkältung oder Grippe?

Manchmal ist es schwierig, eine Erkältung von einer Grippe (Influenza) abzugrenzen. Da die echte Grippe schwerwiegender verlaufen kann und ihre Behandlung nur im Frühstadium optimal wirkt, ist es aber wichtig, rechtzeitig festzustellen, ob eine echte Grippe oder ein gewöhnlicher grippaler Infekt vorliegt.

Anders als die plötzlich und heftig einsetzende echte Grippe entwickelt sich ein grippaler Infekt eher langsam. Um die Erkältung richtig zu diagnostizieren, ist im Zweifelsfall möglicherweise eine Blutuntersuchung hilfreich, bei der man im Blut nach Entzündungszeichen sucht.

Bei Menschen, die – abgesehen von der Erkältung – gesund sind, reichen die Erfassung der Beschwerden und die Untersuchung vollkommen aus. Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung oder verläuft ein grippaler Infekt untypisch oder langwierig, sind weitere Untersuchungen sinnvoll – zum Beispiel:

Bei Menschen mit bekannter Lungenerkrankung kann der Arzt zusätzlich den Speichel auf Krankheitserreger untersuchen. Nur in seltenen Fällen ist bei einer Erkältung eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) oder Computertomographie (CT) erforderlich.

Erkältung (grippaler Infekt): Therapie

Eine Erkältung (grippaler Infekt) verschwindet meist ohne Therapie von selbst wieder. Trotzdem kann es sinnvoll sein, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die unerwünschten Beschwerden zu unterdrücken.

Erkältung – was kann ich selbst tun?

Bei einer Erkältung gibt es einiges, was Sie selbst tun können. Denn oft reichen schon allgemeine Maßnahmen aus, um die Erkältungssymptome zu lindern. So können Sie Ihre Genesung unterstützen, indem Sie zum Beispiel:

  • sich körperlich schonen (etwa in Bezug auf Arbeit und Sport)
  • Dampf inhalieren (z.B. Kamillen- oder Salbeidampf)
  • heiße Getränke mit Honig trinken
  • warme Halswickel anwenden
  • Lutschtabletten lutschen
  • Ihre Stimme schonen
  • aufs Rauchen verzichten

Helfen Hausmittel gegen eine Erkältung?

Es spricht nichts dagegen, auch verschiedene Hausmittel gegen die Erkältung auszuprobieren: Mancher schwört auf Ingwer (Ingwertee mit Zitronensaft und Honig), andere inhalieren bei einer Erkältung lieber Teebaum- oder Pfefferminzöl oder legen eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf das Nachtschränkchen, damit die Dämpfe den Schnupfen lindern.

Übrigens: Dass es bei einem grippalen Infekt hilft, besonders viel zu trinken, ist wissenschaftlich nicht belegt. Ein heißer Erkältungstee, andere warme Getränke oder die klassische Hühnersuppe können bei einer Erkältung aber wohltuend sein.

Kann ich meine Erkältung durch Medikamente schnell loswerden?

Gegen eine Erkältung können auch Medikamente zum Einsatz kommen: Es stehen zahlreiche Mittel zur Verfügung, die bei einem grippalen Infekt helfen.

Wer jedoch hofft, dank der Medikamente seine Erkältung schnell loswerden zu können, wird enttäuscht sein. Denn die Ursache des grippalen Infekts lässt sich nicht beseitigen: Es gibt kein spezielles Erkältungsmittel, das gegen alle Erkältungsviren wirkt. Die medikamentöse Therapie dient nur dazu, die Beschwerden zu lindern.

So können Sie bei einer Erkältung schmerzlindernde Medikamente gegen Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen einnehmen – wie beispielsweise Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Wenn Ihre Kinder erkältet sind, geben Sie ihnen aber keinesfalls Medikamente mit ASS, da sonst ein Risiko für das sogenannte Reye-Syndrom besteht.

Das Reye-Syndrom kann mit Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen bis zum Koma einhergehen sowie Hirn- und Leberschäden verursachen. Dieses Krankheitsbild können Kinder entwickeln, wenn sie während einer Viruserkrankung ASS einnehmen.
Darum gilt bei einer Erkältung im Baby- und Kindesalter: bloß kein ASS!

Oft kommen bei einer Erkältung auch abschwellende Nasentropfen zum Einsatz, um die Atmung zu erleichtern und ein Ohrenstechen oder sogenannte verlegte Ohren zu behandeln. Wenn ein grippaler Infekt mit trockenem Reizhusten einhergeht, ist eine wenige Tage dauernde Behandlung durch hustendämpfende codeinhaltige Medikamente empfehlenswert.

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Bei einer Erkältung kann man nur die Symptome behandeln, nicht die Ursache. Zum Beispiel durch abschwellende Nasensprays oder -tropfen. Aber Achtung: Wer die Mittel länger als eine Woche anwendet, riskiert einen Gewöhnungseffekt und Dauerschnupfen.

Bei Husten können schleimlösende Hustensäfte eine Hilfe sein. Solche Schleimlöser sind allerdings bei Kleinkindern und bei Menschen mit Asthma mit Vorsicht gegen die Erkältung anzuwenden, da diese Probleme haben, den Schleim auch auszuhusten.

Antibiotika sind keine Erkältungsmittel

Früher war bei einer Erkältung eine Therapie mit Antibiotika oft selbstverständlich. Heute weiß man: Bei einer akuten Erkältung helfen diese Medikamente nicht, denn Antibiotika wirken nur gegen Bakterien.

Nur wenn ein grippaler Infekt mit einer bakteriellen Entzündung einhergeht (sog. Mischinfektion), ist es ratsam, diese unter ärztlicher Aufsicht mit einem Antibiotikum zu behandeln.

Erkältet in der Schwangerschaft – was tun?

Bei einer Erkältung in der Schwangerschaft gilt: Bevor Sie Medikamente gegen Ihre Beschwerden einnehmen, halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrem Arzt! Er kann Ihnen sagen, welche Mittel Sie bedenkenlos gegen Ihre Erkältung anwenden können. Da ein grippaler Infekt kein besonderes Risiko für Mutter und Kind darstellt, können Sie bei der Behandlung auch weitgehend auf Medikamente verzichten.

Alternative Heilverfahren?

Um die Beschwerden bei einer Erkältung zu verbessern oder grippale Infekte abzuwehren, ziehen viele Menschen auch alternative Heilverfahren in Betracht. Dazu zählt zum Beispiel die Phytotherapie, die Akupunktur oder die Homöopathie. Ob sich eine Erkältung dadurch wirklich lindern oder verhindern lässt, ist häufig zweifelhaft. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Erkältung (grippaler Infekt): Verlauf

Wie lange dauert eine Erkältung?

Meist klingt eine Erkältung (grippaler Infekt) nach einer Dauer von acht bis zehn Tagen von selbst wieder ab – ihr Verlauf ist also typischerweise begrenzt.

Welche Komplikationen können auftreten?

Nur selten nimmt eine Erkältung einen komplizierten Verlauf. Auch eine Erkältung in der Schwangerschaft stellt in der Regel kein Risiko für Mutter und Kind dar. Wer einen grippalen Infekt jedoch ignoriert und sich nicht schont, erhöht das Risiko für Komplikationen.

Darum ist beispielsweise von Sport bei einer Erkältung unbedingt abzuraten.

Bakterielle Superinfektion

Eine virusbedingte Erkältung kann im weiteren Verlauf zu Komplikationen führen, weil sie das Immunsystem schwächt. Denn eine geschwächte Immunabwehr erleichtert es Bakterien, den Körper ebenfalls zu infizieren. Durch eine solche zusätzliche bakterielle Infektion (sog. Superinfektion) kann sich ein grippaler Infekt verschlimmern.

Typisches Zeichen für eine bakterielle Superinfektion ist eitriges, gelblich-grünliches Sekret, das die entzündete Schleimhaut absondert. Auch Fieber kann bei einer Erkältung auf eine bakterielle Infektion hinweisen. Die Ausbreitung der Bakterien kann zu folgenden Erkrankungen führen:

Herzmuskelentzündung

Zu den nach einer Erkältung möglichen, aber extrem seltenen Komplikationen zählt die virusbedingte Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Sie ist gekennzeichnet durch:

Erkältung (grippaler Infekt): Vorbeugen

Zu 100 Prozent können Sie einer Erkältung (grippaler Infekt) nicht vorbeugen. Sie können nur versuchen, sich weitgehend vor einer Ansteckung zu schützen, indem Sie den Kontakt mit den Erregern von Erkältungskrankheiten möglichst gering halten.

Die Erreger können sich durch Husten oder Niesen in der Luft verteilen und haften daher auch auf Gegenständen. Berühren Sie diese Dinge, können die Erreger wiederum über Ihre Hände in Ihre Atemwege gelangen. Die wichtigsten Tipps gegen eine Erkältung lauten also:

  • Meiden Sie nach Möglichkeit den Kontakt mit Erkälteten (z.B. in überfüllten Wartesälen zur Winterzeit).
  • Waschen Sie sich vor allem in der Erkältungssaison regelmäßig Ihre Hände mit Seife, um die Erreger zu beseitigen.
  • Trinken Sie lieber nicht aus Tassen oder Flaschen, aus denen bereits jemand anders getrunken hat.

Daneben ist es allgemein empfehlenswert, die eigenen Abwehrkräfte zu fördern. Denn ein gestärktes Immunsystem kann Erkältungsviren besser standhalten, sodass das Risiko für Erkältungen sinkt. Vorbeugend wirken zum Beispiel:

Auch regelmäßige Saunagänge halten Ihre Immunabwehr fit, sodass Sie einen grippalen Infekt leichter abwehren können. (Allerdings wirkt sich die Sauna bei einer akuten Erkältung oder gar einer Grippe negativ aus.) Wenn Sie einer Erkältung vorbeugen möchten, ist zudem ein ausreichender, erholsamer Schlaf besonders wichtig.

Die langjährige Vermutung, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin C vor Erkältungen schützt, hat sich jedoch nicht bestätigt.

Auch mit einer Grippeschutzimpfung können Sie einer Erkältung nicht vorbeugen: Diese Impfung schützt nicht vor einem grippalen Infekt, sondern nur vor der echten Grippe. Da sich deren Erreger – die Grippeviren – ständig verändern, kommt jedes Jahr auch ein entsprechend angepasster neuer Impfstoff zum Einsatz. Daher schützt die Grippeimpfung nur dann vor Grippe, wenn Sie sich jedes Jahr neu impfen lassen.

Wissenswertes:

Viele Mütter fragen sich: Darf ich mein Baby trotz Erkältung stillen? Die Antwort lautet: Ja! Denn das Baby kann sich schon bei seiner Mutter anstecken, bevor sie merkt, dass sie erkältet ist. Darum ist Muttermilch nun besonders wichtig: Sie enthält Antikörper, die das mütterliche Immunsystem gegen die Erreger gebildet hat – und schützt so das Baby vor dem grippalen Infekt.

Erkältung (grippaler Infekt): Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Erkältung (grippaler Infekt)":

Onmeda-Lesetipps:

Arzneimittelinformationen zu Erkältungskrankheiten
Grippe oder Erkältung?
Grippe (Influenza): Symptome, Behandlung, Verlauf
Alles über Impfungen

Linktipps:

www.faktencheck-antibiotika.de
Der Faktencheck Gesundheit informiert Sie, wann und wie Sie Antibiotika bei Kindern sinnvoll einsetzen.

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2017)

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Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S.H.E., Schulz, T.F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Springer, Berlin 2016

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Aktualisiert am: 11. September 2017

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