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Erkältung (grippaler Infekt)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (03. August 2016)

© iStock

Die Erkältung (auch grippaler Infekt genannt) ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt: Im Mittel sind Erwachsene 2- bis 3-mal im Jahr erkältet, Kinder im Vorschulalter sogar 4- bis 8-mal.

Bei einer Erkältung sind die oberen Atemwege akut infiziert – in der Regel mit Viren. Am häufigen entsteht ein grippaler Infekt durch Rhino-, Corona-, Adeno- und Respiratory-Syncytial-Viren. In wenigen Fällen kommt es bei einer virusbedingten Erkältung zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien.

Oft tritt ein grippaler Infekt nach einer Kälteeinwirkung auf, wenn der Körper geschwächt ist. Die für eine Erkältung typischen Symptome sind:

Damit kann ein grippaler Infekt teils ähnliche Symptome auslösen wie eine leichte Grippe (Influenza): Die meisten Infektionen mit Grippeviren verlaufen unauffällig oder so leicht, sodass die Betroffenen sie für eine gewöhnliche Erkältung halten. Aber:

  • Eine Erkältung kündigt sich meist durch Kratzen oder Schmerzen im Hals an und entwickelt sich dann langsam über mehrere Tage weiter, wobei nur die oberen Atemwege infiziert sind. In der Regel verläuft ein grippaler Infekt harmlos.
  • Eine echte Grippe hingegen beginnt typischerweise plötzlich und heftig und betrifft den ganzen Körper.

Besonders bei Kleinkindern, älteren Menschen und hochschwangeren Frauen sowie bei Menschen mit einer Grunderkrankung (z.B. Immunschwäche, chronische Lungen- oder Herzerkrankung) kann eine Grippe schwerer verlaufen und eine Behandlung im Krankenhaus nötig machen. Daher ist es im Frühstadium wichtig, zu unterscheiden, ob eine echte Grippe oder eine gewöhnliche Erkältung vorliegt.

Was tun?

Ein gewöhnlicher grippaler Infekt kann durch über 200 verschiedene Virustypen entstehen. Darum steht bis heute kein Mittel gegen die Erkältung zur Verfügung, mit dem sich deren Ursache wirksam bekämpfen ließe.

Trotzdem gibt es bei einer Erkältung einiges, was Sie tun können, um die Beschwerden zu lindern – zum Beispiel:

  • sich körperlich schonen,
  • Tabletten lutschen und
  • typische Hausmittel gegen die Erkältung einsetzen (z.B. Dampf inhalieren, heiße Getränke mit Honig trinken).

Antibiotika können nichts gegen eine virusbedingte Erkältung ausrichten. Ihr Einsatz hilft nur dann, wenn zusätzlich eine Infektion mit Bakterien vorliegt. Ansonsten zeigen diese Medikamente bei einem grippalen Infekt keinen Nutzen.

Meist klingt ein grippaler Infekt nach 8 bis 10 Tagen ohne Komplikationen wieder ab. Wer jedoch erkältet ist und sich nicht schont – also zum Beispiel trotz Erkältung Sport treibt –, erhöht das Risiko für Komplikationen (wie z.B. eine bakterielle Zweitinfektion oder Herzmuskelentzündung).

Zu 100 Prozent kann man einer Erkältung nicht vorbeugen – wer jedoch seine Abwehrkräfte fördert, senkt das Risiko, dass ein grippaler Infekt entsteht. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung stärken das Immunsystem, das dann Erkältungserregern besser standhalten kann.



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