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Erkältung (grippaler Infekt)

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (20. September 2013)

Die Erkältung (auch "grippaler Infekt" genannt) ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt: Im Mittel erkälten sich Erwachsene 2- bis 3-mal im Jahr, Kinder im Vorschulalter sogar 4- bis 8-mal.

Ein grippaler Infekt ist eine akute Infektion der oberen Atemwege, deren Ursachen meistens Viren sind: Häufige Erreger einer Erkältung sind Rhino-, Corona-, Adeno- und Respiratory-Syncytial-Viren. In wenigen Fällen entsteht zusätzlich eine Infektion durch Bakterien (sog. bakterielle Zweitinfektion oder Superinfektion). Oft erkältet man sich nach Kälteeinwirkung, wenn der Körper geschwächt ist.

Die für eine Erkältung typischen Symptome sind zum Beispiel

Damit kann ein grippaler Infekt teils ähnliche Symptome auslösen wie eine leichte Grippe (Influenza): Die Mehrzahl der Infektionen mit Influenza-Viren (Grippeviren) verläuft unauffällig oder so leicht, sodass die Betroffenen sie für eine gewöhnliche Erkältungskrankheit halten. Aber: Ein grippaler Infekt kündigt sich meist durch Kratzen oder Schmerzen im Hals an und entwickelt sich dann langsam über mehrere Tage weiter, wobei nur die oberen Atemwege infiziert sind. In der Regel verlaufen Erkältungen harmlos.

Eine echte Grippe hingegen beginnt typischerweise plötzlich und heftig und betrifft den ganzen Körper. Besonders bei Kleinkindern, älteren Menschen und hochschwangeren Frauen sowie bei Menschen mit einer Grunderkrankung (z.B. Immunschwäche, chronische Lungen- oder Herzerkrankung) kann eine Grippe schwerer verlaufen und eine Behandlung im Krankenhaus nötig machen. Daher ist es im Frühstadium wichtig, zu unterscheiden, ob eine echte Grippe oder eine gewöhnliche Erkältung vorliegt.

Da ein gewöhnlicher grippaler Infekt durch über 200 verschiedene Virustypen entstehen kann, steht bis heute kein Mittel gegen die Erkältung zur Verfügung, das deren Ursache wirksam bekämpft. Es gibt aber einiges, was hilft, bei einer Erkältung die Beschwerden zu lindern: zum Beispiel sich körperlich schonen, Tabletten lutschen und typische Hausmittel gegen die Erkältung einsetzen (z.B. Dampf inhalieren, heiße Getränke mit Honig trinken). Antibiotika helfen bei einer virusbedingten Erkältung nur dann, wenn zusätzlich eine Infektion mit Bakterien vorliegt, weil diese Medikamente ansonsten keinen oder nur einen geringen Nutzen zeigen.

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Meist klingt ein grippaler Infekt nach 8- bis 10-tägiger Dauer ohne Komplikationen wieder ab. Wer jedoch erkältet ist und sich nicht schont – also zum Beispiel Sport bei einer Erkältung treibt –, erhöht das Risiko für Komplikationen (wie z.B. eine bakterielle Zweitinfektion oder Herzmuskelentzündung).

Zu 100 Prozent kann man einer Erkältung nicht vorbeugen – wer jedoch seine Abwehrkräfte fördert, senkt das Risiko, dass ein grippaler Infekt entsteht. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung stärken das Immunsystem, das dann Erkältungserregern besser standhalten kann.

Erkältung: Video






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