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Eisenspeicher­krankheit (Siderose)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (12. Mai 2013)

Bei einer Eisenspeicherkrankheit (Siderose) befindet sich zu viel Eisen im Körper. Da dieser Eisenüberschuss zunächst keine besonderen Symptome auslöst, sind sich viele Betroffene ihrer Erkrankung gar nicht bewusst. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind jedoch wichtig, um mögliche Folgeschäden erfolgreich verhindern zu können.

Eisenspeicherkrankheiten können die verschiedensten Ursachen haben – dabei unterscheidet man die erbliche Eisenspeicherkrankheit von der erworbenen Siderose:

  • Die erbliche (primäre) Eisenspeicherkrankheit entsteht durch eine Veränderung an der Erbanlage. Meist bricht die erbliche (hereditäre) Hämochromatose zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr aus: Diese Erbkrankheit betrifft Männer zehnmal häufiger als Frauen. Bei Frauen mit erblicher Hämochromatose treten Symptome für den Eisenüberschuss oft erst nach der Menopause auf, also nach dem Ende der Regelblutungen.
  • Eine erworbene (sekundäre) Eisenspeicherkrankheit kann durch häufige Bluttransfusionen, aber auch durch Vorerkrankungen wie Hepatitis B oder C sowie durch Alkoholmissbrauch entstehen.

Zunächst treten bei einer Eisenspeicherkrankheit allgemeine Symptome wie Müdigkeit, allgemeine Schwäche und Unwohlsein auf. Mit der Zeit kann die Siderose ohne Behandlung schwerwiegendere Folgen haben, zum Beispiel:

Bei jeder Form von Eisenspeicherkrankheit – ob bei einer erworbenen Siderose oder der erblichen Hämochromatose – zielt die Therapie darauf ab, den Eisenüberschuss im Körper abzubauen. Zur Behandlung kommen Aderlässe oder Medikamente infrage, welche die Ausscheidung von Eisen fördern; bei erblicher Hämochromatose ist auch die Ernährung wichtig. Wenn es gelingt, die Eisenspeicherkrankheit rechtzeitig zu erkennen und mit der geeigneten Behandlung zu beginnen, sind Lebenserwartung und -qualität der Betroffenen kaum beeinträchtigt.






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