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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist ein bösartiger Tumor der weiblichen Keimdrüsen, der Eierstöcke (Ovarien). Eierstockkrebs tritt meist bei älteren Frauen auf und ruft häufig erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome hervor.
Die Ursachen von Eierstockkrebs sind bisher weitgehend unbekannt. Bestimmte Veränderungen der Erbinformation (Mutationen) können allerdings das Risiko erhöhen, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken.
Ruft ein Ovarialkarzinom Symptome hervor, fühlen sich die betroffenen Frauen zum Beispiel generell müde und leistungsschwach oder klagen über Verdauungsstörungen. Der Tumor kann eine Bauchwassersucht (sog. Aszites) hervorrufen oder auch allein durch seine Größe dazu führen, dass der Bauchumfang der Betroffenen zunimmt. Die Symptome sind recht unspezifisch – das heißt, sie können auch bei vielen anderen und harmlosen Erkrankungen vorkommen.
Eine Untersuchung beim Frauenarzt ist deshalb ein wichtiger Schritt, um die genauen Ursachen für die Beschwerden herauszufinden. Besteht nach der gynäkologischen Untersuchung der Verdacht auf Eierstockkrebs, bestimmt der Arzt mittels Ultraschall (Sonographie), Computertomographie und Magnetresonanztomographie die Ausdehnung und Beschaffenheit des Tumors. Genaue Sicherheit liefert letztlich die feingewebliche Untersuchung des Tumorgewebes.
Die Therapie von Eierstockkrebs besteht in der Regel aus einer operativen Entfernung des Tumors und anschließender Chemotherapie. Die Prognose der Erkrankung hängt stark davon ab, in welchem Stadium das Ovarialkarzinom erkannt und behandelt wird: In Frühstadien bestehen gute Aussichten auf eine dauerhafte Heilung.
Nach der Eierstockkrebs-Behandlung sind regelmäßige Nachuntersuchungen wichtig. Sie sollten in den ersten drei Jahren nach der Therapie im Rhythmus von drei Monaten stattfinden. Ziel der Nachsorge ist es, die durch Operation und Chemotherapie körperlich und seelisch belasteten Patientinnen gut zu betreuen und ein Wiederkehren des Tumors (sog. Rezidiv) möglichst früh zu erkennen.
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