Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. April 2016)

Beim Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) richten sich Verlauf und Prognose zum einen nach dem Tumortyp. Darüber hinaus nehmen zwei wesentliche Faktoren Einfluss:

  • Die Ausbreitung der Erkrankung beziehungsweise das Tumorstadium: Besonders eine auf den Eierstock begrenzte Erkrankung (FIGO-Stadium I) hat eine günstige Prognose. Da Eierstockkrebs im frühen Stadium meist keine Symptome verursacht, wird ein Ovarialkarzinom oft erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Hat sich der Krebs bereits im Becken ausgebreitet oder ist es bereits zu einem Befall der Bauchhöhle oder Metastasen gekommen, verschlechtert sich die Prognose. Bei Patientinnen mit weit fortgeschrittenem Eierstockkrebs tritt der Krebs nach abgeschlossener Therapie häufig wieder auf (Rezidiv).
  • Größe des möglicherweise nach der Operation verbliebenen Tumorrests: Die Prognose ist umso besser, je kleiner eventuelle Tumorreste nach einer Operation sind.

Nachsorge

Eierstockkrebs ist ein bösartiger Tumor, der die Eierstöcke befällt und bei dem eine regelmäßige Nachsorge im Anschluss an die Therapie wichtig ist. Es geht in der Nachsorge besonders darum, dass der Arzt ein mögliches Wiederkehren der Krebserkrankung, ein sogenanntes Rezidiv, frühzeitig erkennt. Die Nachsorgeuntersuchungen beim Ovarialkarzinom erfolgen dafür nach einem engen zeitlichen Schema:

  • in den ersten drei Jahren nach der Therapie: vierteljährliche Untersuchung
  • in den folgenden zwei Jahren: halbjährliche Untersuchung
  • danach: jährliche Untersuchung

Während der Nachsorgeuntersuchungen fragt der Arzt die Patientin nach Symptomen und tastet Bauch und Geschlechtsorgane ab. Eine Ultraschalluntersuchung der Bauch- und Beckenorgane gehört ebenfalls zur Nachsorge dazu.

Das Bild zeigt eine Frau im Büro. © Jupiterimages/Digital Vision

Eierstockkrebs ist nicht nur eine Belastung für den Körper, sondern auch für die Seele.

Außerdem bietet die Nachsorge den Rahmen, die Betroffenen zu betreuen und psychische Belastungen aufzufangen, die sich durch die Erkrankung an sich und auch durch die Therapie ergeben. Ärzte empfehlen bei Eierstockkrebs in der Zeit während der Therapie und der Nachsorge daher eine sogenannte psychoonkologische Betreuung.


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