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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) sind die Ursachen bisher weitgehend unbekannt. Es gibt aber Risikofaktoren, die das Auftreten von Eierstockkrebs begünstigen. Dazu gehört in erster Linie ein höheres Alter. Aber auch schädliche Umwelteinflüsse und ungesunde Ernährungsgewohnheiten können das Auftreten eines Ovarialkarzinoms begünstigen.
Man nimmt außerdem an, dass der monatliche Eisprung bei der Entstehung von Eierstockkrebs von Bedeutung ist. Die Begründung für diese Annahme liegt darin: Frühe und häufige Schwangerschaften und auch eine langfristige Einnahme der Antibabypille unterdrücken den Eisprung – und zählen gleichzeitig zu den Faktoren, die das Risiko für Eierstockkrebs senken.
Bestimmte Veränderungen der Erbinformation (Mutationen) können ebenfalls das Risiko erhöhen, an einem Ovarialkarzinom zu erkranken: Etwa zehn Prozent aller Fälle von Eierstockkrebs scheinen genetische Ursachen zu haben. In diesen Fällen tritt Eierstockkrebs innerhalb einer Familie gehäuft auf und kommt gleichzeitig mit anderen Krebserkrankungen wie Brustkrebs vor. Mutationen bestimmter Gene (sog. Brustkrebsgene BCRA 1 und BCRA 2) spielen dabei wahrscheinlich eine entscheidende Rolle.
Eine Besonderheit des Eierstockkrebses ist der sogenannte Borderline-Tumor. Die Bezeichnung Borderline (engl. für Grenzlinie) soll deutlich machen, dass dieser Tumor weder eindeutig den gutartigen noch den bösartigen Tumoren zugeordnet werden kann. Nach einer längeren Übergangszeit entarten diese Tumoren allerdings – das heißt, aus einem Borderline-Tumor entsteht bösartiger Eierstockkrebs.
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