Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) > Definition

Forum

Krebs- erkrankungen

Porträt Prof. Dr. Peter Wust Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust Forum Krebserkrankungen
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Definition

Stand: 29. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eierstockkrebs ist ein bösartiger Tumor der Eierstöcke. Die Eierstöcke sind die Keimdrüsen der Frau und werden auch als Ovarien bezeichnet – daher verwenden Mediziner für diese Krebserkrankung auch den Begriff Ovarialkarzinom.

Grafik der weiblichen Geschlechtsorgane
Die weiblichen Geschlechtsorgane, Bild zum Anklicken

Die beiden ovalen Eierstöcke liegen im kleinen Becken rechts und links neben der Gebärmutter. Bänder und Bauchfell halten die Eierstöcke in Position, dennoch haben sie in der Bauchhöhle vergleichsweise viel Platz. Die Größenzunahme der Eierstöcke während des weiblichen Zyklus beeinträchtigt daher keine anderen Organe. Allerdings bleiben so auch wachsende Eierstockkrebs-Tumoren anfangs oft unbemerkt. In etwa der Hälfte der Fälle von Eierstockkrebs sind beide Eierstöcke befallen. Durchbricht der Krebs die äußere Kapsel des Eierstocks, kann er Metastasen in die Bauchhöhle streuen (sog. Peritonealkarzinose).

Neben dem Befall der Bauchhöhle und des Bauchfells kann das Ovarialkarzinom auch über Blut- und Lymphbahnen Metastasen in Leber, Lunge, Brustfell und Lymphknoten entlang der Bauchschlagader (Aorta) oder Beckenarterien hervorrufen.

Die sogenannte FIGO-Klassifikation (International Federation of Gynecology and Obstetrics) teilt den Eierstockkrebs je nach Ausdehnung in vier verschiedene Tumorstadien ein:

  • FIGO I: Der Eierstockkrebs befällt nur Eierstockgewebe (es können ein Eierstock, aber auch beide Eierstöcke betroffen sein).
  • FIGO II: Das Ovarialkarzinom hat sich bereits im Becken ausgebreitet.
  • FIGO III: Der Eierstockkrebs hat bereits Metastasen in die Bauchhöhle (sog. Peritonealkarzinose) oder in die Lymphknoten gestreut.
  • FIGO IV: Es gibt bereits Metastasen außerhalb der Bauchhöhle (z.B. in der Lunge).

Unter dem Mikroskop betrachtet gleicht nicht jedes Ovarialkarzinom dem anderen. Je nach Krebsgewebe lassen sich so verschiedene Unterformen des Eierstockkrebses bestimmen, die sich auch hinsichtlich ihrer Prognose unterscheiden können.

Neben Eierstockkrebs können in den Eierstöcken auch andere Krebsformen vorkommen. Dazu zählen einerseits Tochtergeschwulste (Metastasen) anderer Krebserkrankungen – andererseits grenzen Mediziner auch bösartige Keimzelltumoren und sogenannte Keimstrang-Stroma-Tumoren von einem Ovarialkarzinom ab.

Häufigkeit

Eierstockkrebs ist eine Krebserkrankung der Frau und befällt die Eierstöcke (Ovarien). Der bösartige Tumor kommt – verglichen mit Brust- oder Darmkrebs – seltener vor, gilt aber als zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Eierstockkrebs tritt überwiegend in der zweiten Lebenshälfte nach der letzten Regelblutung (Menopause) auf.

Weiterlesen: Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom): Ursachen

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiet Krebs

Krankheitsgebiet Krebs

Erfahren Sie im Überblick alles über Krebs, mögliche Therapien und wie Sie vorbeugen können. Lesen Sie außerdem, wie Sie den Alltag mit Krebs meistern und ein weitgehend normales Leben führen können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.