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Eileiterentzündung und Eierstockentzündung (Adnexitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. August 2013)

Eine Adnexitis ist eine Entzündung von Eileiter und Eierstock, den Anhangsgebilden der Gebärmutter. Im englischsprachigen Raum fasst man die Adnexitis mit anderen Entzündungen im kleinen Becken unter pelvic inflammatory disease (PID), also Unterleibsentzündung, zusammen. Die Adnexitis wird auch als das "Chamäleon" der gynäkologischen Erkrankungen bezeichnet, denn die Symptome können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein.

Eine Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung tritt in der Regel beidseitig auf und entsteht häufig nach einer Scheidenentzündung, deren Erreger (meist Bakterien) durch Scheide und Gebärmutter in die Eileiter und Eierstöcke aufsteigen. Die Adnexitis verläuft akut oder chronisch. Im Gegensatz zur akuten Adnexitis, die plötzlich mit starken Unterbauchschmerzen, Fieber und ausgeprägtem Krankheitsgefühl beginnt, treten bei der chronischen Adnexitits weniger auffällige Beschwerden wie Druckgefühl und Schweregefühl im Unterleib auf.

Wenn ein Arzt die akute Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung rasch behandelt, können sowohl akute Komplikationen als auch der Übergang in ein chronisches Stadium verhindert werden. Bei der Adnexitis-Therapie spielen vor allem Antibiotika eine entscheidende Rolle. Auch eine gute Schmerzbehandlung und unterstützende Maßnahmen, wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, sind wichtig. Wenn es durch die Eileiterentzündung und Eierstockentzündung zu Komplikationen kommt, muss die betroffene Frau gegebenenfalls operiert werden. Eine Operation ist zum Beispiel dann vonnöten, wenn sich Eiter in der Bauchhöhle oder in abgekapselten Herden (Abszessen) gesammelt hat. Mittels chirurgischer Eingriffe müssen die behandelnden Ärzte dann den Eiter entfernen und ausleiten.

Sollte eine Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung allerdings behandelt werden, kann die Krankheit lange, auch unbemerkt, andauern und oft das private und berufliche Leben beeinträchtigen – und nicht zuletzt besteht die Gefahr einer bleibenden Unfruchtbarkeit. In manchen Fällen können Spätfolgen wie Verwachsungen oder spätere Eileiterschwangerschaften (Extrauteringravidität) auch dann auftreten, wenn die Behandlung der Adnexitis ursprünglich erfolgreich war.






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