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DystonieStand: 17. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Unter dem Begriff Dystonie versteht man willentlich nicht steuerbare, lang anhaltende Muskelkontraktionen. Dabei ziehen sich einzelne oder mehrere Muskeln zusammen, meist ohne dass der Betroffene dies beeinflussen kann. Je nach Art der Dystonie führt der Betroffene dann eine besondere Bewegung aus, oder aber die Muskelanspannung beeinflusst seine Körperhaltung. Diese Symptome können wiederholt und kurzzeitig auftreten oder auch dauerhaft bestehen. Mediziner unterscheiden zwischen der generalisierten Dystonie, die größere Teile oder auch den ganzen Körper befallen kann, und der fokalen Dystonie, die nur einzelne Muskelgruppen betrifft. Eine Dystonie kann – je nach Art beziehungsweise Ursache – praktisch in jedem Lebensalter auftreten. Während eine generalisierte Dystonie häufig in der Kindheit beginnt, zeigt sich eine fokale Dystonie meist ab dem mittleren Erwachsenenalter. Nicht immer ist bekannt, was die Beschwerden auslöst. Doch handelt es sich um eine Nervenstörung. So koordinieren spezielle Nervengruppen im Gehirn die willentlichen Bewegungen, indem sie verschiedenste Informationen auswerten und Nervenimpulse aussenden. Bei einer Dystonie ist diese Funktion aus unterschiedlichen Gründen gestört. Die typischen Symptome sind die Folge. Der Verlauf ist jeweils unterschiedlich und kann den Betroffenen mehr oder weniger stark einschränken. In einigen Fällen sind die Beschwerden bei einer Dystonie nicht sonderlich stark ausgeprägt, sodass sich Betroffene mit den Symptomen arrangieren können. Es kann jedoch auch zu starken Schmerzen kommen oder zu Schwierigkeiten, bestimmte Bewegungen auszuführen. Die unwillkürlichen Bewegungen können für Betroffene außerdem zu einem sozialen Problem und zur seelischen Belastung werden, da die Muskelkontraktion eigenartig aussehende Bewegungen und Haltungen hervorrufen können. Einige Betroffene ziehen sich dann zurück; depressive Verstimmungen sind möglich. Eine Dystonie führt in manchen Fällen zu einer Fehlhaltung, etwa beim sogenannten Schiefhals. Dadurch werden oftmals Gelenke einseitig oder ungünstig belastet – Gelenkprobleme und (weitere) Muskelverspannungen können die Folge sein. Bei Anzeichen einer Dystonie ist eine gezielte Diagnose durch den Arzt sinnvoll, etwa einen Nervenfacharzt (Neurologen). Häufig lässt sich für die Dystonie keine Ursache finden (idiopathische Dystonie). In diesen Fällen existiert daher in der Regel keine heilende Therapie. Medikamente und bestimmte Therapien wie Physiotherapie können die Symptome bessern. Einige Beschwerden der fokalen Dystonie lassen sich gut durch eine örtliche Behandlung mit Botulinumtoxin behandeln. Weiterlesen: Dystonie: Definition Das könnte Sie auch interessieren
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