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Divertikel im Darm (Divertikulose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Juli 2015)

Divertikel im Darm kommen vor allem im Dickdarm vor. Treten mehrere Divertikel im Dickdarm auf, sprechen Mediziner von einer "Divertikulose". Divertikel im Dünndarm sind dagegen eher selten und verursachen meist keine Beschwerden.

Als Divertikel bezeichnet man generell alle pilz-, birnen- oder sackförmige Ausstülpungen in der Wand eines Hohlorgans, wie zum Beispiel im Darm. Divertikel können aber auch in anderen Organen auftreten, wie etwa der Harnblase oder in der Speiseröhre – sind sie in der Darmwand zu finden, handelt es sich entsprechend um Darmdivertikel.

Vor allem bei älteren Menschen kommen Divertikel im Darm häufiger vor. Wiederholte Verdauungsprobleme in Form von Verstopfung und Blähungen können manchmal darauf hindeuten. Daher lässt das Beschwerdebild den Arzt oft schon an eine Divertikulose denken. Eine Darmspiegelung sichert in der Regel die Diagnose.

Häufig bereitet eine Divertikulose jedoch kaum Beschwerden, weshalb sie oft unbemerkt bleibt. Eine beschwerdefreie Divertikulose erfordert meist auch keine Therapie.

Treten bei einer Divertikulose Beschwerden auf, behandelt man in der Regel nur die Symptome. Zur Therapie der Beschwerden gehört vor allem eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf eine ausgewogene und ballaststoffreiche Kost sowie je nach Situation auch Abführmittel.

Divertikulitis: entzündete Divertikel
Bei etwa jedem fünften Betroffenen mit Darmdivertikeln entzünden sich diese im weiteren Verlauf. Der Arzt spricht dann von einer Divertikulitis.

Eine Divertikulitis entsteht meist durch Stuhlreste, die sich manchmal in den Ausstülpungen der Darmwand ansammeln und sie verschließen können. Als Folge treten Beschwerden wie länger anhaltende, hauptsächlich im linken Unterbauch angesiedelte Bauchschmerzen, Verstopfung oder auch Durchfälle auf. In seltenen Fällen kann es dabei zu einer unter Umständen lebensbedrohlichen Divertikelblutung kommen.



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