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DiphtherieStand: 31. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Diphtherie ist eine akute, manchmal lebensbedrohliche Infektionserkrankung, die durch Corynebacterium diphtheriae, ein toxinbildendes Bakterium ausgelöst wird. Dieses kommt ausschließlich beim Menschen vor. Die Übertragung des Diphtherie-Erregers erfolgt durch Tröpfcheninfektion wie zum Beispiel durch Husten, Niesen und Küssen. Innerhalb weniger Tage kommt es zu allgemeinem Krankheitsgefühl, Fieber, Halsweh, Bauchschmerzen und Gliederschmerzen. Am häufigsten ist die sogenannte Rachendiphtherie mit hochrot entzündeter Rachenschleimhaut, grau-weißlichen Belägen und kloßiger Sprache. Die Inkubationszeit, also die Zeit von einer Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung, im Durchschnitt zwei bis fünf Tage, seltener auch acht Tage. Die Giftwirkung des Diphtherie-Bakteriums führt bei den gefürchteten, sogenannten toxischen Verläufen zu Herzmuskelentzündung, Lähmungen (häufig Schluckstörungen), Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Die Diphtherie kommt weltweit vor, am häufigsten in gemäßigten Klimazonen und mit einem saisonalen Häufigkeitsgipfel im Herbst und Winter. Allerdings wurde die Diphtherie ist durch die aktive Schutzimpfung zurückgedrängt, aber nicht vollständig verschwunden. In Deutschland werden seit Jahren nur noch Einzelfälle erfasst; die meisten wurden von Auslandsaufenthalten eingeschleppt. Ein rascher Therapiebeginn ist bei Diphtherie entscheidend für die Prognose. Treten Komplikationen auf, erschwert dies die Behandlung und verlängert den Genesungsprozess. Zur Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten bereit. Zum einen das Diphtherie-Antitoxin, ein Gegengift, welches der Arzt bereits bei Verdacht gibt. Es kann allerdings nur das Erregertoxin unschädlich machen, das noch nicht an Zellen anhaftet. Antibiotika töten den Erreger ab und helfen dadurch, die Toxinbildung zu verringern. Um bei einer bereits ausgebrochenen Diphtherie weitere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte stationär behandelt, in der Klinik isoliert und nur von Personal mit vorhandenem Impfschutz betreut werden. Dank der Impfung, der Therapie mit Antibiotika und der Entwicklung eines Gegengifts (Antitoxin) ist die Diphtherie heutzutage weniger bedrohlich als früher. Der Erregernachweis, Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der Tod an Diphtherie sind nach dem Infektionsschutzgesetz vom 1. Januar 2001 in Deutschland meldepflichtig. Weiterlesen: Diphtherie: Definition Das könnte Sie auch interessieren
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