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Diphtherie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. Februar 2015)

© iStock

Diphtherie ist eine akute Infektionskrankheit, die manchmal lebensbedrohlich verlaufen kann. Auslöser der Erkrankung ist die Bakterienart Corynebacterium diphtheriae beziehungsweise das Gift, das die Erreger abgeben: das Diphterietoxin.

Die Diphtherie-Bakterien werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen, also zum Beispiel beim Husten, Niesen und Küssen, seltener durch eine Schmierinfektion (etwa über infizierte Gegenstände). Bereits nach wenigen Tagen beginnt die Erkrankung mit eher allgemeinen Symptomen, wie:

Am häufigsten ist die sogenannte Rachendiphtherie mit hochrot entzündeter Rachenschleimhaut, grau-weißlichen Belägen und kloßiger Sprache.

Vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) vergehen im Durchschnitt zwei bis fünf Tage, seltener auch sieben Tage.

Das Gift, das die Diphtherie-Bakterien absondern, kann bei schweren Krankheitsverläufen auch zu folgenden Symptomen führen:

Diphtherie-Erkrankungen kommen weltweit vor, insbesondere in gemäßigten Klimazonen und saisonal gehäuft im Herbst und Winter. Zwar wurde die Diphtherie dank der Schutzimpfung zurückgedrängt, ist aber nicht vollständig verschwunden. In Deutschland werden seit Jahren nur noch Einzelfälle erfasst; meist haben sich die Betroffenen bei Auslandsaufenthalten infiziert.

Das Bild zeigt das Bakterium Corynebacterium diphtheriae unter einem Elektronenmikroskop. © Okapia

Das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ist der Auslöser der Diphtherie. (© Kwangshin Kim/NAS/OKAPIA)

Je früher bei Diphtherie die Therapie beginnt, desto besser sind Aussichten für den Heilungsverlauf. Treten Komplikationen auf, erschwert dies die Behandlung und verlängert den Genesungsprozess.

Zur Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten bereit:

  • Zum einen das Diphtherie-Antitoxin, ein Gegengift, das der Arzt bereits bei Verdacht gibt. Es kann allerdings nur jene Mengen an Erregertoxin unschädlich machen, die noch nicht an Zellen gebunden sind.
  • Zum anderen töten Antibiotika den Diphtherie-Erreger ab und helfen dadurch, die Toxinbildung zu verringern.

Um bei einer bereits ausgebrochenen Diphtherie weitere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte:

  • stationär behandelt,
  • in der Klinik isoliert und
  • nur von Personal mit vorhandenem Impfschutz betreut werden.
Dank der Impfung, der Therapie mit Antibiotika und der Entwicklung eines Gegengifts (Antitoxin) ist Diphtherie heutzutage weniger bedrohlich als früher.

Der Erregernachweis, der Krankheitsverdacht, die Erkrankung an Diphtherie sowie Todesfälle sind laut Infektionsschutzgesetz in Deutschland meldepflichtig.

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