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Dengue-Fieber

Stand: 30. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Das Dengue-Fieber ist eine vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitete Virusinfektion. Die Viren werden durch Stiche bestimmter Moskitoarten der Gattung Aedes (Aedes aegypti und Aedes albopticus) übertragen.

Das klassische Dengue-Fieber ist durch hohes Fieber, Hautausschlag sowie Kopf- und Gliederschmerzen gekennzeichnet und klingt in der Regel komplikationslos ab. In vielen Fällen verläuft die Erkrankung sogar symptomlos, mild oder ähnelt einer Grippe. Die Beschwerden treten etwa nach einer Inkubationszeit (Zeit zwischen Moskitostich und ersten Symptomen) von 3 bis 14 Tagen auf. In den ersten Tagen können ein Hautausschlag an den Gliedern und ein roter oder blass-rosa Ausschlag im Gesicht hinzukommen. Vom zweiten bis sechsten Tag leiden die Betroffenen auch an Schwindel, Übelkeit, Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen. Nach ein paar Tagen sind die Patienten einen Tag lang fieberfrei und fühlen sich wieder wohl. Danach folgt ein ein erneuter Fieberschub. Die Körpertemperatur steigt dann allerdings nicht mehr so hoch wie in der ersten Phase. Gleichzeitig wird ein feinfleckiger Hautausschlag sichtbar, der sich über den ganzen Körper ausbreitet und meist nur das Gesicht ausspart. Nach etwa zwei Wochen heilt das klassische Dengue-Fieber fast vollständig aus.

Bei Kindern unter 15 Jahren kann es zum sogenannten hämorrhagischen Verlauf (Dengue-Hämorrhagisches Fieber) mit inneren und äußeren Blutungen kommen. Diese Form kann ernste Komplikationen hervorrufen und erfordert eine intensiv-medizinische Betreuung.

Da es bisher kein Medikament gegen die Viren gibt, kann die Behandlung des Dengue-Fiebers nur die Symptome lindern, nicht aber die Ursachen bekämpfen.

Um einer Infektion vorzubeugen, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Mücken zu bekämpfen und Mückenstiche zu verhindern. Einen zugelassenen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber gibt es bislang nicht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass sich jährlich etwa 50 Millionen Menschen infizieren. In Europa und den USA gehört das Dengue-Fieber heute aufgrund der gesteigerten Reisetätigkeit zu den häufig importierten Infektionen bei Fernreisenden. Dengue-Fieber ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit.

Weiterlesen: Dengue-Fieber: Definition

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