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Demenz

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Juni 2013)

Die Demenz gehört zu den folgenschwersten Alterskrankheiten: Über 1 Millionen Menschen in Deutschland haben diese krankheitsbedingte Hirnleistungsstörung, bei der das Gedächtnis und die Denkfähigkeit abnehmen, und sind – je nach Erkrankungsstadium – im Alltag deutlich beeinträchtigt bis stark pflegebedürftig.

Die Auswirkungen einer Demenz sind sehr vielfältig: Dement zu sein bedeutet, dass die geistigen Leistungen in mehreren Bereichen beeinträchtigt sind – so kommt es zum Beispiel zu einem Abbau des Orientierungsvermögens oder der Lern- und Urteilsfähigkeit. Sowohl das Sozialverhalten als auch die Motivation und die Persönlichkeit dementer Menschen verändern sich. Je nachdem, wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen sind, unterscheidet man allgemein leichte, mittelgradig schwere und schwere Demenzen.

Wichtigstes Demenz-Anzeichen ist die nachlassende Gedächtnisleistung, wobei zunächst das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist. Weitere mögliche Demenz-Symptome sind:

  • Teilnahmslosigkeit (Apathie)
  • Unruhe mit erhöhter Anspannung, Enthemmung, Euphorie
  • Aggressionen
  • Weinanfälle
  • gesteigerte Bewegung, häufige Wiederholungen gleicher Bewegungsabläufe
  • depressive Phasen
  • Angst
  • körperliche Symptome (in späten Demenz-Stadien) wie:

Die meisten Demenzerkrankungen beginnen im höheren Lebensalter. Die Demenz-Ursachen sind sehr vielfältig:

  • Am häufigsten tritt die Demenz als reine Alzheimer-Demenz auf: Diese Form ist mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen (sog. Neurodegeneration) verbunden.
  • Die zweithäufigste reine Form ist die vaskuläre Demenz – sie entsteht infolge von Gefäßerkrankungen des Gehirns.

Drei weitere seltenere Demenzen, die wie die Alzheimer-Demenz mit einer Neurodegeneration einhergehen, sind:

  • frontotemporale Demenz (sog. Pick-Krankheit)
  • Parkinson-Demenz
  • Lewy Body Dementia (bzw. Lewy-Körperchen-Demenz)

Bei all diesen Formen von Demenz ist der Verlauf mehr oder weniger stetig fortschreitend. In sehr seltenen Fällen entstehen jedoch infolge von anderen Erkrankungen Demenzen, die sich auch zurückbilden können.

Eine fortschreitende Demenz ist zwar nicht heilbar, im Frühstadium kann eine geeignete Demenz-Therapie den Krankheitsverlauf aber positiv beeinflussen: Eine Ganzheitstherapie aus Medikamenten, die das Fortschreiten der Demenz verzögern, sowie aus Gedächtnistraining, Verhaltens- und Soziotherapie sorgt für eine bessere Lebensqualität sowohl der Menschen mit Demenz als auch derer, die sie betreuen.






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