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Demenz

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Die Demenz gehört zu den folgenschwersten Alterskrankheiten: Über 1 Millionen Menschen in Deutschland haben diese Hirnleistungsstörung, bei der das Gedächtnis und die Denkfähigkeit abnehmen, und sind – je nach Erkrankungsstadium – im Alltag deutlich beeinträchtigt bis stark pflegebedürftig.

Die Auswirkungen einer Demenz sind sehr vielfältig: Dement zu sein bedeutet, dass die geistigen Leistungen in mehreren Bereichen beeinträchtigt sind – so kommt es zum Beispiel zu einem Abbau des Orientierungsvermögens oder der Lern- und Urteilsfähigkeit. Sowohl das Sozialverhalten als auch die Motivation und die Persönlichkeit dementer Menschen verändern sich. Je nachdem, wie ausgeprägt die Beeinträchtigungen sind, unterscheidet man allgemein leichte, mittelgradige und schwere Demenzen.

Wichtigstes Demenz-Anzeichen ist die nachlassende Gedächtnisleistung, wobei zunächst das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist.

Weitere mögliche Demenz-Symptome sind:

  • Teilnahmslosigkeit (Apathie)
  • Unruhe mit erhöhter Anspannung, Enthemmung, Euphorie
  • Aggressionen
  • Weinanfälle
  • gesteigerte Bewegung, häufige Wiederholungen gleicher Bewegungsabläufe
  • depressive Phasen
  • Angst
  • (in späten Demenz-Stadien) körperliche Symptome wie:

Meistens beginnt eine Demenz im höheren Lebensalter (sog. Altersdemenz). Die Ursachen von Demenzerkrankungen sind sehr vielfältig:

  • Am häufigsten tritt die Demenz als reine Alzheimer-Demenz auf: Diese Form ist mit einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen (sog. Neurodegeneration) verbunden.
  • Die zweithäufigste reine Form ist die vaskuläre Demenz – sie entsteht infolge von Gefäßerkrankungen des Gehirns.

Drei weitere, seltenere Demenzformen, die – wie die Alzheimer-Demenz – mit einer Neurodegeneration einhergehen, sind:

  • frontotemporale Demenz (sog. Pick-Krankheit)
  • Parkinson-Demenz
  • Lewy-Body-Demenz (bzw. Lewy-Körperchen-Demenz)

All diese Formen von Demenz verlaufen mehr oder weniger stetig fortschreitend. In sehr seltenen Fällen können jedoch auch andere andere Erkrankungen, die sich nur zweitrangig auf das Gehirn (bzw. auf Nervenzellen) auswirken, einen Menschen dement machen – solche Demenzen können sich meist wieder zurückbilden.

Eine fortschreitende Demenz ist hingegen nicht heilbar. Im Frühstadium kann eine geeignete Therapie der Demenz deren Verlauf aber positiv beeinflussen: Eine Ganzheitstherapie aus Medikamenten, die das Fortschreiten der Demenz verzögern, sowie aus Gedächtnistraining, Verhaltens- und Soziotherapie sorgt für eine bessere Lebensqualität sowohl der Menschen mit Demenz als auch derer, die sie betreuen.






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