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Darmpolypen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. April 2015)

Darmpolypen sind gutartige Vorwölbungen der Darmschleimhaut, die aber im weiteren Verlauf (oft erst nach Jahren) bösartig entarten können: Darmkrebs entwickelt sich überwiegend aus Polypen im Darm. Daher ist es wichtig, Darmpolypen rechtzeitig zu entfernen.

Darmpolypen können eine Größe von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern erreichen. Anhand des Gewebes, aus dem sie bestehen, unterscheidet man verschiedene Arten von Polypen im Darm.

Die meisten Darmpolypen sind Adenome: Diese Wucherungen gehen vom Drüsengewebe der Schleimhaut aus. Adenome wachsen langsam, etwa einen Millimeter pro Jahr. Daher vergehen in der Regel einige Jahre, bis sich ein Polyp im Darm zu einer bösartigen Geschwulst (sog. Karzinom) entwickelt.

Darmpolypen können verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann die eigene Lebensweise das Auftreten von Polypen im Darm fördern – vor allem die folgende Faktoren tragen zu den Wucherungen bei:

Zum anderen können Darmpolypen im Rahmen verschiedener seltener Erbkrankheiten vermehrt auftreten, weshalb diese Krankheiten ein teilweise erheblich gesteigertes Darmkrebsrisiko bedeuten. Zu den Erbkrankheiten, bei denen typischerweise viele Polypen im Darm entstehen, gehören zum Beispiel:

  • die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP), bei der schon früh viele Darmpolypen vorhanden sind,
  • das Gardner-Syndrom, bei dem neben den vielen Darmpolypen weitere gutartige Tumoren auftreten (z.B. an Haut, Knochen, Bindegewebe), sowie
  • das Peutz-Jeghers-Syndrom, das neben den vielen Darmpolypen durch Pigmentflecken im Gesicht und an der Mundschleimhaut gekennzeichnet ist.

Symptome verursachen Polypen im Darm meistens nicht. Größere Darmpolypen können durch Stuhlunregelmäßigkeiten, Bauchschmerzen oder Blut und Schleim im Stuhl auffallen. In den meisten Fällen sind Darmpolypen wegen der fehlenden Symptome aber Zufallsbefunde bei einer Darmspiegelung: Bei dieser Untersuchung kann der Arzt die Wucherungen nicht nur sicher feststellen, sondern gleichzeitig auch entfernen. Eine mikroskopische Untersuchung des entnommenen Gewebes bringt dann Gewissheit darüber, ob die Darmpolypen gut- oder bösartig sind.

Frühzeitig alle Darmpolypen zu entfernen, ist entscheidend für die Prognose. Daher ist es ratsam, die empfohlenen und von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlten Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und Darmbeschwerden auf jeden Fall abklären zu lassen.



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