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Darmkrebs: Früh erkannt heilbar

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (19. Januar 2017)

© iStock

Je früher Darmkrebs (Kolonkarzinom und Rektumkarzinom) erkannt wird, desto größer ist auch die Chance auf Heilung: In einem frühen Stadium ist Darmkrebs fast immer heilbar. Die Erkrankung entwickelt sich allerdings schleichend und wird daher oft erst spät erkannt. Daher ist es besonders wichtig, mögliche Warnzeichen ernst zu nehmen – und sich im Zweifelsfall mithilfe einer Darmspiegelung Gewissheit zu verschaffen.

Im Jahr 2012 haben in Deutschland über 62.000 Personen die Diagnose Darmkrebs erhalten. Darmkrebs ist damit eine relativ häufige Krebserkrankung. In jungen Jahren kommt Darmkrebs selten vor: Die meisten Betroffenen sind älter als 55 Jahre.

Wenn von Darmkrebs die Rede ist, sind damit in der Regel Krebserkrankungen des Dickdarms gemeint – sogenannte kolorektale Karzinome. Auch Dünndarm und After können von Krebs befallen sein, diese Krebsarten sind jedoch im Vergleich zum Dickdarmkrebs selten. 

Häufig macht sich Darmkrebs zu Beginn der Erkrankung nicht bemerkbar oder die Symptome sind so unspezifisch, dass sie nicht unbedingt mit einer ernsten Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Zu möglichen Anzeichen von Darmkrebs zählen unter anderem:

Solche Symptome können viele Ursachen haben. Sicherheitshalber sollten Sie bei solchen Beschwerden jedoch zum Arzt gehen – denn es können auch Anzeichen für Darmkrebs sein.

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Die zuverlässigste Untersuchungsmethode bei Verdacht auf Darmkrebs ist die Darmspiegelung. Eine Darmspiegelung verursacht in der Regel keine Schmerzen und ist für den Körper nicht belastend. Sie können sich vorher ein Beruhigungsmittel verabreichen lassen, um den Ablauf der Untersuchung nicht bewusst mitzubekommen. In den meisten Fällen bildet sich Darmkrebs aus einer gutartigen Krebsvorstufe – aus einem Darmpolypen. Während der Darmspiegelung kann der Arzt Polypen erkennen und gegebenenfalls direkt entfernen.

Angebote zur Früherkennung nutzen

Mit höherem Alter steigt das Darmkrebs-Risiko. Daher haben alle gesetzlich Versicherten in Deutschland ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahrs Anspruch auf einen jährlichen Schnelltest, der Blut im Stuhl ermitteln kann (sog. Hämoccult-Test). Ab 55 Jahren können gesetzlich Versicherte eine Darmspiegelung als kostenlose Früherkennungsmaßnahme durchführen lassen und die Untersuchung zehn Jahre später wiederholen – bei erhöhtem Risiko gegebenenfalls auch früher.

Video: Darmkrebs

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