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Cluster-Kopfschmerz

Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Cluster-Kopfschmerz ist ein schwerer einseitiger Schmerz, der sich meist hinter dem Auge befindet. Er tritt in gehäuften Attacken (Clustern) bis zu achtmal täglich auf und kommt geballt nachts vor.

Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen sind überwiegend männlich, jung und mitunter viele Jahre bis Jahrzehnte betroffen. Worin der Cluster-Kopfschmerz seine Ursachen hat, ist nicht genau bekannt. Vermutlich steckt eine Fehlregulation biologischer Rhythmen (d.h. der inneren Uhr) hinter den Cluster-Kopfschmerzen; auch erbliche Faktoren kommen als Ursachen infrage. Die Cluster-Kopfschmerz-Attacken können durch verschiedene Auslöser entstehen, zum Beispiel durch Alkohol, Nikotin, bestimmte Nahrungsmittel und helles Licht.

Eine Cluster-Kopfschmerz-Attacke dauert unbehandelt etwa zwischen 15 und 180 Minuten. Auf der betroffenen Kopfseite sind neben dem Cluster-Kopfschmerz begleitend weitere Symptome wie ein tränendes und gerötetes Auge, eine laufende Nase und verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht typisch. In der Regel ist immer dieselbe Gesichtsseite betroffen – nur selten wechselt ein Cluster-Kopfschmerz die bevorzugte Seite. Während einer Schmerzattacke sind die Betroffenen unruhig und zeigen einen regelrechten Bewegungsdrang. Zu Erbrechen wie bei Migräne kommt es beim Cluster-Kopfschmerz jedoch üblicherweise nicht.

Die gegen den Cluster-Kopfschmerz eingesetzte Therapie besteht zum einen darin, die Schmerzen während der Anfälle zu bekämpfen (sog. Akuttherapie). Zum anderen soll die Behandlung weitere Anfälle verhindern (sog. Prophylaxe). Um Cluster-Kopfschmerzen vorzubeugen, eignen sich verschiedene Medikamente.

Bei einem akuten Cluster-Kopfschmerz-Anfall besteht die ideale Behandlung darin, 100-prozentigen Sauerstoff über eine Gesichtsmaske zu inhalieren oder Triptane (z.B. Sumatriptan) unter die Haut (d.h. subkutan) zu spritzen. In den meisten Fällen gelingt es so, den Cluster-Kopfschmerz ausreichend in den Griff zu bekommen. Für Menschen mit chronischen Cluster-Kopfschmerzen, die nicht auf die übliche Therapie ansprechen, kommt eine sogenannte Neuromodulation infrage, bei der man die Weitergabe von Nervenreizen durch elektrische Reize beeinflusst.

Weiterlesen: Cluster-Kopfschmerz: Definition

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