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Stand: 21. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die einer Chondrokalzinose (Pseudogicht) zugrunde liegenden Ursachen sind häufig nicht feststellbar: Bei der Gelenkerkrankung lagert sich kristallines Kalziumpyrophosphat in den Gelenkknorpeln, den Sehnen, den Bändern oder den Bandscheiben ab, wobei jedoch nicht zwangsläufig der Kalziumstoffwechsel des Organismus gestört ist. Lässt sich die Ursache hierfür nicht erfassen, bezeichnen Mediziner die Entstehung der Chondrokalzinose als idiopathisch. Die idiopathische Chondrokalzinose tritt vor allem im Alter auf.
Auslöser für mögliche Beschwerden einer Pseudogicht sind die abgelagerten Kristalle, die den Knorpel im Lauf der Zeit zerstören beziehungsweise aus dem Knorpel freigesetzt werden und so eine Gelenkentzündung verursachen. Im Allgemeinen treten erst ab diesem Zeitpunkt Beschwerden auf. Es sind mehrere Faktoren bekannt, die die Entstehung einer Chondrokalzinose begünstigen: Zu den möglichen Ursachen einer Pseudogicht gehören erblich bedingte Faktoren, Stoffwechselerkrankungen und bereits bestehende Gelenkveränderungen.
Für die primäre Form der Chondrokalzinose (Pseudogicht) kommen in einigen Fällen als Ursachen erblich bedingte (genetische) Faktoren infrage: Die primäre Chondrokalzinose kann familiär gehäuft auftreten, was auf eine Vererbung der Gelenkerkrankung hindeutet. Diese familiäre Chondrokalzinose beginnt meist bereits im jüngeren Erwachsenenalter und zeigt einen schwereren Verlauf.
Unter den für die sekundäre Form der Chondrokalzinose (Pseudogicht) verantwortlichen Ursachen können verschiedene begünstigende Stoffwechselerkrankungen eine Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel die Gicht, die Nebenschilddrüsen-Überfunktion, die Eisenspeicherkrankheit, möglicherweise die Kupferspeicherkrankheit (Morbus Wilson) oder die Schilddrüsenunterfunktion.
Für eine sekundäre Chondrokalzinose (Pseudogicht) kommen als weitere mögliche Ursachen vorbestehende Gelenkveränderungen infrage. Dazu gehören sowohl entzündliche Erkrankungen (wie z.B. die chronische Polyarthritis) als auch Gelenkveränderungen, die durch Gelenkfehlstellungen, Unfälle oder Operationen entstehen.
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