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Cholera

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. März 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Cholera ist eine durch das Bakterium Vibrio cholerae ausgelöste Durchfallerkrankung. Die Übertragung der Bakterien erfolgt in erster Linie durch mit Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser. Unbehandelt kann eine Cholera lebensbedrohlich verlaufen, da der Körper viel Flüssigkeit verliert und dadurch sehr stark austrocknet.

Die Cholera-Erreger bilden ein Gift (Toxin), das im Darm zu massiven Flüssigkeitsverlusten von bis zu 20 Litern am Tag führen kann. Typisch für Cholera sind die plötzlich einsetzenden, wässrigen Durchfälle ("Reiswasserstühle"). Fieber tritt meist nicht auf, dafür BauchschmerzenÜbelkeit und Erbrechen.

Durch den großen Verlust von Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyte) treten mitunter starke Muskelkrämpfe auf und der Stoffwechsel gerät aus dem Gleichgewicht. Dies kann bis zum Kreislaufschock führen. Unbehandelt können Kreislaufkollaps und Nierenversagen zum Tode führen.

Die wichtigste Therapiemaßnahme bei Cholera ist der schnellstmögliche Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten. Hierfür stehen Trinklösungen und vor allem Infusionen zur Verfügung. Manchmal verschreibt der Arzt zusätzlich Antibiotika (z.B. Tetracycline, Ciprofloxacin, CotrimoxazolChinolone oder Makrolid-Antibiotika). Wird die Erkrankung angemessen behandelt, liegt die Sterblichkeitsrate unter einem Prozent.

Cholera ist in Deutschland laut Infektionsschutzgesetz eine meldepflichtige Erkrankung. Sie tritt vor allem in Afrika, Südamerika und Südostasien auf. In Deutschland werden nur vereinzelt Fälle gemeldet – im Jahr 2012 gab es keinen einzigen Cholera-Fall in Deutschland, im Jahr 2013 wurde ein Fall gemeldet. Die Betroffenen stecken sich normalerweise im Ausland an. Deshalb ist es auf Reisen in Regionen, in denen Cholera häufig auftritt, wichtig, bestimmte Verhaltensregeln einzuhalten.

Die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Cholera auf Reisen ist, immer an die Lebensmittelhygiene zu denken (z.B. nie unbehandeltes Wasser trinken).

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